Wenig später, in der 57. Minute, war es dann soweit: Nachdem Lübars´ Frauen die Werderdefensive erneut schwer beschäftigt hatten, nutzte Kapitänin Franziska Hagemann den Freiraum, der ihr großzügig gelassen wurde und schoss den Ball aus guten 25 Metern trocken in die Maschen. Bei diesem Schuss gab es auch für Maria Doll nichts zu halten. Die 1:0-Führung für die Gäste hielt allerdings nicht lange. In der 69. Minute konnte Werder endlich den ersten Eckball herausspielen, worauf nach zu kurzer Abwehr der Berlinerinnen Lea Notthoff den Ball aus zweiter Reihe trocken ins rechte untere Torwarteck beförderte. Der 1:1-Ausgleich in der 70. Spielminute gab Werders Fußballerinnen zusätzliche Extraluft, ein weiteres Tor wollte ihnen jedoch nicht mehr gelingen. In der 75. Minute hatte die eingewechselte Nahrin Uyar noch eine Großchance, scheiterte aber an der Berliner Schlussfrau Cordula Busack.
„Wir waren heute von der ersten bis zur letzten Minute schwach", gab Hofmann nach dem Abpfiff schonungslos zu. Dabei sprach er auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kea Eckermann und Maren Wallenhorst an, die sein Team an diesem Tag nicht hatte kompensieren können. Dennoch konnte Hofmann dem Spiel auch etwas Erfreuliches abgewinnen: „Das einzig Positive ist heute der gewonnene Punkt." Dabei vergaß der Werdercoach jedoch eine weitere, durchaus positive Tatsache, schließlich steht nach dem dritten Spieltag in der Tabellenspalte „Niederlagen" weiterhin die Null bei Werder Bremen. Nächste Woche geht es für Werders Frauen zum Herforder SV, wo das erste Spitzenspiel der noch jungen Saison wartet.
Von Cord Sauer
Werder Bremen: Doll - Moelter, Votava, Scholz, William - S. Schneider (65. Buller), Notthoff, Goddard, Freyhat (60. Uyar) - König, Hamann (46. Haar)
1. FC Lübars: Busack - Liepack, Rösler, Reitzig, Willers - Teodoridis, Hagemann, Yaren, Neue (88. Bonk) - Timme (81. Behrends), Fechner
Tore: 0.1 Hagemann (57.), 1:1 Notthoff (70.)
Gelbe Karten: -
Schiedsrichter: Caroline Telahr (Essen)
Stadion „Platz 12": 70 Zuschauer