Werders Frauen retten einen Punkt gegen Lübars

Lea Notthoff erzielte den wichtigen 1:1-Ausgleich, verhinderte damit die erste Saisonpleite
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Die Serie hält! Nach einem 1:1 Unentschieden gegen den Hauptstadtklub 1. FC Lübars bleiben Werder Bremens Fußballerinnen weiterhin ungeschlagen. Es war allerdings der bislang schwächste Auftritt der Elf von Trainer Dirk Hofmann, den die Zuschauer im heimischen Stadion Platz 12 zu sehen bekamen. Nach der hochverdienten Führung der Gäste konnte Lea Notthoff mit einem trockenen Schuss aus zweiter Reihe noch den Ausgleichstreffer markieren.

Das einzige Team in der zweiten Frauenfußball-Bundesliga, das nach zwei Spieltagen noch kein Gegentor kassiert hatte, hieß: Werder Bremen. Gegen Duisburgs Reserve und gegen Meppen schafften es die Grün-Weißen souverän, die weiße Weste zu wahren. Im Heimspiel am dritten Spieltag gegen Lübars sollte dieses Vorhaben nicht mehr gelingen. Von Beginn an war die Gastmannschaft aus Berlin-Reinickendorf die aktivere Mannschaft. Werders Fußballerinnen waren bemüht, mehr Spielkontrolle zu gewinnen, was allerdings kaum gelang. Lübars, Partnerverein von Hertha BSC Berlin, trat auf, wie eine Heimmannschaft während sich die Bremerinnen ausschließlich auf die Defensive und gelegentliche Konterangriffe konzentrierten. Die erste Halbzeit war trotz dieser klaren Rollenverteilung ein eher mäßiger Sonntagskick, denn die Hauptstädterinnen blieben weitestgehend ungefährlich.

Kurz vor der Pause hätte Werders Torfrau Maria Doll fast zum ersten Mal überhaupt hinter sich greifen müssen, als die starke Aylin Yaren, bekannt als Ballartistin und Ribery-Bezwingerin an der ZDF-Sportstudio-Torwand, in der 40. Minute das 1:0 auf dem Fuß hatte. Doll entschärfte die brenzlige Situation jedoch mit einem starken Einsatz. Der Halbzeitpfiff wirkte dann wie eine Erlösung - nicht nur für die Spielerinnen, sondern auch für die Zuschauer, die bis dahin nur wenig Fußballfeinost zu sehen bekommen hatten.

„In der Halbzeit habe ich gefragt, ob sie die Partie wirklich gewinnen wollen", erklärte ein über weite Strecken ruhiger Werder-Trainer Hofmann nach der Partie. Diese Frage hätten die Frauen eindeutig bejaht, was sich prompt auf dem Platz sehen ließ. Mit mehr Motivation, Engagement und höherem Laufpensum starteten die Grün-Weißen in Durchgang Zwei. Die erste Großchance hatte allerdings erneut Lübars: In der 47. Minute konnte sich Werders starke Schlussfrau Doll erneut auszeichnen, indem sie den Ball nach einem guten Einschussversuch von Lavinia Timme unter sich begrub.

Wenig später, in der 57. Minute, war es dann soweit: Nachdem Lübars´ Frauen die Werderdefensive erneut schwer beschäftigt hatten, nutzte Kapitänin Franziska Hagemann den Freiraum, der ihr großzügig gelassen wurde und schoss den Ball aus guten 25 Metern trocken in die Maschen. Bei diesem Schuss gab es auch für Maria Doll nichts zu halten. Die 1:0-Führung für die Gäste hielt allerdings nicht lange. In der 69. Minute konnte Werder endlich den ersten Eckball herausspielen, worauf nach zu kurzer Abwehr der Berlinerinnen Lea Notthoff den Ball aus zweiter Reihe trocken ins rechte untere Torwarteck beförderte. Der 1:1-Ausgleich in der 70. Spielminute gab Werders Fußballerinnen zusätzliche Extraluft, ein weiteres Tor wollte ihnen jedoch nicht mehr gelingen. In der 75. Minute hatte die eingewechselte Nahrin Uyar noch eine Großchance, scheiterte aber an der Berliner Schlussfrau Cordula Busack.

„Wir waren heute von der ersten bis zur letzten Minute schwach", gab Hofmann nach dem Abpfiff schonungslos zu. Dabei sprach er auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Kea Eckermann und Maren Wallenhorst an, die sein Team an diesem Tag nicht hatte kompensieren können. Dennoch konnte Hofmann dem Spiel auch etwas Erfreuliches abgewinnen: „Das einzig Positive ist heute der gewonnene Punkt." Dabei vergaß der Werdercoach jedoch eine weitere, durchaus positive Tatsache, schließlich steht nach dem dritten Spieltag in der Tabellenspalte „Niederlagen" weiterhin die Null bei Werder Bremen. Nächste Woche geht es für Werders Frauen zum Herforder SV, wo das erste Spitzenspiel der noch jungen Saison wartet.

Von Cord Sauer

Werder Bremen: Doll - Moelter, Votava, Scholz, William - S. Schneider (65. Buller), Notthoff, Goddard, Freyhat (60. Uyar) - König, Hamann (46. Haar)

1. FC Lübars: Busack - Liepack, Rösler, Reitzig, Willers - Teodoridis, Hagemann, Yaren, Neue (88. Bonk) - Timme (81. Behrends), Fechner

Tore: 0.1 Hagemann (57.), 1:1 Notthoff (70.)

Gelbe Karten: -

Schiedsrichter: Caroline Telahr (Essen)
Stadion „Platz 12": 70 Zuschauer

 

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