Licht und Schatten beim 4:3-Sieg gegen Mellendorf

Erzielte gegen Mellendorf das 4:1 für Werder Bremen: Maren Wallenhorst
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Die guten Nachrichten vorweg: Werders Fußballerinnen haben gegen den Mellendorfer TV nach zuletzt drei Niederlagen in Folge endlich wieder einen Sieg eingefahren! Außerdem positiv erwähnenswert: Stephanie Goddard erzielte im ersten Durchgang einen lupenreinen Hattrick. Doch es gab allerdings auch weniger Schönes zu beobachten: Neben der verletzungsbedingten Auswechslung von Katharina Hamann standen nach Abpfiff vor allem drei Gegentore zu Buche, die das Tabellenschlusslicht Mellendorf im Stadion „Platz 12" erzielen konnte.

Das Spiel begann munter, Werder Bremens Fußballerinnen fackelten nicht lange und stürmten mutig und selbstbewusst nach vorne. Die druckvolle Spielweise der Bremerinnen verunsicherten die Gäste zusehends, so dass sich schnell die Machtverhältnisse klärten. Bereits in der 7.Minute war es dann Stephanie Goddard, die die deutliche Überlegenheit ihres Teams in Zählbares verwandelte: Nach einem Schuss von Maren Wallenhorst, den die Mellendorfer Keeperin nur abklatschen konnte, grätschte Goddard in den Ball und brachte die Spielkugel mittig im gegnerischen Tor unter. Nur wenige Minuten später war es erneut Goddard (12.), die auf 2:0 erhöhte. Ähnlich wie bei ihrem ersten Tor stand sie halbrechts im Mellendorfer Strafraum goldrichtig und schoss den Ball wieder mittig zur komfortablen Führung für die Grün-Weißen.

Doch damit nicht genug, Werder weiterhin engagiert und offensivfreudig. Das Eckenverhältnis von 10:2 sowie Chancen von Uyar (1.), Goddard (3.), König (25.), Wallenhorst (9., 11.) oder Scholz (18.) machten die Dominanz der Heimmannschaft deutlich, ehe aus der doppelten eine dreifache Torschützin wurde. Eine traumhafte Flanke von Nahrin Uyar kam über die rechte Seite auf den zweiten Pfosten, wo Goddard schon lauerte und den Ball per Kopf ins lange Eck beförderte. Nach dem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur 21 Spielminuten folgte zunächst das Ende der Goddard-Show. Kurz vor der Pause, in der 40. Minute, war es ausgerechnet ein Ballverlust von Stephanie Goddard im Mittelfeld, woraus der glückliche Anschlusstreffer der Mellendorfer Fußballerinnen resultierte. Aileen Osterwold beförderte den Ball nach einem langen Zuspiel ins rechte untere Torwarteck.

Die zweite Halbzeit begann ebenfalls schwungvoll. Wallenhorst traf zunächst nur den Pfosten (50.), erhöhte wenig später dann aber auf 4:1 (53.), indem sie den Ball nach einer tollen Hereingabe der eingewechselten Sarah Schneider erst annahm und dann eiskalt verwandelte.

Kurz darauf folgte die unschönste Szene der Partie. Die zur Halbzeit ins Spiel gekommene Katharina Hamann ging in einem Zweikampf unglücklich zu Boden und musste nach einer fast zehnminütigen Spielunterbrechung mit einer schweren Schulterverletzung ausgewechselt werden. Im Anschluss an die Verletzungspause folgte wenig später der nächste Schock für die Werder-Frauen. In der 76. Minute war es Désirée Gehring, die Ergebniskosmetik betrieb. Ihr Treffer zum 2:4, hervorgegangen aus einem Konter des Mellendorfer TV, war jedoch längst nicht alles, was die Gäste aus der Wedemark zu bieten hatten. Nur eine Minute später leistete sich die Bremer Hintermannschaft einen katastrophalen Schnitzer, den erneut Aileen Osterwold zum 3:4-Anschlusstreffer ausnutzte. Bei den Werder-Frauen sorgte das dritte Gästetor spürbar für große Verunsicherung. Goddard hätte in der 78. Minute jedoch schnell für entmutigte Mellendorferinnen sorgen können, doch ihr Schussversuch landete nur am Pfosten. Die knapp zehnminütige Nachspielzeit bedeutete Spannung pur. Nicht nur eine Gelb-Rote Karte, die sich Gästespielerin Mandy Turgulan noch übermotiviert einhandelte, sondern besonders die großen Torchancen der Mellendorferin Franziska Knopp (90.+5) sowie von Chadia Freyhat (90.+7) sorgten für flatternde Nerven auf beiden Seiten.

Letztendlich blieb es beim 4:3-Erfolg für Werder in einem Spiel, dass sicher noch länger in den Köpfen aller Beteiligten bleiben wird. Werder-Coach Dirk Hofmann gab sich nach dem Spiel nur wenig überrascht: „Der Mellendorfer TV kann auch Tore schießen, das habe ich meinen Spielerinnen vorher gesagt. Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht konzentriert genug." Unter dem Strich stehen jedoch drei wichtige Punkte, die sich auf dem Papier schlicht als Pflichtsieg abstempeln lassen dürften. In der kommenden Woche geht es im DFB-Pokal zum Auswärtsspiel nach Gütersloh. „Wir können erstmals ins Pokalviertelfinale einziehen, dafür werden wir alles geben", so Hofmann zuversichtlich.

Von Cord Sauer

Werder Bremen: Doll - William, Notthoff, Moelter, Votava - Scholz, Freyhat, König (46. S. Schneider), Wallenhorst, Uyar (46. Hamann/65. Buller) - Goddard

Mellendorfer TV: Ippensen - Seybusch, Arend, Marquard, Knopp - Böhlke (57. Turgulan), Spaude, Hinz, Gehring - Osterwold, Rose

Tore: 1:0 Goddard (7.), 2:0 Goddard (12.), 3:0 Goddard (28.), 3:1 Osterwold (40.), 4:1 Wallenhorst (53.), 4:2 Gehring (76.), 4:3 Osterwold (77.)

Gelbe Karten: Hinz (Mellendorf) / Wallenhorst (Werder)

Gelb-Rote Karten: Turgulan (Mellendorf)

Schiedsrichter: Heimann (Gladbeck)
Stadion „Platz 12": 115 Zuschauer

 

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