Doch so richtig aufregend wurde es erst noch einmal in der Schlussphase: Britta Kappel soll angeblich Jessica Golebiewski im Strafraum zu Fall gebracht haben und den anschließenden Elfmeter brachte Steffi Goddard zum 1:1 im Tor unter (87.). Jetzt nahm die Partie noch einmal richtig Fahrt auf. Fast wäre Werder sogar noch der zweite Treffer gelungen, doch Lisa-Marie Scholz bekam nicht genug Druck hinter ihren Kopfball aus 13 Metern (89.). Auf der anderen Seite war Kerstin Jäger plötzlich durch, scheiterte aber an Keeperin Jennifer Martens (90.+2). Leider muss man anmerken, dass Schiedsrichterin Jacqueline Herrmann die Partie völlig entglitt. Nachdem sie bei der Elfmeterentscheidung schon nicht gut aussah, ließ sie nun deutlich nachspielen und brachte dem SV Meppen durch eine weitere krasse Fehlentscheidung den Sieg. Nach einem Freistoß stand Kerstin Jäger deutlich im Abseits und konnte somit in der 97. (!) Spielminute zum 2:1-Endstand treffen.
„Das war natürlich ein kurioses Tor und eine unglückliche Entscheidung. Insgesamt haben wir das aber trotz der engen personellen Situation ganz gut gemacht, auch wenn wir in der einen oder anderen Situation die nötige Präsenz haben vermissen lassen", so das Fazit von Trainer Dirk Hofmann.
Norman Ibenthal
SV Meppen: Oude-Wesselink - , B. Kappel (90.+5 Manczynska), Zyla, Meiners, Boerger - Budde, Lögering, B. Kappel, Schulte, I. Kappel (73. Burgheim) - Jäger
Werder Bremen: Martens - Buller, Scholz, Holsten, Moelter - Notthoff, Schröder, Hamann, Golebiewski, Uyar (60. Schneider) - Goddard
Tore: 1:0 Jäger (43.), 1:1 Goddard (87.), 2:1 Jäger (90.+7)
Gelbe Karten: Burgheim (Meppen) - Notthoff (Werder)
Schiedsrichter: Jacqueline Herrmann (Hamburg)
MEP-Arena: 240 Zuschauer