Werders Frauen verlieren 1:5 beim Tabellenführer

Wie schon im Vorjahr musste Werder den Ball fünf Mal aus dem eigenen Netz holen.
Frauen
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Die erste gefährliche Aktion hatte Bremens Nahrin Uyar. Keine zwei Minuten waren gespielt, als die Stürmerin nach Freyhats Vorarbeit im Eins-gegen-Eins gegen HSV-Torfrau Weber scheiterte. Kurz darauf entschärfte Werders Keeperin Maria Doll eine ähnliche Aktion auf der Gegenseite (4.). Nur drei Minuten später gingen die Gastgeberinnen nach einem Eckball in Führung. Nach zwei erfolglosen Klärungsversuchen erzielte Meiforth aus dem Gewühl heraus das 0:1.

Werder Bremen ist es nicht gelungen, dem Tabellenführer der 2. Bundesliga Nord im Titelkampf ein Bein zu stellen. Gegen den Nordrivalen Hamburger SV II setzte es eine verdiente 1:5-Auswärtsniederlage. Die Werder-Frauen starteten in beiden Halbzeiten eigentlich ganz gut, kassierten aber jeweils frühe Gegentore. In der zweiten Hälfte wurde das Aufbäumen durch den Anschlusstreffer von Lisa-Marie Scholz zwischenzeitlich belohnt. Die endgültige Endscheidung fiel dann aber fünf Minuten vor dem Abpfiff, ehe HSV-Top-Stürmerin Patzke in der Schlussminute den Endstand markierte.

Kurz nach dem Rückstand kam es doppelt bitter für das Team von Holger Stemmann. Der Werder-Coach musste Angreiferin Uyar hinausnehmen, die einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen hatte, und wechselte Katharina Hamann ein (20.). Maren Wallenhorst rückte in den Sturm und holte wenig später 18 Meter vor dem Tor eine gute Freistoßchance heraus. Scholz schoss das Leder aus zentraler Position allerdings an Webers Tor vorbei (29.). Postwendend machten es die Hamburgerinnen besser und erhöhten auf 2:0. Timmermann überlief Holsten nach einer Eins-gegen-Eins-Situation und schob den Ball an Doll vorbei in die Maschen (30.).

Anschlusstreffer durch Scholz

Nach dem zweiten Treffer wurden die Gäste von der Weser etwas besser, bis zum Pausenpfiff passierte jedoch nichts mehr. Auch nach dem Seitenwechsel bestätigten die Werderanerinnen die nun bessere Leistung und wirkten entschlossen, das Derby noch einmal zu drehen. Das 0:3 fiel in dieser Phase sehr unglücklich. Wieder hatte Werder in einer Zweikampfsituation schlecht ausgesehen, so dass eine HSV-Spielerin frei von der äußeren Strafraumgrenze flanken konnte. Der angelupfte Ball flog in den Sechzehner, wo Nöhr freistand und aus naher Distanz einköpfte (54.).

Die Bremerinnen ließen sich davon jedoch nicht entmutigen und spielten weiter mit. Ein wunderschön heraus gespielter Angriff brachte schließlich den Anschlusstreffer. Wallenhorst dribbelte durchs Mittelfeld und spielte hinaus auf Liva Zunker, deren Flanke Scholz per Volleyschuss in den Giebel setzte (59.). Werder versuchte nun weiter Gas zu geben, das Engagement wurde aber nicht mit weiteren großen Torgelegenheiten belohnt.

Stattdessen kamen die Gastgeberinnen nach rund 70 Minuten zu einer weiteren dicken Chance, doch noch konnte Doll das 1:4 durch eine Klasse-Abwehr verhindern. Die Einwechslung der Hamburger Top-Stürmerin Kathrin Patzke brachte den HSV schließlich endgültig auf die Siegerstraße. Die Angreiferin bereitet zunächst nach guter Einzelaktion über rechts das 1:4 durch Höß vor, die nur den Fuß hinzuhalten brachte (85.), ehe sie selbst in der letzten Minute auf 1:5 erhöhte. Beiden Toren gingen erneut verlorene Eins-gegen-Eins-Situationen voraus, was Werders Trainer Holger Stemmann nach der Partie kritisierte. „Wir waren während des Spiels in solchen Situationen mehrmals nicht auf der Höhe. Die Hamburgerinnen waren einfach schneller, entschlossener und haben nicht zuletzt ihre große individuelle Klasse gezeigt", so der Coach.

Christoph Muxfeldt

 

Hamburger SV II: Weber, Mölter, Homp (75. Patzke), Brüggemann, Lehmann, Meiforth, Timmermann, Nöhr (89. Schacher), Höß, Hepfer, Scheib (87. Knobloch)

Werder Bremen: Doll - William, Scholz, Holsten, Votava - Sachau (65. Möhlmann), Notthoff - Zunker, Freyhat, Wallenhorst - Uyar (20. Hamann)

Tore: 1:0 Meiforth (7.), 2:0 Timmermann (30.), 3:0 Nöhr (54.), 3:1 Scholz (59.), 4:1 Höß (85.), 5:1 Patzke (90.)

Gelbe Karten: Lehmann (HSV) - Sachau (Werder)

Schiedsrichterin: Sinem Turac (Berlin)

Wolfgang-Meyer-Sportanlage: 87 Zuschauer

Ihr Browser ist veraltet.
Er wird nicht mehr aktualisiert.
Bitte laden Sie einen dieser aktuellen und kostenlosen Browser herunter.
Chrome Mozilla Firefox Microsoft Edge
Chrome Firefox Edge
Google Chrome
Mozilla Firefox
MS Edge
Warum benötige ich einen aktuellen Browser?
Sicherheit
Neuere Browser schützen besser vor Viren, Betrug, Datendiebstahl und anderen Bedrohungen Ihrer Privatsphäre und Sicherheit. Aktuelle Browser schließen Sicherheitslücken, durch die Angreifer in Ihren Computer gelangen können.
Neue Technologien
Die auf modernen Webseiten eingesetzten Techniken werden durch aktuelle Browser besser unterstützt. So erhöht sich die Funktionalität, und die Darstellung wird verbessert. Mit neuen Funktionen und Erweiterungen werden Sie schneller und einfacher im Internet surfen können.