Happy Birthday, WERDER FAN-WELT: Nach der Eröffnung im November 2010 feiert der grün-weiße Store an diesem Montag seinen dritten Geburtstag. Ein guter Grund, um mit der Leiterin der FAN-WELT, Georgette Wässa ...
Happy Birthday, WERDER FAN-WELT: Nach der Eröffnung im November 2010 feiert der grün-weiße Store an diesem Montag seinen dritten Geburtstag. Ein guter Grund, um mit der Leiterin der FAN-WELT, Georgette Wässa ...
Happy Birthday, WERDER FAN-WELT: Nach der Eröffnung im November 2010 feiert der grün-weiße Store an diesem Montag seinen dritten Geburtstag. Ein guter Grund, um mit der Leiterin der FAN-WELT, Georgette Wässa, über Kuriositäten, Witziges und mehr zu sprechen. Wässa steckt seit drei Jahren Tag für Tag ihr ganzes Herzblut in die FAN-WELT, bezeichnet sie als ihr „Baby" und kennt „jede Schraube persönlich mit Namen". Auch der Ex-Werderaner Marko Arnautovic profitierte einst davon ...
WERDER.DE: Lassen Sie die vergangenen drei Jahre der FAN-WELT doch mal Revue passieren. Würden Sie von einer Erfolgsgeschichte sprechen?
Georgette Wässa: „Die FAN-WELT ist nach wie vor eine Erfolgsgeschichte, weil sie mit diesem Store-Konzept in puncto Auftreten und visuellem Merchandising einmalig ist. Die Artikel sind durch ihre Art der Präsentation noch hochwertiger. Da kommt die Qualität erst so richtig zur Geltung. Gleichzeitig ist die FAN-WELT auch eine Erlebniswelt. Wir haben jede einzelne Rückwand anders gestaltet. In der Bremer Innenstadt gibt es kaum ein Geschäft, das seine Ware konsequent so präsentiert wie wir das machen. Ich glaube schon, dass wir unseren Fans etwas bieten."
WERDER.DE: Welche Herausforderung müssen Sie mit Ihrem Team tagtäglich meistern?
Georgette Wässa: „Die Besonderheit ist, dass das Konzept in der Woche für den normalen Verkauf, aber auch für spezielle Aktionen wie mit der Menschenmenge am Spieltag, funktioniert. Der Laden darf sich unter der Woche nicht leer anfühlen. An Heimspielen gehen dagegen mehrere tausend Menschen durch die FAN-WELT. Wir müssen dann dafür sorgen, dass der Kunde alles findet. Die Organisation zum Nachfüllen muss gewährleistet sein. Der Kassenablauf muss funktionieren, damit der Kunde so wenig wie möglich warten muss. Am Tag der Fans ist das für alle Mitarbeiter ebenfalls eine große Herausforderung."
WERDER.DE: Was denn noch?
Georgette Wässa: „Die Anforderung ist eine ganz andere. Wir sind kein normales Textilgeschäft, sondern ein kleines Warenhaus. Bei uns ist von der Kaffeetasse, über den Wackeldackel, zum Feuerzeug bis hin zu den Textilien alles vertreten. Wir haben beispielweise auch ein wahnsinnig flexibles Regalsystem, mit dem wir die FAN-WELT pausenlos umbauen, je nachdem wie groß das Sortiment ist, welche Aktion wir starten und wie viele Artikel wir rausbringen. Nur damit kann im Handel gearbeitet werden."
WERDER.DE: Vor drei Jahren gab es lediglich zwei kleinere Fanshops im Nord- sowie Ostbereich des Weser-Stadions. Wie viel angenehmer ist es mit der FAN-WELT?
Georgette Wässa: „Es ist sehr viel angenehmer, weil die Ware konzentriert an einem Punkt ist. Das macht es auch für unsere Kunden leichter. Früher dachte der Kunde: ‚Wenn es den Artikel in dem einen Fanshop nicht mehr gibt, versuche ich es mal in dem anderen‘. So musste sich der Kunde gerade an Spieltagen erneut durch die Menschmengen quetschen. Es ist für alle die beste Lösung."
WERDER.DE: Wer war denn der prominenteste Einkäufer, den Sie in der FAN-WELT je begrüßen durften?
Georgette Wässa: „Unsere prominentesten Einkäufer sind ganz klar unsere Spieler, die alle schon bei uns waren, viele sind regelmäßig hier. Aber auch VIP-Gäste, besonders an Spieltagen, wo sie sich zum Spiel erst in den VIP-Bereichen aufhalten und anschließend noch in die FAN-WELT kommen. Dann hatten wir Schauspieler und Fußball-Prominenz aus vergangenen Zeiten da. Oder Präsidenten von anderen Fußballvereinen - auch aus dem Ausland."
WERDER.DE: Alle Anhänger haben in der FAN-WELT nicht nur die Möglichkeit, Werder-Artikel zu kaufen, sondern können immer mal wieder außergewöhnliche Aktionen erleben. Was war Ihrer Meinung nach die schönste Aktion?
Georgette Wässa: „Immer wieder beeindruckend waren unsere Autogrammstunden. Da kommen die Spieler zu uns in den Laden und die Fans haben die Möglichkeit, kurz mit ihnen zu plaudern, sich die Unterschrift abzuholen und zusätzlich noch ein Bild mit ihrem Lieblingsspieler zu machen. Die größte Aufmerksamkeit hatte die Autogrammstunde mit Claudio Pizarro. Da gab es eine Schlange bis zum Osterdeich. Schön ist aber auch immer wieder unser kleiner Weihnachtsmarkt mit den Bremer Weihnachtsgeschichten und dem Nikolaus am 6. Dezember."
WERDER.DE: Haben sich dabei schon mal Kuriositäten zugetragen?
Georgette Wässa: „Nicht direkt dazu, aber zum Start der FAN-WELT. Etwa zehn Minuten vor der offiziellen Eröffnung herrschte ein Moment der absoluten Ruhe im Laden. Es war kein Personal mehr da, das noch irgendetwas in die Regale räumte. Ich kam aus dem Personalbereich und ging zu den Umkleidekabinen, wo ich plötzlich auf einen Mann mit Basecap traf. Er fragte mich ganz erstaunt, wo denn die Kabine sei."
WERDER.DE: Was haben Sie geantwortet?
Georgette Wässa: „Ich wies ihm den Weg: Treppe hoch, gleich links hinter den Trikots. Ich wunderte mich, wie denn ein Kunde schon vor der Eröffnung in den Laden gekommen war. Als er wieder die Treppe herunterkam, bemerkte ich erst, dass es Marko Arnautovic war. Jetzt wurde mir bewusst, dass er die Mannschaftskabine suchte und nicht unsere Umkleide. Das war ein witziger Moment, an den ich immer denken werde. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie er es überhaupt geschafft hat, in den Laden zu kommen, der noch gar nicht geöffnet hatte."
WERDER.DE: Den teuersten Einkauf hat Arnautovic nach Ihrer ‚Rettungsaktion‘ aber nicht getätigt, oder?
Georgette Wässa: „Marko Arnautovic war häufiger bei uns und hat immer mal wieder was gekauft. Es war aber nicht der teuerste Einkauf. Unsere teuersten Einzelverkäufe treten immer auf, wenn unser Strandkorb verkauft wird. Darüber hinaus gab es aber auch schon Kunden, die so viele Artikel gekauft hatten, dass der Gesamtwert höher war als der des Strandkorbs."
WERDER.DE: Welcher Artikel wird insgesamt am meisten verkauft? Das Trikot? Oder doch etwas Anderes?
Georgette Wässa: „Nein, jedes Jahr aufs Neue ist es das Trikot."
WERDER.DE: Aber der verrückteste Artikel dürfte sicherlich ein anderer sein, oder?
Georgette Wässa: „Im aktuellen Sortiment ist es der Wackelboxer, die Werder-Version des Wackel-Dackels. Der scheint sich in die Herzen der Fans gewackelt zu haben. Wir haben natürlich auch Artikel wie Waschbeckenstöpsel, Eiersäcke oder kleine Wichtelmänner, die einen anlachen. Alles natürlich im Werder-Look."
WERDER.DE: Werden Sie eigentlich immer wieder auch von kuriosen Wünschen der Fans überrascht?
Georgette Wässa: „Klar. Jeder Kunde hat seine Wünsche. Die einen haben schon nach Unterwäsche gefragt, andere nach bedrucktem Toilettenpapier. Der Fantasie sind da eigentlich keine Grenzen gesetzt. Leider können wir nicht jeden Wunsch erfüllen, da wir die Artikel unter gewissen Gesichtspunkten auswählen. Die Produktionsmenge ist da zum Beispiel entscheidend. Zurzeit laufen verschiedene Umfragen zu diesem Thema, deren Ergebnisse wir berücksichtigen werden."
WERDER.DE: Abschließende Frage: Wie abhängig ist der Verkauf vom sportlichen Erfolg der Mannschaft?
Georgette Wässa: „Wir verkaufen Emotionen. Entsprechend sind wir auch davon abhängig, welche Emotionen der Kunde gerade in sich trägt und das dann auch gerne in Form unserer Artikel nach außen zeigt. Klar ist, dass jeder begeisterter ist, je mehr Punkte das Team in der Bundesliga hat. Der Kunde trägt die Raute im Herzen - und vor allem im Erfolgsfall gerne nach außen."
