Werders U 23 faszinierte Zuschauer in Berlin

Werders freut sich über das 1:0 durch Martin Harnik.
U23
Samstag, 02.12.2006 / 01:33 Uhr

Es war schon beeindruckend, wie Werders U 23 an der Alten Försterei aufgetreten ist. Die Grün-Weißen brannten beim 2:0-Erfolg über den 1. FC Union Berlin ein wahres Fußball-Feuerwerk ab. "Es war eine der besten Leistungen der Mannschaft in den letzten Jahren. Wir haben über neunzig Minuten den Gegner beherrscht und nicht eine Torchance zugelassen", freute sich Werder-Coach Thomas Wolter. Auch Jérôme Polenz sprach von einem überzeugenden Erfolg: "Berlin hatte keine Torchance. Wir waren klar überlegen und haben unser spielerisches Vermögen ausgeschöpft. Der Sieg hätte auch noch durchaus höher ausfallen können."

 

Dementsprechend groß war auch die Anerkennung, die der Werder-Mannschaft nach dem Schlusspfiff entgegen gebracht wurde. "Ich muss mich erst einmal von den vielen Lobeshymnen seitens Unions erholen, die auf uns eingeprasselt sind. Ich denke, das sagt viel über die heutige Leistung aus", erklärte Thomas Wolter. Einer der Gratulanten war Union-Coach Christian Schreier, der von dem sehenswerten Kombinationsfußball schwärmte: "Dieser Sieg war mehr, mehr als verdient. Ich bin immer noch fasziniert von dem Fußballspiel von Werders U 23. Kompliment an die Mannschaft von Thomas Wolter. Das, was sie heute gezeigt hat, war allererste Sahne."

 

Von der ersten Minute an waren die Bremer die deutlich bessere Mannschaft und kontrollierten Ball und Gegner nach Belieben. Jedoch taten sich die Werderaner, wie schon in der Vorwoche gegen Hertha BSC, in der Chancenverwertung schwer. Erst nach dem Führungstreffer sei, wie Thomas Wolter erklärte, "der Knoten geplatzt." "Wenn wir konsequenter vor dem Tor gewesen wären, hätte es zur Halbzeit schon 3:0 stehen können", sagte auch Kevin Artmann, der zusammen mit Amaury Bischoff im offensiven Mittelfeld erneut eine ganz starke Vorstellung ablieferte. "Es hat heute sehr viel Spaß gemacht und wir haben sicherlich verdient gewonnen. Aber es war eine geschlossene Teamleistung, durch die solche Spielstafetten überhaupt erst zu Stande kamen", gab der U 20-Nationalspieler das Lob an seine Mannschaftskollegen weiter.

 

Aber nicht nur spielerisch, sondern auch kämpferisch überzeugte Werder vor den über 6000 Zuschauer im emotionsgeladenen Berliner Stadion: "Wir wussten, was uns hier heute erwartet. Es war entscheidend, dass wir die Zweikämpfe so gut angenommen haben", sagte Jérôme Polenz, der seine engagierte Leistung mit dem Tor zum 2:0 krönte: "Ich hätte gegen Hertha BSC letzte Woche schon treffen müssen. Ich habe mich heute sehr gut mit Martin Harnik ergänzt und es wurde mal wieder Zeit, dass ich ein Tor schieße." Für den gebürtigen Berliner, der nach der Partie bei seiner Familie in der Bundeshauptstadt blieb, war das 2:0 der vierte Treffer in der laufenden Saison.

 

Kurioserweise treffen die Grün-Weißen in den letzten Wochen auswärts lieber als im heimischen Regionalliga-Stadion "Platz 11". Und das, obwohl die Auswärtsschwäche bei Werder für lange Zeit als Manko galt, dagegen die Heimstärke immer wieder hervorgehoben wurde. Dies scheint sich in den letzten Wochen gedreht zu haben. "Auswärts spielen wir derzeit auf jeden Fall effizienter als zuhause. Gut, dass wir nächste Woche auch noch mal reisen müssen", weist Kevin Artmann auf das letzte Spiel vor der Winterpause hin. Beim SV Wilhelmshaven starten die Bremer am kommenden Samstag in die Rückrunde. Amaury Bischoff wird die Partie dann jedoch nur von der Tribüne aus mit ansehen können, denn der Franzose sah gegen Berlin seine fünfte gelbe Karte und fehlt somit im Jadestadion.

 

von Norman Ibenthal

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