Polenz: "So ist das halt im Fußball"

Werders U 23 freuts ich über den Sieg gegen Emden. (Foto: Rospek)
U23
Samstag, 12.08.2006 / 19:50 Uhr

"Ich kann mich nicht daran erinnern, wann wir das letzte Mal aus den ersten drei Spielen der Saison sieben Punkte geholt haben. Das muss schon lange her sein", sagte Werders Trainer Thomas Wolter nach dem Erfolg gegen Kickers Emden. Der Bremer Coach muss dabei gar nicht so weit in den Statistiken zurückblättern. In der Saison 2002/2003 gewann Werder an den ersten drei Spieltagen erst gegen den SC Verl (1:0), besiegte die Hamburger Reserve anschließend mit 3:2 und holte gegen Holstein Kiel ein 2:2-Unentschieden.

 

Durch den Erfolg sind die Bremer nun schon seit elf Spielen im Regionalliga-Stadion "Platz 11" ungeschlagen. Doch vor allem in der Anfangsphase durften bei den rund 500 Zuschauern leichte Zweifel aufkommen, ob die Erfolgsserie weiter anhalten wird. Bereits nach vier Minuten gerieten die Hausherren in Rückstand. "Die ersten zehn Minuten waren wir nicht richtig da", bestätigte Florian Mohr, der hinzufügte, dass der Gegentreffer "das Team dann aber wachgerüttelt hat." So sah es auch Jérôme Polenz, der vor dem Treffer gegen den Torschützen Dennis Tornieporth den entscheidenden Zweikampf verloren hatte. "Nach dem Tor sind wir besser ins Spiel gekommen."

 

Seinen Fehler zum Bremer Rückstand machte der Jung-Profi jedoch wenig später mit einem wunderschönen Kopfballtreffer wieder wett. "So ist das halt im Fußball. Im einen Moment bist du der Depp und im anderen der Held", so Polenz, der den späteren Siegtreffer von Martin Harnik auch noch vorbereitete. Das Kuriose dabei war, dass der 19-Jährige die Partie als Abwehrspieler begonnen hatte und nach dem Gegentor zur Belebung der Offensive in den Angriff rückte. "Die Umstellung ist mir nicht schwer gefallen. Ich bin auf beiden Positionen ausgebildet worden und fühle mich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wohl."

 

Auf seiner Lieblingsposition durfte gegen Kickers Emden auch Marc Heider auflaufen. Nachdem er an den vorherigen beiden Spieltagen als Joker überzeugt hat, brachte ihn Trainer Thomas Wolter dieses Mal von Beginn an. "In der Vorbereitung habe ich auch mal links im Mittelfeld und in der Abwehr gespielt. Heute durfte ich da spielen, wo ich mich am wohlsten fühle. Das nächste Ziel ist es jetzt natürlich auch einmal selbst zu treffen", so Heider, der die Flanke zum Ausgleichstreffer schlug. Der Neuzugang vom VfL Osnabrück freute sich über das erfolgreiche Debüt in der Startformation: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Das Spiel ist ganz gut gelaufen. Ich hoffe natürlich, dass es so weiter geht aber ich habe noch keinen Stammplatz, ich muss mich weiterhin in das Team reinkämpfen." Eine Premiere feierte auch Dominik Schmidt. Der Defensivakteur kam gegen Emden zu seinem ersten Regionalliga-Einsatz.

 

Dass Werder den Sieg, nicht wie beim 3:3 gegen Leverkusen, über die Zeit brachte, war auch ein Verdienst der sicher stehenden Abwehr, die seit Saisonbeginn starke Leistungen abliefert. "Wir haben uns dieses Jahr sehr gut eingespielt und können auf den Positionen auch sehr gut wechseln", erklärte Florian Mohr, auf den mit seinem Teamkollegen am kommenden Wochenende eine ganz schwere Aufgabe zukommt. Werders U 23 muss beim FC St. Pauli antreten. "Mal schauen, was da so los ist", freut sich der 21-Jährige auf die Partie am Millerntor. Auch bei Marc Heider ist die Vorfreude groß: "Ich bin schon gespannt auf die Atmosphäre. Da macht Fußball doch Spaß." Verstecken werden sich die Bremer dort jedenfalls nicht. "Wir haben jetzt ein gutes Polster, auf das wir aufbauen können. Wir fahren mit einem großen Selbstvertrauen nach Hamburg", so Jérôme Polenz zuversichtlich.

 

von Norman Ibenthal

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