Auf seiner Lieblingsposition durfte gegen Kickers Emden auch Marc Heider auflaufen. Nachdem er an den vorherigen beiden Spieltagen als Joker überzeugt hat, brachte ihn Trainer Thomas Wolter dieses Mal von Beginn an. "In der Vorbereitung habe ich auch mal links im Mittelfeld und in der Abwehr gespielt. Heute durfte ich da spielen, wo ich mich am wohlsten fühle. Das nächste Ziel ist es jetzt natürlich auch einmal selbst zu treffen", so Heider, der die Flanke zum Ausgleichstreffer schlug. Der Neuzugang vom VfL Osnabrück freute sich über das erfolgreiche Debüt in der Startformation: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Das Spiel ist ganz gut gelaufen. Ich hoffe natürlich, dass es so weiter geht aber ich habe noch keinen Stammplatz, ich muss mich weiterhin in das Team reinkämpfen." Eine Premiere feierte auch Dominik Schmidt. Der Defensivakteur kam gegen Emden zu seinem ersten Regionalliga-Einsatz.
Dass Werder den Sieg, nicht wie beim 3:3 gegen Leverkusen, über die Zeit brachte, war auch ein Verdienst der sicher stehenden Abwehr, die seit Saisonbeginn starke Leistungen abliefert. "Wir haben uns dieses Jahr sehr gut eingespielt und können auf den Positionen auch sehr gut wechseln", erklärte Florian Mohr, auf den mit seinem Teamkollegen am kommenden Wochenende eine ganz schwere Aufgabe zukommt. Werders U 23 muss beim FC St. Pauli antreten. "Mal schauen, was da so los ist", freut sich der 21-Jährige auf die Partie am Millerntor. Auch bei Marc Heider ist die Vorfreude groß: "Ich bin schon gespannt auf die Atmosphäre. Da macht Fußball doch Spaß." Verstecken werden sich die Bremer dort jedenfalls nicht. "Wir haben jetzt ein gutes Polster, auf das wir aufbauen können. Wir fahren mit einem großen Selbstvertrauen nach Hamburg", so Jérôme Polenz zuversichtlich.
von Norman Ibenthal