Unglaublich! Jensen hält schon wieder Elfer

Ali Avcioglu, Thiago Rockenbach da Silva und Kevin Wittke freuten sich mit Daniel Brückner über seinen Treffer.
U23
Samstag, 27.05.2006 / 19:20 Uhr

Gespannt richteten sich alle Augen der Zuschauer, Spieler, Trainer und Betreuer auf Platz 12 in den Strafraum der Bremer. FC-Spieler Alaattin Tosun lief zum Elfmeter an und … gehalten. Werders Schlussmann Kasper Jensen bringt die Gegenspieler vom Elfmeterpunkt zur Verzweiflung. Bereits zum fünften Mal in Folge parierte der Däne einen Strafstoß. "Das ist schon was für das Guinness Buch der Rekorde. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass schon jemand so eine Serie aufgestellt hat", so Trainer Thomas Wolter, der mit seiner Aussage leider nicht bestätigt werden kann. Zwar ist diese Serie in der Regionalliga wahrscheinlich ein bislang einmaliger Rekord, doch in der Bundesliga gibt es einen, der noch häufiger im Elfer-Duell Sieger blieb. Gegen den jetzigen VfL Wolfsburg-Keeper Simon Jentzsch konnten im Trikot des TSV 1860 München acht Elfmeter in Folge nicht verwandelt werden. Fünf Strafstöße hielt der 30-Jährige, dreimal verfehlten die Schützen das Tor.

 

Den Bremer Coach wird es kaum stören. Für Thomas Wolter zählt sein Torwart zu den Garanten für den Klassenerhalt: "Kasper hat eine überragende Rückrunde gespielt." Lediglich Torwart-Trainer Eckart Paradies sah noch Verbesserungsbedarf bei seinem Schützling. "Es wird jetzt auch mal langsam Zeit, dass er einen Elfer festhält", scherzte "Ecki".

 

Doch nicht nur die Serie von Kasper Jensen sondern des gesamten Teams hielt weiter an. Werder ist nun seit neun Spielen auf eigenem Platz nicht mehr besiegt worden. 27 Punkte holten die Grün-Weißen, die die Saison auf Rang zwölf beenden, in der Rückrunde. Lediglich die Aufsteiger Rot-Weiss Essen und Carl-Zeiss Jena sowie Düsseldorf, Lübeck und Emden können eine bessere Ausbeute aufweisen. "Hätten wir in der Hinserie eine ähnliche Punktezahl erreicht, wären wir erst gar nicht in Abstiegsgefahr geraten", so Thomas Wolter, der jedoch erwartet, dass es auch in der kommenden Saison nicht einfacher wird. "Für die Nachwuchsteams der Bundesligisten wird es immer schwieriger werden, in dieser Liga zu bestehen." Umso größer sei dementsprechend die Last gewesen, die nach dem erreichten Klassenerhalt in Essen von den Schultern seiner Mannschaft gefallen sei. "Daher ist es verständlich gewesen, dass wir heute in der Schlussphase nicht mehr ganz konzentriert waren", erklärte Wolter, der damit die beiden Gegentreffer ansprach.

 

Erwähnenswert sind jedoch auch die beiden Werder-Treffer. Amaury Bischoff hatte Bremen in Führung gebracht und rannte nach seinem Tor schnurstracks auf den zu dem Zeitpunkt noch auf der Bank sitzenden Daniel Brückner zu. "Daniel ist ein sehr guter Freund von mir und ich wollte mich einfach mit ihm freuen", erklärte der Franzose. Sein Teamkollege konnte ebenfalls als Torschütze glänzen. Ausgerechnet in seinem letzten Spiel für Werder erzielte Daniel Brückner seinen ersten Saisontreffer. "Das ist natürlich ein schöner Abschluss für Daniel. Ich freue mich, dass heute auch noch einmal Kevin Wittke und Ali Avcioglu spielen konnten, und sie sich somit von den Fans verabschieden konnten", so Thomas Wolter. Eine offizielle Verabschiedung wird am Sonntag bei einem Mannschaftsessen stattfinden.

 

Szenen der Verabschiedung spielten sich auch bei der Auswechslung von Kapitän Björn Schierenbeck ab. Seine Teamkollegen honorierten seine Leistung mit Standing Ovations und auch die zahlreichen Werder-Fans feierten den Mannschaftsführer mit "Schierenbeck, Schierenbeck"-Rufen. Ganz wird sich "Schiere" jedoch nicht vom Fußball zurückziehen. Zum einen wird er noch mehr in die Arbeit des Werder-Leistungszentrums mit eingebunden und zum anderen wird der 31-Jährige die komplette Vorbereitung der U 23 mitmachen und als Stand-by-Spieler zur Verfügung stehen. "Es wird bestimmt nicht mein letztes Spiel gewesen sein", so Björn Schierenbeck.

 

Norman Ibenthal

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