Trotz des 2:1: Wolter warnt vor zuviel Euphorie

Sebastian Schachten erzielte per Elfmeter gegen Berlinden Ausgleich.
U23
Sonntag, 02.04.2006 / 19:23 Uhr

Für Debütanten hat Werders U 23-Trainer Thomas Wolter im neuen Jahr ein glückliches Händchen. Gegen Kickers Emden schickte er Neuzugang Kenny Schmidt aufs Feld...

Für Debütanten hat Werders U 23-Trainer Thomas Wolter im neuen Jahr ein glückliches Händchen. Gegen Kickers Emden schickte er Neuzugang Kenny Schmidt aufs Feld, der nach nur wenigen Minuten den 2:2-Ausgleichstreffer von Martin Harnik auflegte und auch gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC wiederholte sich dieses Kunststück. U 19-Spieler Renke Pflug kam zu seinem ersten Regionalligaeinsatz, eroberte sich im Mittelfeld sehenswert den Ball, passte ebenfalls auf Martin Harnik, der dieses Mal zum 2:1-Siegtreffer einnetzte. "Das ist natürlich ein super Gefühl. Der Trainer hat zu mir vor meiner Einwechslung gesagt, dass ich einfach frech spielen soll. Das hab ich dann einfach gemacht", so der überglückliche Vorbereiter nach dem Schlusspfiff. "Er hat genau das gemacht, was ich von ihm verlangt habe – für viel Wirbel gesorgt", lobte Trainer Thomas Wolter den A-Jugendlichen, der im Januar bereits mit der U 23 im Trainingslager auf Mallorca war.

 

Dabei wäre es fast gar nicht zu der gelungenen Co-Produktion zwischen Martin Harnik und Renke Pflug gekommen. "Ich hatte die Wahl Renke für Martin Harnik oder für Kevin Artmann einzuwechseln. Aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass Martin vielleicht noch einen reinmacht. Schön, dass mich mein Gefühl da nicht getäuscht hat", erklärte Thomas Wolter.

 

Ein gutes Gefühl muss wohl auch Sebastian Schachten wenige Minuten zuvor gehabt haben, als er sich beim Elfmeter den Ball schnappte und sicher zum 1:1 ausglich. "Den wollte ich unbedingt reinmachen. Gegen Leverkusen wurde mir mein Treffer aberkannt, heute wurden ich und die ganze Mannschaft belohnt", freute sich der 21-Jährige, der eigentlich überhaupt nicht zu den etatmäßigen Elfmeterschützen zählt. "Thiago war durch seine Gelbsperre nicht dabei und Amaury sowie Kevin Artmann waren bereits nicht mehr auf dem Feld. Da mussten die Jungs das unter sich ausmachen", erklärte Trainer Thomas Wolter. Am Elfmeter gab es laut des Gefoulten nichts zu deuteln: "Das war ein klares Ding. Ich wäre sonst zum Abschluss gekommen", sagte Dominic Peitz.

 

Mit 29 Punkten liegen die Bremer nun auf dem 15. Tabellenplatz. Punktgleich davor rangiert auf dem ersten Nichtabstiegsplatz die Reserve des Hamburger SV, die mit 0:2 gegen Preußen Münster verlor. "Durch den Erfolg sind wir jetzt ganz dicht dran. Aber es war nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, wir haben noch nichts erreicht", stellte Thomas Wolter energisch klar, der mit seinem Team auch auswärts nun endlich mal wieder Punkte einfahren will. Seit fünf Spieltagen warten die Grün-Weißen auf einen Punktgewinn auf fremden Platz. Am kommenden Samstag, 08.04.06, müssen die Bremer um 14 Uhr beim SC Preußen Münster antreten.

 

Norman Ibenthal

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