Nach dem 2:1: Werders Serien halten weiterhin an

Dominic Peitz überzeugte wie seine Teamkollegen mit einer starken Leistung.
U23
Mittwoch, 29.03.2006 / 22:43 Uhr

Werders Serie gegen Fortuna Düsseldorf bleibt bestehen. Auch im achten Spiel in der Regionalliga gelang es der Fortuna nicht, die Bremer zu besiegen. Thomas Wolter freute sich zwar über den Fortbestand der erfolgreichen Spiele gegen die Düsseldorfer, sagte aber auch: "Auf Serien darf man nicht so viel geben. Düsseldorf war bis heute auch sechs Spiele lang unbesiegt. Irgendwann findet jede Serie einmal ein Ende."

 

Tatsache bleibt jedoch, dass Werder im neuen Jahr auf dem eigenen Platz weiterhin ungeschlagen bleibt. Nach dem Unentschieden gegen Kickers Emden und dem Sieg gegen Wuppertal folgte am heutigen Abend vor rund 500 Zuschauern ein weiterer Erfolg. "Zuhause ist die Motivation noch größer. Die Unterstützung der Fans ist fantastisch, da fühlen wir uns richtig wohl", so Thiago Rockenbach da Silva. Der Brasilianer glänzte erneut mit einer starken Vorstellung und steuerte den Treffer zum 1:0 selbst bei. "Thiago spielt eine sehr, sehr gute Saison. Man merkt, dass er endlich im Herrenfußball angekommen ist", lobte Trainer Thomas Wolter, der mit der gesamten Mannschaft zufrieden war.

 

Dazu zählten am Mittwochabend auch die beiden Profis Pekka Lagerblom und Christian Vander. "Es war so abgesprochen, dass, wenn es sich zeitlich ergibt, wir in der Regionalliga aushelfen. Mein letztes Spiel ist schon eine Weile her, da war es ganz schön, endlich einmal wieder Spielpraxis zu sammeln. Es macht auch riesig Spaß mit den Jungs. Und wenn man dann noch vor so einer Kulisse wie heute erfolgreich ist, freut man sich natürlich umso mehr", erklärte Keeper Christian Vander, der ebenfalls seine Serie bei den U 23-Junioren weiter ausbaute. Der 25-Jährige blieb auch im vierten Spiel in der Regionalliga mit den Bremern ungeschlagen. Und daran hatte Christian Vander selbst großen Anteil, indem er in der 18.Minute den Elfmeter von Jörg Albertz abwehrte. Der Schlussmann zeigte sich jedoch bescheiden: "Das war reine Glückssache."

 

Doch auch Pekka Lagerblom war die erhoffte Verstärkung im Mittelfeld. "Pekka ist heute viele Wege gelaufen und hat zahlreiche Löcher gestoppt. Die Qualität, die beide mitgebracht haben, macht sich schon bemerkbar", sagte Thomas Wolter. Beinahe wäre mit Leon Andreasen noch ein weiterer Profi in der Regionalliga aufgelaufen, doch der Däne musste aufgrund von Rückenschmerzen kurz vor dem Anpfiff passen. Für ihn stand Francis Banecki in der Startaufstellung. "Obwohl Francis erst fünf Minuten vor Beginn erfahren hat, dass er spielt, hat er eine starke Leistung gebracht", lobte Wolter.

 

Die hatte der Bremer Coach nach der Niederlage gegen Leverkusen auch von seiner Mannschaft gefordert. "Diese Leidenschaft und dieses Engagement, das wir heute gezeigt haben, würde ich mir in jedem Spiel wünschen. Dann würden wir gar nicht so tief in der Tabelle stehen", erklärte Wolter, der von einem "überlebenswichtigen Sieg" sprach. Womit er auch Recht haben könnte, denn fast alle Mitkonkurrenten im Abstiegskampf haben in den Nachholspielen gepunktet. Durch den Erfolg haben die Bremer jedoch weiterhin nur noch zwei Zähler Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Und der soll weiter verkürzt werden: "Jedes Spiel ist jetzt für uns das Wichtigste. Gegen Hertha holen wir auch drei Punkte", gibt sich Thiago Rockenbach da Silva vor der Partie gegen die Berliner kämpferisch.

 

Dann kann vielleicht auch schon wieder Angreifer Martin Harnik die Offensive verstärken. Wie eine weitere Untersuchung ergab, hat sich der 18-Jährige den Fuß doch nicht angebrochen. "Eine Computer-Tomographie hat gestern den Bruch nicht bestätigt. Es handelt sich glücklicherweise nur um eine schwere Prellung. Ich bin schon wieder im Lauftraining und hoffe, dass ich gegen Berlin zumindest wieder auf der Bank sitzen kann", erklärte der österreichische U 21-Nationalspieler. Dagegen wird Thiago Rockenbach da Silva die Partie gegen die Reserve von Hertha nur als Zuschauer erleben. Der Brasilianer sah gegen Düsseldorf seine fünfte Gelbe Karte.

 

Norman Ibenthal

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