Das ist der 15. Spieltag der Regionalliga Nord

Kevin Artmann muss mit Werders U 23 in Kiel antreten.
U23
Freitag, 28.10.2005 / 09:29 Uhr

Zum Auftakt des 15. Spieltages in der Regionalliga Nord erwartet Preußen Münster heute ab 19.30 Uhr den Tabellenführer VfB Lübeck im Preußen-Stadion. Währen die Gastgeber nach dem 0:0 in Emden immerhin seit vier Spieltagen ungeschlagen sind, eroberten die Grün-Weißen zuletzt dank des 3:1-Heimsieges gegen Hertha BSC Berlin II die Spitze zurück. Dabei musste Trainer Stefan Böger jedoch einen dicken Wermutstropfen hinnehmen: Stürmer Tobias Schweinsteiger, der ältere Bruder von Nationalspieler Bastian, zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt jetzt für ein halbes Jahr aus. Bei den Preußen muss Trainer Colin Bell auf den gelbgesperrten Dennis Probst verzichten. Auch für Oliver Beer (Innenbandanriss) kommt die Partie zu früh.

Rot-Weiss Essen erwartet Schlusslicht 1. FC Köln II

 

Die weiteren acht Begegnungen werden komplett am Samstag ab 14 Uhr ausgetragen. Dabei stehen sich mit Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen II und Rot-Weiß Oberhausen zwei Mannschaften gegenüber, die zurzeit Abstiegsplätze belegen. Während die Leverkusener zuletzt eine Woche nach ihrem 6:2-Triumph gegen Lübeck eine 0:2-Niederlage in Düsseldorf hinnehmen mussten, verließ RWO durch den 1:0-Heimsieg gegen den Wuppertaler SV zumindest den letzten Tabellenplatz. "Jetzt rechnen wir uns auch in Leverkusen etwas aus", gab sich RWO-Trainer Harry Pleß zuversichtlich, obwohl die "Generalprobe" unter der Woche im Niederrhein-Pokal bei Fortuna Düsseldorf (0:1) daneben ging. Auswärts ist RWO noch sieglos. Ohne Kapitän Ali Bilgin und Torhüter André Maczkowiak (beide Leisten-Operation) erwartet Aufstiegs-Favorit Rot-Weiss Essen den Tabellenletzten 1. FC Köln II. "Wir haben überhaupt keinen Grund, die Kölner zu unterschätzen", warnt RWE-Trainer Uwe Neuhaus, der weiß: "Wenn wir den Anschluss an Lübeck und Kiel halten wollen, dürfen wir uns keine Ausrutscher mehr erlauben."

 

"Pokal-Helden" des FC St. Pauli in Wattenscheid zu Gast

 

Vier Tage nach dem 4:0-Pokal-Triumph gegen Zweitliga-Tabellenführer VfL Bochum ist der FC St. Pauli bei der SG Wattenscheid 09 zu Gast. Trainer Andreas Bergmann hofft in der Lohrheide auf den Einsatz von "Leitwolf" Thomas Meggle (Adduktorenreizung). Bei den seit fünf Spieltagen sieglosen Wattenscheidern plagt sich Torjäger Abdul Iyodo mit Oberschenkelproblemen. Der VfL Osnabrück, der inzwischen seinen Einspruch gegen die Wertung der 1:2-Niederlage in Essen zurückgezogen hat, kämpft beim Heimspiel gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV um den Anschluss zur Spitzengruppe. VfL-Kapitän Markus Feldhoff hat seine Rotsperre abgesessen.

 

Thüringen-Derby zwischen Jena und Erfurt

 

Der Tabellenzweite Holstein Kiel, dessen Erfolgsserie von sieben Siegen in Serie zuletzt durch die 0:3-Niederlage bei der HSV- Reserve zu Ende ging, muss beim nächsten Nord-Duell gegen die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen ohne Routinier André Breitenreiter (fünfte Gelbe Karte) auskommen. Bei den Grün-Weißen fehlt weiterhin der rotgesperrte Francis Banecki. Mit besonderer Spannung wird das Thüringen-Derby zwischen dem starken Neuling FC Carl Zeiss Jena und Rot-Weiß Erfurt erwartet. Während die Gastgeber durch vier Siege in Folge endgültig in den Kreis der Aufstiegsaspiranten aufgerückt ist, müssen sich die Rot-Weißen mit einem Mittelfeldplatz begnügen. Auswärts holte die Mannschaft von Trainer Pavel Dotchev erst einen Zähler. Bei Jena muss Ronny Thielemann wegen einer Gelbsperre passen.

 

Chemnitzer FC gegen Kickers Emden unter Zugzwang

 

Der Chemnitzer FC, der auf Rot-Sünder Thorsten Görke verzichten muss, ist vor dem Heimspiel gegen Neuling Kickers Emden unter Zugzwang geraten. Nur mit einem Sieg könnten die Sachsen die Abstiegsplätze verlassen. Hertha BSC Berlin II, als Tabellensechster die erfolgreichste Profi-Reserve der Regionalliga Nord, empfängt Fortuna Düsseldorf. "Die Berliner Jungs können alle sehr gut Fußball spielen und sind auch taktisch hervorragend ausgebildet", weiß Fortuna-Trainer Uwe Weidemann: Wenn sie erst einmal ins Rollen gekommen sind, können sie Fußball regelrecht zelebrieren. Das wird ein ganz dicker Brocken für uns."

 

Quelle: DFB

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