Mit nur einem Punkt Rückstand auf Werder liegen die Chemnitzer derzeit auf dem 17. Rang und zählen somit zum direkten Konkurrentenkreis im Abstiegskampf. "Wir haben den FC beobachten lassen. Sie haben in der Sommerpause in der Defensive auf eine Viererkette umgestellt, die bislang sehr gut steht", erklärt Wolter. "Zudem sind sie Jahre lang im Abstiegskampf erprobt."
Dennoch gelang es den Chemnitzern bisher noch nicht, ihre Leistungen zu stabilisieren. Erst zwei Siege konnte der FC in der neuen Saison verbuchen, einer davon gelang jedoch gegen den Aufstiegsaspiranten VfL Osnabrück. Zuletzt musste die Mannschaft von Trainer Dietmar Demuth dagegen eine 0:3-Niederlage gegen die Reserve des Hamburger SV hinnehmen.
Noch nie gelang es Werder, drei Punkte aus dem Stadion an der Gellertstraße zu entführen. In vier Partien verloren die Hanseaten dreimal, in der vergangenen Saison gelang zumindest ein 0:0-Unentschieden. "Serien sind dazu da, um gebrochen zu werden. Es wird Zeit, einen Sieg einzufahren", fordert Thomas Wolter. "Außerdem habe ich keine Lust, sieben Stunden mit dem Bus zu fahren und dann zu verlieren."
Auswärts war für Werder in dieser Saison bislang noch nicht viel zu holen. Nur einen Punkt konnten die Bremer von fremden Plätzen entführen. "Wir haben auswärts bis auf das Spiel in Hamburg immer eine gute Leistung abgeliefert. Doch der Ertrag, den wir eingefahren haben, steht in keinem Verhältnis zu dem Aufwand, den wir betrieben haben", so Wolter.
Auf Unterstützung aus der Bundesligamannschaft dürfen die U 23-Junioren für die Begegnung in Chemnitz nicht hoffen. "Es kann sogar sein, dass wir aufgrund der angespannten Personalsituation bei den Profis den einen oder anderen Spieler in Bremen lassen müssen", erklärt der Regionalligatrainer, der in Chemnitz auch auf den gesperrten Francis Banecki verzichten muss.