VfL Osnabrück, FC Ingolstadt, 1. FC Heidenheim, Eintracht Braunschweig, FC Carl-Zeiss Jena, Kickers Offenbach – so mancher Verein wurde in der nun auslaufenden Spielzeit schon als heißester Kandidat auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga gehandelt. Den FC Erzgebirge Aue hat dagegen lange Zeit niemand so recht auf dem Zettel. „Aue hat das clever gemacht und sich an allen still und leise vorbeigemogelt. Bevor es alle anderen gemerkt haben, waren sie schon aufgestiegen. Davor ziehe ich den Hut. Sie haben vielleicht nicht den besten Kader, dafür aber die beste Mannschaft“, so Werders U 23-Coach Thomas Wolter.
Lange Zeit sah es auch gar nicht danach aus, dass sich die Sachsen im Aufstiegsrennen durchsetzen würden. In der ersten Saisonhälfte hielt man zwar immer den Anschluss an die Spitzenplätze, doch so richtig in Fahrt kam man erst im zweiten Durchgang. Vor allem im heimischen Erzgebirgsstadion war man eine Macht und blieb in 16 Heimspielen ungeschlagen. Zuletzt siegte Aue in einem packenden Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig mit 2:1 und machte die Rückkehr in Liga 2 perfekt. Ohnehin liest sich die Bilanz der „Veilchen“ nicht ganz so schlecht: Sechs Spiele ist das Team von Rico Schmitt bereits ungeschlagen, fünf Siege heimste man in Folge ein. Den Gewinn des Meistertitels kann ihnen nur noch der zwei Punkte dahinterliegende VfL Osnabrück streitig machen, der bei Wacker Burghausen noch um den Aufstieg kämpfen muss.