Die Partie beim FC Carl-Zeiss Jena passt für den Bremer Trainer genau in das Programm der vergangenen Wochen. Denn wie zuletzt gegen Braunschweig, Ingolstadt, Offenbach und auch Unterhaching geht es erneut gegen einen Gegner, „der sich höher sieht als in der 3. Liga“, so Wolter, der hofft, dass sein Team „den positiven Eindruck aus dem Spiel gegen Unterhaching mit in die Begegnung gegen Jena nimmt.“
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Der Gegner: Am 13. Mai 1903 wurde der Fußball-Klub der Firma Carl Zeiß Jena gegründet. Ihm gehörten anfangs ausschließlich Angestellte der Firma Carl Zeiss an. Erst ein Jahr später wurde die Mitgliedschaft der Allgemeinheit zugänglich gemacht. Nach mehreren Namensänderungen (1917 in 1. SV Jena, 1946 in SG Ernst-Abbe Jena, 1948 in SG Stadion Jena, 1949 in BSG Carl Zeiss Jena, 1951 erst in BSG Mechanik Jena, dann in BSG Motor Jena und 1954 in SC Motor Jena) wurde der Verein 1966 als FC Carl Zeiss Jena neu gegründet. In seiner traditionsreichen Geschichte holte sich Jena drei Mal die DDR-Meisterschaft (1963/1968/1970) und stand 1981 sogar im Finale des Pokals der Pokalsieger, das man in Düsseldorf jedoch gegen Dynamo Tiflis verlor. Nach der Wende startete Jena zunächst in der 2. Bundesliga, nach einigen Höhen und Tiefen in den vergangenen Jahren (2001 – 2005 Oberliga) gehörte man zuletzt bis zum Jahr 2008 der 2. Bundesliga an und spielt seitdem in der 3. Liga.
Die aktuelle Situation: Nachdem Jena wie Werder in der abgelaufenen Spielzeit nur knapp dem Abstieg entging, starteten die Thüringer sehr verheißungsvoll in die aktuelle Saison und standen am 3. Spieltag sogar an der Tabellenspitze. In den vergangenen Wochen wechselten sich Siege, Unentschieden und Niederlagen jedoch regelmäßig ab, so dass man derzeit den 10. Tabellenplatz belegt. „Jena hat letzte Saison bereits schon weit unter Wert gespielt. Man muss abwarten, wie weit es dieses Jahr für sie nach oben geht.“
Der Kader: „Bereits in der letzten Spielzeit hatten sie einen guten Kader und im Sommer haben sie sich noch einmal gezielt verstärkt. Die Mischung scheint zu stimmen“, erklärt Thomas Wolter und fügt hinzu: „Jena setzt zudem verstärkt auf die Jugend. Auf Stefan Kolb und René Eckart hatten auch wir ein Auge geworfen“, verrät der Bremer Coach, der vor allem in der Offensive großes Potenzial bei den Gastgebern sieht: „Da sind sie mit Smeekes, Amirante, Hähnge und auch Kolb sehr, sehr stark besetzt.“