Ganz unbeteiligt sind die Bayern übrigens nicht daran, dass Werders U 23 überhaupt noch in der 3. Liga spielt. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison verlor Werder bei Fortuna Düsseldorf mit 0:1 und musste somit gleichzeitig auf eine Niederlage des VfR Aalen hoffen. Aalen musste bei der SpVgg antreten und unterlag mit 1:2. „Wir haben ihnen sicher ein wenig zu verdanken, dass wir noch in der Liga sind, aber deswegen wird es am Samstag noch lange kein Freundschaftsspiel werden“, erklärt Wolter, der auf eine weitere Leistungssteigerung seines Teams hofft: „Wir müssen da anknüpfen, wo wir gegen Offenbach zuletzt aufgehört haben und diese Leistung am Samstag von der ersten Minute an abrufen.“
Alles weitere Wissenswerte zu Werders kommendem Heimspiel und die SpVgg Unterhaching präsentiert WERDER.DE im Überblick:
Der Gegner: Die 1925 gegründete Spielvereinigung Unterhaching - hinter dem FC Bayern und 1860 die dritte Fußballkraft in München - machte erstmals Ende der 80er auf sich aufmerksam und stieg 1989 in die 2. Bundesliga auf, konnte die Klasse wie auch nach dem abermaligen Aufstieg 1992 nur für eine Saison halten. Erst nach dem dritten Aufstieg 1995 etablierte man sich in der Klasse und schaffte 1999 sogar den Sprung in das Oberhaus. Nach dem Abstieg im Jahr 2001 pendelte die SpVgg in den darauffolgenden Jahren regelmäßig zwischen Regionalliga und 2. Bundesliga, ehe man 2007 zuletzt aus der 2. Bundesliga abstieg und seitdem an einem erneuten Comeback arbeitet.
Die aktuelle Situation: Während Werder sich mitten im Abstiegskampf befindet (Platz 19), mischen die Unterhachinger wieder oben kräftig mit. Die ersten vier Saisonspiel endeten jeweils mit einem Unentschieden, zu Hause musste man noch nicht eine Niederlage hinnehmen, auswärts holte der aktuelle Tabellenfünfte jedoch auch nur in Dortmund einen Sieg.
Der Kader: Elf Abgänge musste sich SpVgg im Sommer verkraften, darunter auch die beiden leistungsträger Anton (Karlsruhe) und Oliver Fink (Düsseldorf). „Dafür haben sie sich aber auch gut verstärkt“, weiß Werder-Trainer Wolter und denkt bei den sechs Neuzugängen vor allem an Sebastian Mitterhuber (Burghausen) und Leandro (Sandhausen). „Dazu haben sie mit Tyce sowie Kampa einige Spieler, die auch schon höher gespielt haben, und mit Robert Zillner einen der besten Spieler der Liga.“