Nach der 1:4-Niederlage gegen den FC Ingolstadt am vergangenen Samstag kommt U 23-Coach Thomas Wolter die Partie unter der Woche gerade recht. „In Ingolstadt haben wir nicht gut gespielt. Zum Teil wurden uns unsere Grenzen aufgezeigt. Aber daraus lernt man auch, so dass wir das Spiel gegen Offenbach positiv angehen können. Bei englischen Wochen ist es ja das Schöne, dass man negative Erlebnisse schnell in positive umwandeln kann“, hofft der DFB-Fußball-Lehrer nach zwei Niederlagen in Folge auf einen Punktgewinn.
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Der Gegner: Der Offenbacher Fußball Club Kickers 1901 e. V. (abgekürzt Offenbacher Kickers, Kickers Offenbach oder OFC) zählt wohl zu den traditionsreichsten Vereinen in der 3. Liga. In seiner wechselvollen Geschichte gehörte er mehrmals der Bundesliga und der 2. Bundesliga an. Der letzte Abstieg aus der 2. Bundesliga datiert aus dem Jahr 2008. Seitdem gehören die Offenbacher der 3. Liga an. 1971 waren die Kickers am Bundesliga-Skandal von 1971 beteiligt und trugen zu dessen Aufdeckung bei. Ein Jahr zuvor gelang mit dem DFB-Pokal-Sieg (2:1 gegen den 1. FC Köln) der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Die aktuelle Situation: „Wir haben das Ziel, bis zum Ende der Saison oben dabei zu sein“, lautet die Vorgabe von Sportdirektor Andreas Möller. Der selbsternannte Aufstiegsaspirant, der mit nur fünf Gegentreffern die beste Defensive der Liga stellt, konnte sich jedoch noch nicht oben festsetzen. Nach drei Siegen, drei Unentschieden und zwei Niederlagen belegen die Kickers aktuell nur den 10. Platz. „Wir brauchen Punkte, es kann nicht unser Anspruch sein, zwischen Platz acht und zwölf zu stehen“, zeigte sich Möller dem Sportmagazin KICKER gegenüber dementsprechend unzufrieden.
Der Kader: „Sie sind am Dienstag klarer Favorit“, weiß Werder-Coach Thomas Wolter um die Stärke des Gegners. Mit dem Potenzial im Kader zählen die Kickers für den Bremer Trainer „absolut zu den Aufstiegskandidaten“. Neun Akteure, darunter auch Matthias Morys, haben den Verein verlassen, dafür sind etwas mehr als eine Handvoll „sinnvolle Verstärkungen“ hinzugekommen. Zudem bauen die Offenbacher auf junge Talente wie den Junioren-Nationalspieler Sebastian Rode.