Der FC Rot-Weiß Erfurt: 1895 als SC Erfurt gegründet, wurde der Verein in den folgenden Jahrzehnten zahlreich umbenannt. Fortuna, SG, Turbine, BSG und schließlich 1966 FC Rot-Weiß Erfurt. Die "großen" Zeiten des FC Rot-Weiß Erfurt liegen jedoch bereits einige Jahrzehnte zurück. 1954 und 1955 holten sich die Thüringer den Titel in der DDR, 1950 sowie 1980 den FDGB-Pokal. Anfang der 90er blühte der FC kurzzeitig noch einmal auf. Als Tabellendritter der letzten DDR-Oberliga-Saison qualifizierte sich Erfurt für die 2. Bundesliga und den UEFA-Pokal. In der 2. Bundesliga konnte man sich jedoch nur ein Jahr halten, ebenso wie in der Saison 2004/2005.
Die aktuelle Situation: Lange spielte Erfurt in der Premierensaison der 3. Liga um den Aufstieg in die 2. Bundesliga mit, blieb auf der Zielgeraden jedoch auf der Strecke und beendete die Spielzeit auf Rang 10. In dieser Saison soll ein neuer Anlauf auf die vorderen Plätze genommen werden. "Erfurt hat ehrgeizige Ziele, sie wollen aufsteigen. Das werden sie am Samstag sicherlich auch zeigen wollen. Ich hoffe aber, dass wir ihnen nicht die Möglichkeit geben, das zu zeigen", erwartet Werder-Coach Wolter einen dementsprechend motivierten Gegner. Auch im DFB-Pokal ist Erfurt vertreten. In der 1. Runde geht es gegen den MSV Duisburg.
Der Kader: Bei den Thüringern, in deren Kader mit Thiago Rockenbach da Silva auch ein ehemaliger Bremer steht, hat sich das Spielerkarussel kräftig gedreht. Sechs Abgängen, darunter Mannschaftskapitän Alexander Schnetzler und zuletzt Norman Loose, stehen neun Zugänge gegenüber. Große Hoffnungen auf einen Platz in der Anfangself dürfen sich dabei Abwehrakteur Dennis Malura sowie die Mittelfeldspieler Sebastian Becker (beide Kickers Offenbach) und Julien Humbert (MSV Duisburg II) machen.
Der Trainer: Auch an der Seitenlinie gibt es ein neues Gesicht. Rainer Hörgl hat von Henri Fuchs das Traineramt bei den Thüringern übernommen. Der 52-Jährige, der bereits den FC Augsburg coachte, wurde mit großen Sympathien in Erfurt empfangen, doch ebenso groß ist auch die mit ihm verbundene Erwartungshaltung. Denn sein Vertrag verlängert sich nur automatisch, wenn der FC am Ende der Saison in die 2. Bundesliga aufsteigen sollte.