Holsing: "Ein Kopfballtor gegen Naldo wär' doch was!"

Finn Holsing trug von 2007 bis 2009 das Werder-Trikot:, am Dienstagabend kommt es zum Wiedersehen mit dem Abwehrspieler.
U23
Montag, 06.07.2009 / 17:07 Uhr

Kaum hat Finn Holsing die Hansestadt Bremen verlassen, kommt es am morgigen Dienstagabend, 07.07.2009, bereits zum Wiedersehen. Denn wenn um 19 Uhr die Grün-Weißen zum ersten Testspiel in der Vorbereitung antreten, geht es mit Rot-Weiss Essen gegen den neuen Verein des 25-Jährigen, der zwei Jahre lang für Werders U 23 um Punkte und Tore kämpfte.

 

Hallo Finn, seit rund einer Woche bist du nun mit Rot-Weiss Essen im Training. Hast du dich an der Hafenstraße schon eingelebt?

FINN HOLSING: Ja, eigentlich schon, auch wenn das Leben derzeit hauptsächlich im Hotel und auf dem Fußballplatz stattfindet. Wir trainieren zwei bis drei Mal täglich und auch zum Frühstück und Mittagessen bleibt die Mannschaft zusammen, um den Teamgeist zu stärken und ein "Wir-Gefühl" zu entwickeln. Das finde ich sehr wichtig, auch wenn dann natürlich nicht viel Zeit für andere Dinge bleibt.

 

Also hast du von der Stadt Essen noch nicht so viel mitbekommen?

Ihr werdet lachen, aber ihr erwischt mich heute gerade zum ersten Mal in der Stadt. Und das auch nur, weil der Trainer auf eine Einheit verzichtet hat. Ich bin froh, dass ich zumindest schon mal eine Wohnung gefunden habe, die ich nach der Vorbereitung beziehen werde. Das ist angesichts der angespannten Wohnungsmarktlage in Essen gar nicht so einfach. Aber der Verein hat mir geholfen, das ging dann doch recht zügig.

 

Du bist von der 3. Liga in die Regionalliga West gewechselt. Ist das für dich ein Schritt zurück oder eine neue Chance?

Eher eine neue Chance, denn Essen ist alles andere als ein Regionalligist. Nur weil es jetzt die vierte Liga ist, darf man nicht denken, dass es sich um Hobbyfußball handelt. Hier wird ebenso professionell gearbeitet wie bei einem Dritt- oder sogar Zweitligisten. Man spürt einfach, dass es sich um einen Traditionsverein mit ambitionierten Zielen handelt. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung und bin glücklich ein Teil dieser Mannschaft zu sein, hier etwas aufzubauen und vielleicht in dieser oder in der nächsten Saison sogar den Aufstieg zu schaffen.

 

Wobei wir bei den Zielen für die Saison wären. Ist der Aufstieg diese Saison für euch realistisch?

Die Erwartungen im Umfeld sind nach der mäßig verlaufenen Saison groß. Das ist klar. Mittelfristig möchte man schon in die 3. Liga, wenn nicht die 2. Bundesliga, zurückkehren. Hier kommen zu jedem Training 300, 400 Zuschauer. Das ist schon enorm für einen Regionalligisten, zeigt aber auch welch hohen Stellenwert der Verein in der Region genießt. Natürlich hoffen wir, dass wir die Erwartungen erfüllen können, doch man muss auch erst einmal abwarten, wie sich die Saison und das Team entwickelt. Es hat einen personellen Umbruch gegeben, einige Spieler sind gegangen, einige dazugekommen. Es braucht alles ein wenig Geduld um zusammenzuwachsen.

 

Am Dienstagabend steht nun für euch gegen Werder der erste Härtetest an. Für dich sicherlich ein besonderes Spiel?

Ja natürlich. Ich hatte eine sehr gute Zeit in Bremen und freue mich auf das Spiel. Ich habe die Tage auch immer mal wieder verfolgt, wer alles mit nach Norderney gefahren ist, einige Spieler aus der U 23 sind ja schon dabei.

 

Welche Chancen rechnest du dir für die Partie aus?

Für mich als kopfballstarken Spieler wär' ein Tor gegen Naldo doch was (lacht). Nein, jetzt mal im Ernst. Wenn wir in der Saison auf Werder treffen würden, wäre es sicher eine klare Angelegenheit für Bremen. Aber beide Teams befinden sich mitten in der Vorbereitung. Die Beine sind schwer, wir werden sehen, was möglich ist.

 

Interview: Norman Ibenthal

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