"Diese Saison hatte es schon in sich. Es gibt so viele schöne, enttäuschende und kuriose Geschichten, an die ich mich zurückerinnern kann", resümiert Thomas Wolter mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sie wollen wissen, was so alles in der Premierensaison der 3. Liga los war? WERDER.DE schaut aus einigen interessanten Blickwinkeln zurück:
Auswärtsfahrten: Kreuz und quer durch Deutschland ging es für Werders U 23 in der 3. Liga. Insgesamt rund 18.300 km legten die Grün-Weißen mit dem Flugzeug, der Bahn und vor allem dem Bus zurück. Da wird ein Auswärtsspiel bei Kickers Emden (140 km Entfernung) oder Eintracht Braunschweig (167 km) schon fast zum Nordderby. Doch vor allem die Fahrten in den Süden hatten es in sich. So ging es am 23. Spieltag aus Aue (519 km) gleich weiter nach Stuttgart (648 Km), wo man nur drei Tage später gegen den VfB II antrat. "Der Aufwand war geringer, als wenn man erst nach Bremen zurückgefahren wäre, um dann am nächsten Morgen wieder nach Stuttgart zu reisen", so Thomas Wolter, der eine Auswärtsfahrt noch besonders in Erinnerung hat: Burghausen (810 km). "Da sind wir Donnerstagmorgen mit dem Flugzeug und dem Bus hin, haben Freitagabend um 19 Uhr gespielt, hatten noch Dopingkontrolle, sind dadurch erst um halb zwölf mit dem Bus losgefahren und um 9 Uhr morgens in Bremen wieder angekommen", so der Bremer Coach. Kurios: Während sich die Mannschaft auf den Rückweg machte, saß Stefan Ronneburg noch bis um 2 Uhr nachts bei der Dopingkontrolle, fuhr dann mit dem Dopingbeauftragten nach München und setzte sich in den Nachtzug nach Bremen. "Es wäre vielleicht schön, wenn der DFB in Zukunft diese weiten Fahrten nicht auf einen Freitagabend legt", würde sich Thomas Wolter über eine Berücksichtigung im Spielplan freuen. Ansonsten nimmt der DFB-Fußball-Lehrer die Reisestrapazen jedoch gelassen: "Ich glaube, ich kenne jetzt alle DVDs, die es gibt." Einmal sorgte Werder jedoch auch selbst für eine etwas längere Auswärtsreise: "Wir mussten vor der Abfahrt nach Paderborn noch ein paar Minuten auf Andreas Granskov warten. Er hatte vergessen seinen Hamster zu füttern", schmunzelt Thomas Wolter über eine von vielen lustigen Geschichten der Saison.