Abenteuer "3. Liga" – Was für eine Saison! Teil 1

Werders U 23 hatte auswärts nicht viel zu feiern, doch der Sieg in Paderborn war einer der wichtigsten "Dreier" der Saison.
U23
Mittwoch, 03.06.2009 / 22:13 Uhr

Spannend bis zum Schluss und am Ende mit einem Happy End. Werders U 23 hat sich nach monatelangem Abstiegskampf gerettet und durfte am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern. Für Werder-Coach Thomas Wolter der verdiente Lohn für einen "enormen Aufwand", den seine Mannschaft in den vergangenen Monaten betrieben hat. Die Grün-Weißen galten zur Halbserie bereits mit nur 13 Punkten als so gut wie sicher abgestiegen, spielten aber eine überragende Rückrunde und dürfen sich nun auf eine Fortsetzung des Abenteuers "3. Liga" in der Saison 2009/2010 freuen.

 

"Diese Saison hatte es schon in sich. Es gibt so viele schöne, enttäuschende und kuriose Geschichten, an die ich mich zurückerinnern kann", resümiert Thomas Wolter mit einem Schmunzeln im Gesicht. Sie wollen wissen, was so alles in der Premierensaison der 3. Liga los war? WERDER.DE schaut aus einigen interessanten Blickwinkeln zurück:

 

Auswärtsfahrten: Kreuz und quer durch Deutschland ging es für Werders U 23 in der 3. Liga. Insgesamt rund 18.300 km legten die Grün-Weißen mit dem Flugzeug, der Bahn und vor allem dem Bus zurück. Da wird ein Auswärtsspiel bei Kickers Emden (140 km Entfernung) oder Eintracht Braunschweig (167 km) schon fast zum Nordderby. Doch vor allem die Fahrten in den Süden hatten es in sich. So ging es am 23. Spieltag aus Aue (519 km) gleich weiter nach Stuttgart (648 Km), wo man nur drei Tage später gegen den VfB II antrat. "Der Aufwand war geringer, als wenn man erst nach Bremen zurückgefahren wäre, um dann am nächsten Morgen wieder nach Stuttgart zu reisen", so Thomas Wolter, der eine Auswärtsfahrt noch besonders in Erinnerung hat: Burghausen (810 km). "Da sind wir Donnerstagmorgen mit dem Flugzeug und dem Bus hin, haben Freitagabend um 19 Uhr gespielt, hatten noch Dopingkontrolle, sind dadurch erst um halb zwölf mit dem Bus losgefahren und um 9 Uhr morgens in Bremen wieder angekommen", so der Bremer Coach. Kurios: Während sich die Mannschaft auf den Rückweg machte, saß Stefan Ronneburg noch bis um 2 Uhr nachts bei der Dopingkontrolle, fuhr dann mit dem Dopingbeauftragten nach München und setzte sich in den Nachtzug nach Bremen. "Es wäre vielleicht schön, wenn der DFB in Zukunft diese weiten Fahrten nicht auf einen Freitagabend legt", würde sich Thomas Wolter über eine Berücksichtigung im Spielplan freuen. Ansonsten nimmt der DFB-Fußball-Lehrer die Reisestrapazen jedoch gelassen: "Ich glaube, ich kenne jetzt alle DVDs, die es gibt." Einmal sorgte Werder jedoch auch selbst für eine etwas längere Auswärtsreise: "Wir mussten vor der Abfahrt nach Paderborn noch ein paar Minuten auf Andreas Granskov warten. Er hatte vergessen seinen Hamster zu füttern", schmunzelt Thomas Wolter über eine von vielen lustigen Geschichten der Saison.

 

Auswärtsspiele: Die Fahrten waren weit, der Aufwand logistisch und sportlich hoch und dennoch setzte man sich oft mit leeren Händen in den Bus. "Das war teilweise schon frustrierend", gestand Dominik Schmidt ein. Werders U 23 war in dieser Saison mit zehn Punkten die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga. Lediglich zwei Siege glückten den Grün-Weißen. Die waren aber dafür umso wichtiger. In Aue holte man Mitte März den ersten "Auswärts-Dreier" und durch den Sieg in Paderborn machte man den Klassenerhalt erst möglich.

 

Spielausfälle: Zu einigen Spielen kam es jedoch erst gar nicht. Denn so viele Spielausfälle wie in dieser Saison gab es selten. Zum ersten Mal hat der Wettergott den Grün-Weißen Ende Oktober einen Strich durch die Rechnung gemacht. Nun gut, ausgefallen ist das Heimspiel gegen Dynamo Dresden nicht, doch zu Ende gespielt wurde es auch nicht. Zur Halbzeit zog so dichter Nebel auf, dass Schiedsrichter Karl-Markus Schumacher die Begegnung beim Stand von 1:1 abbrechen musste. Die Heimspiele gegen Burghausen und Regensburg sowie die Auswärtspartie in Sandhausen und Aue wurden erst gar nicht angepfiffen, so dass man im März innerhalb von vier Wochen sieben Spiele absolvieren musste. Und auch das Heimspiel gegen Unterhaching kurz vor Weihnachten stand zur Halbzeit auf der Kippe. Schiedsrichter Thorsten Joerend musste mit Oberschenkelproblemen passen, durch Zufall war jedoch Schiedsrichterbeobachter Rolf Helmes im Stadion "Platz 11" anwesend, der das Gespann im zweiten Durchgang komplettierte.

 

Norman Ibenthal

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