Es wartet ein interessantes Spiel auf die Bremer. Schließlich war nicht zu erwarten, dass sich der Wuppertaler SV in seiner ersten Saison in der 3. Liga so schwer tun und um den Klassenerhalt kämpfen würde. Platzierten sich die "Löwen" doch seit dem Wiederaufstieg im Jahr 2003 kontinuierlich im oberen Tabellendrittel und schnupperten das ein oder andere Mal sogar am Aufstieg in die 2. Bundesliga, der man bereits in den 70ern und 90ern für einige Jahre angehörte.
Wuppertal wie Werder mit aufsteigender Tendenz
Die Borussia spielte bislang eine durchwachsene Spielzeit. Vor allem der Abgang von Torjäger Mahir Saglik zum VfL Wolfsburg konnte bis heute nicht kompensiert werden, so dass der WSV unter Neu-Coach Christoph John bis zur Winterpause nur vier Siege – darunter ein 2:1-Erfolg gegen Werders U 23 – einfahren konnte und somit auf einem Abstiegsplatz überwinterte. Kurz vor den Weihnachtstagen zog die Vereinsführung die Notbremse und beurlaubte das Trainergespann. Uwe Fuchs, der bereits von 2004 bis 2007 bei den "Löwen" auf der Trainerbank saß, soll dem WSV zum Klassenerhalt verhelfen. Der Wechsel zeigte Wirkung. Seit vier Spielen ist der WSV, der sich im Winter mit Nils Fischer, Sven Lintjens, Magnus Gunnarsson und Steve Müller verstärkte, ungeschlagen. Zuletzt gewann man gegen den VfR Aalen deutlich mit 5:0. "Man merkt, dass sich die Mannschaft gefunden hat. Sie werden mit gestärktem Selbstvertrauen bei uns antreten", erwartet Werder-Coach Thomas Wolter eine schwere Aufgabe.
Ganz gerettet hat sich Wuppertal jedoch noch nicht. Lediglich vier Punkte trennen den WSV von den Abstiegsrängen, so dass mit Spannung auf die Partie gegen Werder geblickt werden darf. "Sie konnten wie wir zuletzt ein wenig durchatmen", so Wolter, der optimistisch auf die Partie schaut: "Auch wir haben durch die guten letzten Auftritte an Selbstvertrauen gewonnen. Immerhin haben wir es zu diesem Zeitpunkt schon auf einen Nicht-Abstiegsplatz geschafft. Das hätte uns zur Winterpause wohl niemand zugetraut. Aber auch das ist nur eine Momentaufnahme, ein weiteres Mosaiksteinchen auf unserem Weg zum Klassenerhalt", will Wolter mit seinem Team an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen.
Schmidt und Feldhahn gesperrt – 250 Mitglieder-Freikarten noch erhältlich