Bekanntlich zeigte sich Torsten Oehrl kurz nach dem Seitenwechsel treffsicherer und mit der Führung im Rücken bestimmte Werder auch im zweiten Durchgang das Spielgeschehen. So richtig gefährlich fanden jedoch beide Teams nicht mehr den Weg vor das gegnerische Tor. Erst kurz vor dem Ende wurde es auf beiden Seiten noch einmal brenzlig. Für Werder hatte Onur Ayik, der erst wenige Minuten zuvor eingewechselt wurde, die Chance alles klar zu machen. Nachdem er sich auf der linken Seite stark durchgesetzt hatte, scheiterte er aber aus spitzem Winkel an FC-Torwart Männel (83.). Auf der gegenüberliegenden Seite versuchte es Marco Lenk noch einmal mit einem Aufsetzer, Werder-Schlussmann Nico Pellatz war jedoch an diesem Abend nicht zu überwinden (87.).
"Wir haben begriffen, dass wir nur als Team erfolgreich sein können. Das haben wir heute gezeigt, jeder hat für den anderen gekämpft. So müssen wir nun am Freitag in Stuttgart weitermachen", blickte Dominik Schmidt bereits auf die kommende Aufgabe. Eine Aussage, die sein Trainer Thomas Wolter sicher gerne hört, machte er trotz des Erfolges doch noch einmal deutlich: "Wir haben aus 26 Spielen bisher nur 24 Punkte geholt. Das sagt viel aus und zeigt, dass dieser Sieg hier heute lebensnotwendig war. Er wird uns zusätzliche Kraft für das kommende Spiel in Stuttgart und die weiteren Begegnungen geben."
aus Aue berichtet: Norman Ibenthal
FC Erzgebirge Aue: Männel - Hochscheidt, Kos, Klingbeil, Schaffrath - Baltes (65. Blankenburg), Cimen, Hensel, Stark - Agyemang (32. Lenk), Bouhaddouz (59. Glasner)
Werder Bremen: Pellatz - Holsing, Schmidt, Stallbaum, Andersen - Ikeng, Kruse, Feldhahn, Perthel (66. Begeorgi) - Oehrl (81. Ayik), Menga
Tor: 0:1 Oehrl (50.)
Gelbe Karten: Holsing, Menga (beide Werder)
Gelb-Rote Karte: Schaffrath (Aue)
Schiedsrichter: Achmüller (Freyung)
Erzgebirgsstadion: 6.700 Zuschauer