Rund fünf Monate ist es her, dass sich Max Kruse beim Drittliga-Spiel gegen Kickers Emden das Schienbein brach. Die Fraktur ist verheilt, die Leidenszeit vorbei. Der 20-Jährige ist endlich auf den grünen Rasen zurückgekehrt.
Rund fünf Monate ist es her, dass sich Max Kruse beim Drittliga-Spiel gegen Kickers Emden das Schienbein brach. Die Fraktur ist verheilt, die Leidenszeit vorbei. Der 20-Jährige ist endlich auf den grünen Rasen zurückgekehrt.
Max, fast ein halbes Jahr lang warst du verletzt. Wie groß ist die Freude, nun endlich wieder gegen den Ball treten zu können?
MAX KRUSE: Es ist ein sehr schönes Gefühl, nach einer solch langen Zeit endlich wieder dabei zu sein und mit der Mannschaft zu trainieren. Ich hätte mir gewünscht, dass es noch etwas schneller geht. Anfangs wollte ich nur die Krücken loswerden und wieder laufen. Als ich dann laufen konnte, wollte ich sofort wieder Fußball spielen. Aber solch eine Verletzung dauert eben ihre Zeit.
Wie hast du die Reha-Phase erlebt?
Ich habe so manchen Tag verflucht, an dem ich mit unserem Reha-Trainer Jens Beulke eine Trainingseinheit nach der anderen absolvieren musste. Das war eine anstrengende Zeit. Aber sie hat mich vorangebracht, die Anstrengungen haben sich gelohnt. Die ersten Trainingseinheiten mit der Mannschaft haben gezeigt, dass ich dank der intensiven Aufbauarbeit nicht viel im Bereich der Kondition und Kraft aufholen muss.
Wie beurteilst du mit einiger Zeit Abstand den Unfall?
Ich mache meinem damaligen Gegenspieler Markus Unger keinen Vorwurf. So etwas kann passieren. Er ist ein netter Mensch, hat sich öfter nach meinem Befinden erkundigt. Und wir waren danach auch mal zusammen essen.
Vor der Verletzung warst du richtig gut drauf und immer wieder bei den Profis dabei. Wie ist aktuell der Kontakt zur Bundesliga-Mannschaft?
Thomas Schaaf hat immer mal wieder gefragt, wie es mir geht, wenn ich in der Kabine war und hat sich regelmäßig bei unserem Reha-Trainer erkundigt, wann ich wieder ins Training einsteigen kann oder ob ich sogar mit ins Trainingslager nach Belek fahren könnte. Das freut mich natürlich. Ich hoffe, dass ich bald wieder den Leistungsstand erreiche, den ich vor der Verletzung hatte.
Und dann greifst du im Bundesliga-Team an?
Erst möchte ich wieder in der U 23 Fuß fassen und mit dem Team die Abstiegsränge verlassen. Das wird eine schwere Aufgabe, aber ich denke, wir haben gute Chancen. In der Mannschaft steckt enorm viel Qualität, die durch die Neuzugänge noch einmal erhöht wurde. Wenn es gut für mich läuft, hoffe ich, vielleicht in dieser Saison noch einmal im Profi-Kader zu stehen.
Dein Vertrag bei Werder läuft Ende der Saison aus. Gab es schon Gespräche über die Zukunft?
Natürlich habe ich mir während meiner Verletzungspause einige Gedanken über die Zukunft gemacht. Und mit Nachwuchsmanager Uwe Harttgen gab es sogar schon ein Gespräch. Aber erst einmal will ich wieder fit werden, meine Leistung bringen und meine Entwicklung abwarten. Dann werden wir entscheiden, wie es weitergeht.
Interview: Norman Ibenthal
