3. Liga: Spiel gegen Dresden wegen Nebels abgebrochen

Ein Schuss durch den dichten Nebel: Torsten Oehrl visiert das Dresdner Tor an.
U23
Mittwoch, 29.10.2008 / 22:19 Uhr

Lange berieten die Trainer von Werder und Dynamo Dresden mit dem Schiedsrichtergespann in der Halbzeitpause in der Mitte des Rasens im Stadion "Platz 11", dann fiel die Entscheidung: Nichts ging mehr, nach 45 Minuten musste die Drittliga-Begegnung am Mittwochabend aufgrund von Sichtbehinderungen wegen starken Nebels beim Stand von 1:1 abgebrochen werden.

 

Verständnis für die Entscheidung

 

Schiedsrichter Karl-Markus Schumacher aus Oberhausen machte sich die Entscheidung nicht leicht. Zwar hatte er auf dem Spielfeld noch eine recht gute Sicht, doch seine Assistenten an den Außenlinien taten sich bei ihren Entscheidungen schon schwerer, da sie kaum das Geschehen auf der gegenüberliegenden Seite verfolgen konnten und somit keine regulären Spielbedingungen mehr gegeben waren. "Wenn sie durch den Nebel in ihren Entscheidungen behindert werden, ist das eine berechtigte Entscheidung. Das kann ich verstehen, auch wenn wir natürlich gerne weiter gespielt hätten. Wir waren gut drauf und wollten hier heute unbedingt gewinnen", zeigte Mittelfeldspieler Kevin Artmann für den Spielabbruch Verständnis.

 

Auch Werder-Coach Thomas Wolter hätte die Partie gerne fortgesetzt, kann die Entscheidung des Schiedsrichtergespanns aber auch nachvollziehen. "Klar ist so etwas ärgerlich. Aber man muss auch die Schiedsrichter verstehen. Bei den Sichtverhältnissen ist es schwer über Abseits und kein Abseits zu entscheiden. Und wenn dann am Ende eine Fehlentscheidung über Sieg oder Niederlage entscheidet, ist weder den Mannschaften noch den Zuschauern geholfen. Daher muss man das akzeptieren", erklärte Wolter, der sich an ein ähnliches Spiel während seiner aktiven Spielerlaufbahn erinnert fühlte. "Beim UEFA-Cup-Rückspiel gegen Spartak Moskau hatten wir auch einen furchtbar dichten Nebel. Das Hinspiel hatten wir 1:4 verloren und im Rückspiel zur Pause 3:0 geführt. Da wollten wir natürlich unbedingt weiterspielen und haben Fackeln am Seitenrand aufgestellt, um den Nebel zu vertreiben. Da konnten wir weitermachen und sind am Ende auch mit 6:2 noch weitergekommen."

 

Fackeln waren am Mittwochabend leider nicht zur Hand und ob es am Ende ein Sieg für Werder geworden wäre, wird man nie erfahren. Doch Werder war auf einem guten Weg. In einem munteren Spiel waren die Bremer Mitte der ersten 45 Minuten durch einen Treffer von Dennis Diekmeier in Führung gegangen. Der U 19-Europameister startete auf der rechten Seite ein tolles Solo aus der eigenen Hälfte, schüttelte Gegenspieler Cataldo Cozza ab, drang in der Strafraum der Gäste ein und brachte den Ball aus spitzer rechter Position mit einem gefühlvollen Lupfer über Torwart Keller in den Maschen unter (24.). Kurz vor der Pause konnte Dresden jedoch ausgleichen. Thomas Bröker hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, flankte auf den völlig freistehenden Aleksandro Petrovic, dessen abgefälschter Schuss vom Elfmeterpunkt aus im Bremer Netz landete (37.). "Da es zur Pause auch noch unentschieden stand, ist die Entscheidung für beide Mannschaften gerecht. Da wurde wenigstens niemand benachteiligt", blickt Kevin Artmann ohne Missmut auf die halbe Partie zurück.

 

Eintrittskarten behalten für Wiederholung ihre Gültigkeit

 

Auch die angereisten Fans beider Vereine müssen sich nicht über den Abbruch ärgern, sondern dürfen sich auf eine spannende Wiederholung freuen, für die sie nicht noch einmal eine Eintrittskarte kaufen müssen. Denn alle Eintrittskarten für die Begegnung am Mittwoch behalten für die Neuansetzung ihre Gültigkeit. Wann die Partie wiederholt wird, steht noch nicht fest. Eine Terminierung ist jedoch noch vor der Winterpause zu erwarten.

 

Norman Ibenthal

 

Werder Bremen: Pellatz – Holsing, Schmidt, Stallbaum, Andersen – Oehrl, Diekmeier, Perthel, Artmann – Heider, Testroet

 

Dynamo Dresden: Keller – Hübener, Palionis, Röttger, Petrovic, Bröker, Müller, Truckenbrod, Wagefeld, Nikol, Cozza

 

Tore: 1:0 Diekmeier (24.), 1:1 Petrovic (37.)

 

Schiedsrichter: Karl-Markus Schumacher (Oberhausen)

Stadion "Platz 11": 650 Zuschauer

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