Mit dem Spiel im Stadion an der Grünwalder Straße betritt Wolter zum wiederholten Male Neuland in dieser Saison. Wieder geht es gegen einen Club aus der früheren Regionalliga Süd. Die beiden Bundesliga-Nachwuchsteams haben sich noch nie in einem Punktspiel gegenüber gestanden. Der Bremer Coach sieht dem ersten Vergleich gespannt entgegen: Es werde „sicherlich interessant zu sehen, wo wir als Mannschaft stehen.“ Zuletzt habe man „nicht so erfolgreich gespielt“, sagt er, aber man sei „auf dem richtigen Weg.“ Einen Vorteil auf Seiten der Bayern sieht er in deren Kompaktheit. In der Sommerpause haben nur wenige Leistungsträger das Team von Trainer Hermann Gerland verlassen. Das zahlt sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison aus. Gerland verfügt über eine eingespielte Elf. „Das haben sie uns zurzeit voraus“, weiß Wolter, „wir brauchen die nächsten Spiele, um da hinzukommen.“
So gut es für die Münchner in den vergangenen Wochen lief – der FCB liegt derzeit mit vier Siegen und zwei Unentschieden auf Platz zwei der Tabelle –, so sehr mussten sie noch vor wenigen Monaten zittern, überhaupt den Schnitt für die 3. Liga zu schaffen. Gerade einmal zwei Pluspunkte mehr auf ihrem Konto gaben den entscheidenden Ausschlag gegenüber den Sportfreunden aus Siegen. Gerland hatte in der vergangenen Saison den personellen Umbruch eingeleitet. Die Arbeit trägt jetzt Früchte.
Einer, der vom Umbruch profitiert, ist Marco Stier. Der 24-Jährige war im Juli 2006 von Werder zu den Bayern gewechselt, konnte sich dort aber lange nicht für die Stammformation empfehlen. Immer wieder warfen Verletzungen den Mittelfeldspieler zurück. In dieser Saison aber spielt er.