U 23: Erfurter Lehrstunde in Sachen Effektivität

Geisterkulisse I Die Partie in Erfurt wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen.
U23
Samstag, 30.08.2008 / 18:16 Uhr

"So etwas nennt man wohl Deja-vue. Mir kommt es vor, als ob ich seit dem letzten Frühjahr gar nicht weg war", so Werders Coach Thomas Wolter vor den Medienvertretern nach der Partie bei Rot-Weiß Erfurt. Bereits im Frühjahr musste der Bremer Coach mit seinem Team eine 1:3-Niederlage im Steigerwaldstadion hinnehmen und auch dieses Mal traten die Grün-Weißen mit exakt demselben Ergebnis die Heimreise an. "Das einzig Positive war, dass wir dieses Mal besser gespielt haben als im Frühjahr."

 

Über weite Strecken hatte Werder die Partie bestimmt und Erfurt eigentlich nie zur Entfaltung kommen lassen. Dementsprechend groß war die Enttäuschung in den Reihen der Bremer: "Wir sind selten so gut in Erfurt aufgetreten und haben fast 90 Minuten auf ein Tor gespielt. Aber wir waren heute einfach zu blöd. Die Tore haben wir immer genau dann bekommen, wenn wir am Drücker waren", so Spielmacher Kevin Artmann.

 

Werder dominiert die Partie – Erfurt trifft

 

Zum ersten Mal landete der Ball nach rund einer Viertelstunde im Tor von Keeper Nico Pellatz. Nach einer Freistoß-Hereingabe von Thiago Rockenbach da Silva auf den ersten Pfosten köpfte Denis Wolf zum 1:0 ein (16.). Trotz des Rückstandes erspielten sich die Grün-Weißen in einer bis dahin ausgeglichenen Begegnung nun deutlich mehr Spielanteile, verpassten es jedoch, den Ausgleich zu markieren. Ein Drehschuss von Torsten Oehrl wurde noch zur Ecke abgefälscht (20.), ein Kopfball von Oehrl ging knapp am Tor vorbei (29.) und auch der für den verletzten Marc Heider (Oberschenkelprellung) eingewechselte Stefan Ronneburg setzte den Ball per Kopf knapp über das Tor (45.).

 

Die Gastgeber zeigten sich dagegen wesentlich effektiver: Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite legte Albert Bunjaku den Ball quer auf Massimo Cannizzaro, der auf 2:0 erhöhte (34.).

 

22-Meter-Freistoß von Kevin Artmann lässt Hoffnung aufkeimen

 

Auch im zweiten Durchgang blieben die Bremer die dominierende Mannschaft und schöpften nach dem Anschlusstreffer durch Kevin Artmann neue Hoffnung. Einen Freistoß aus rund 22 Metern setzte der Linksfuß in den rechten Winkel (51.).

 

Genau in der anschließenden Bremer Drangphase sorgten die Hausherren vor den leeren Rängen des Steigerwaldstadions für die Entscheidung. Nachdem Werder den Ball nicht aus dem 16er schlagen konnte, setzte Albert Bunjaku das Leder aus elf Metern ins Bremer Netz (60.). Bremen mobilisierte zwar noch einmal alle Kräfte, doch mehr als einen Artmann-Schuss ans Außennetz aus spitzem Winkel sprang nicht mehr heraus (72.). "Das war heute für uns Anschauungsunterricht in Puncto Effektivität", so das Fazit von Trainer Thomas Wolter, dessen Team durch die dritte Auswärtsniederlage in Folge auf den 13. Platz abrutschte.

 

Norman Ibenthal

 

Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Schnetzler, Pohl, Möckel, Pinske – Cinaz, D. Wolf (55. Semmer), Rockenbach (83. Stenzel), Judt - Bunjaku, Cannizzaro (76. Montabell)

 

Werder Bremen: Pellatz – Holsing, Schmidt, Stallbaum, Hessel – Feldhahn (58. Ayik), Bargfrede (77. Kempe), Kruse, Artmann – Heider (41. Ronneburg), Oehrl

 

Tore: 1:0 Wolf (16.), 2:0 Canizzaro (34.), 2:1 Artmann (51.), 3:1 Bunjaku (60.)

 

Gelbe Karten: Bunjaku, Pinske, Möckel (alle Erfurt) – Feldhahn

 

Schiedsrichter: Manuel Kunzmann (Bad Hersfeld)

Steigerwaldstadion: Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

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