Wolter: "Ich freue mich auf die neue 3. Liga"

Kein Trainer war in der Regionalliga Nord länger im Amt: Thomas Wolter trainiert seit sechs Jahren Werders Nachwuchs.
U23
Montag, 02.06.2008 / 16:18 Uhr

Der letzte Vorhang ist gefallen. Nach acht Jahren verabschiedete sich Werders U 23 am vergangenen Wochenende aus der zweigleisigen Regionalliga und geht nach dem Sommer in der neuen 3. Liga an den Start. Werders Coach Thomas Wolter blickt mit WERDER.de noch einmal auf die vergangenen Jahre zurück, spricht über die abgelaufene Spielzeit und nimmt einen Ausblick auf die neue Spielklasse.

 

Eine tolle Saison liegt hinter Werders U 23. An welche Ereignisse in den vergangenen Monaten erinnern Sie sich gerne aber auch nicht so gerne zurück?

Sicherlich bleiben die Pokalspiele in guter Erinnerung. Die waren schon toll. Aber eigentlich blicke ich auf alle Spiele gerne zurück, egal ob gewonnen oder verloren. Denn auch die Spiele in Essen, Wolfsburg und Erfurt, wo wir richtig schlecht gespielt haben, trugen dazu bei, eine so erfolgreiche Saison zu spielen. Die Mannschaft hat immer wieder nach Misserfolgen eine positive Reaktion gezeigt und anschließend eine gute Leistung geboten. Gerade da hat sich der starke Charakter der Mannschaft bemerkbar gemacht, die die Aufgaben bis zum letzten Saisonspiel vorbildlich angegangen ist.

 

Ist es daher nicht umso ärgerlicher, dass sich einige Leistungsträger aus der Mannschaft verabschieden und neue Herausforderungen suchen?

Das ist für uns ja nicht neu. Vor einigen Jahren standen wir vor einer ähnlichen Situation. Da verließen uns auch Leistungsträger wie Simon Rolfes, Christian Schulz, Nelson Valdez und Alexander Walke. Wir mussten, wie jetzt auch, eine neue Mannschaft zusammenstellen und ich denke, das ist uns auch ganz gut gelungen. Nun sind wir erneut gefordert, ein schlagkräftiges Team zu formen.

 

Wird sich Werders U 23 in der neuen 3. Liga behaupten können?

Wie in den vergangenen Jahren wird es auch in Zukunft immer wieder Phasen geben, in denen es gut aber auch mal nicht so gut für uns läuft. Darauf stellen wir uns ein. Aber ein Vorteil an der neuen Spielklasse ist es, dass nur drei Vereine aus der Liga in Zukunft absteigen und nicht wie zuvor immer fünf Clubs. Ich hoffe, dass wir immer stark genug sein werden, um in der Liga zu bleiben und den Talenten eine gute Perspektive zu bieten.

 

Auf was dürfen sich die Zuschauer in der 3. Liga freuen?

Auf neue Spieler, neue Mannschaften und noch mehr Präsenz in den Medien. Also auf viel Neues! Das ist doch auch gerade das Schöne. Und ich möchte an dieser Stelle noch einmal deutlich machen, dass ich kein Kritiker der neuen Spielklasse bin. Ich habe in der Vergangenheit einfach nur gesagt, dass ich die Regionalliga, wie sie war, sehr attraktiv fand. Wir hatten im Norden immer viele Zuschauer, die Liga war immer spannend und die Spieler wurden auf einem hohen Niveau gefordert. Das fand ich gut, aber nun freue ich mich genauso auf die neue Liga.

 

Sie sagten, an die Pokalspiele erinnern Sie sich gerne zurück. Ist es dann nicht umso enttäuschender, dass Sie ab der nächsten Saison nicht mehr am Pokalwettbewerb teilnehmen dürfen?

Sicher. Aber allgemein ist es schon sehr beachtlich, was zweite Mannschaften auf sich genommen haben, um in der 3. Liga dabei sein zu dürfen. Nur drei Spieler dürfen über 23 Jahre alt sein, am Pokal nimmt man nicht mehr teil und auch an den Fernseheinnahmen ist man nicht mehr beteiligt. Und da sprechen wir über insgesamt fast eine Million. Das ist schon enorm.

 

Aus der Regionalliga Nord verabschiedet sich Werders U 23 als ewiger Tabellenführer. Worauf schauen Sie vor allem zurück?

Im Freundeskreis werde ich scherzhaft oft der wandelnde Kicker-Almanach genannt, weil ich mich an alle Spiele von uns zurückerinnere, an die Spielverläufe, Aufstellungen und Tore (lacht). Daher gibt es jetzt keine Spiele, mit denen ich eine besondere Erinnerung verbinde. Jedes Spiel ist auf seine eigene Art im Gedächtnis haften geblieben. Lustig war jedoch, dass mein erstes Regionalliga-Spiel als Trainer der U 23 gegen den SC Verl war und der Gegner auch im letzten Regionalliga-Spiel SC Verl hieß. Da schließt sich nun der Kreis. Auch viele Spieler schwirren noch in meinem Gedächtnis rum. Wenn ich so durch die erste und zweite Liga schaue, sehe ich immer wieder Spieler, die wir hier in Bremen trainiert haben. Im Allgemeinen denke ich, dass hinter uns sehr positive Regionalliga-Jahre liegen und wir uns nun auf eine neue Herausforderung in der 3. Liga freuen dürfen.

 

Interview: Norman Ibenthal

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