Hallo Finn, ihr seid oben mit dabei und habt euch ein ordentliches Polster auf den elften Platz erarbeitet. Muss man noch um die Qualifikation bangen?
Der Vorsprung ist trügerisch, da viele Mannschaften noch ein Spiel weniger absolviert haben als wir. Und es stehen noch einige schwere Spiele an. Selbst in Cottbus wird es nicht einfach. Die sind eine der stärksten Rückrundenmannschaften. Da holt man sich nicht einfach die Punkte ab. Wir müssen jeden Spieltag weiterhin alles geben und dürfen uns noch lange nicht ausruhen.
Auf welchem Platz steht ihr am Ende der Saison?
Wenn wir so spielen wie gegen Union Berlin landen wir unter den Top 5. Wenn wir aber so auftreten wie in Erfurt und Essen zwischen Rang 10 und 15 (lacht). Am Ende ist es doch völlig egal, ob wir Zweiter, Fünfter oder Achter werden, die Hauptsache ist doch, dass wir uns für die 3. Liga qualifizieren.
Wie attraktiv wird die 3. Liga?
Ich freue mich, dass sie eingeführt wird. Das Umfeld wird noch professioneller, die Medienpräsenz wird steigen und vor allem werden die Gegner noch interessanter. Die besten Teams aus den beiden Regionalligen, dazu die Absteiger aus der 2. Liga. Das ist doch eine tolle Mischung. Schon allein, dass vielleicht ein Topclub wie der 1. FC Kaiserslautern dabei sein wird, ist schon klasse. Auf dem Betzenberg zu spielen ist schon etwas Besonderes.
Während ihr beste Aussichten auf einen Qualifikationsplatz habt, steckt dein ehemaliger Verein Eintracht Braunschweig mitten im Abstiegskampf? Fieberst du mit der Eintracht noch mit?
Klar hängt ein Teil meines Herzens noch an Braunschweig. Der Druck steigt zwar von Spieltag zu Spieltag an, aber ich hoffe, dass sie es noch schaffen werden. Vor allem wünsche ich mir das für alle Beteiligten, egal, ob Zeugwart, die Angestellten der Geschäftsstelle oder die Fans – das gesamte Umland hängt an der Eintracht.
Am Ende könntet ihr sogar auf einem Aufstiegsplatz landen, könnt aber nicht aufsteigen. Wem traust du den Sprung in die 2. Bundesliga zu?
Ahlen hat aktuell die besten Karten und auch noch ein relativ günstiges Restprogramm. Sie werden es schaffen. Wer aber noch dabei sein wird, ist schwer auszumachen. Vielleicht Düsseldorf, auch wenn sie zuletzt einige Rückschläge hinnehmen mussten.
Für dich war es dein erstes Jahr bei Werder Bremen. Schaust du zufrieden auf die vergangenen Monate zurück?
Nach meiner langen Verletzung war es erst einmal wichtig, wieder richtig fit zu werden. Das ist mir auch gelungen, auch wenn ich gerade eine Innenbandverletzung auskuriere. Ich habe fast alle Spiele in der Saison absolviert. Einige davon waren zwar nicht so gut, aber der überwiegende Teil war ganz ordentlich. Ein Tor würde ich mir noch wünschen. Vielleicht klappt das in den letzten Spielen.