U 23 trotzt den Ausfällen – Wolter mit glücklichem Händchen

Tief durchatmen! Es war ein Arbeitssieg, den Werders U 23 gegen den Wuppertaler SV einfuhr.
U23
Sonntag, 04.05.2008 / 19:17 Uhr

Gegen 22:30 Uhr griff Thomas Wolter zum letzten Mal am gestrigen Samstagabend zum Telefonhörer und sprach mit Werders medizinischer Abteilung über die Einsatzmöglichkeiten der angeschlagenen Spieler Dominic Peitz und Max Kruse. Beide waren zu später Stunde noch im Krankenhaus und ließen sich durchchecken, bekamen letztendlich aber "Grünes Licht" für die Partie gegen Wuppertal.

 

Dennoch las sich die Ausfallliste der Grün-Weißen am Sonntag fast wie eine Mannschaftsaufstellung. "Zehn Spieler, davon auch einige Leistungsträger, mussten wir ersetzen", erklärte Thomas Wolter, der angesichts des personellen Engpasses vor der Leistung seiner Mannschaft "den Hut zog", wenn er denn einen aufgehabt hätte. Als "sehr positiv" bezeichnete es auch Dominic Peitz, was er und seine Teamkollegen in den 90 Minuten gegen den WSV geleistet haben. "Wir hatten eine ganze Reihe an verletzten Spieler, Florian Mohr war gesperrt und einige von uns waren auch noch angeschlagen. Das muss man erst einmal verkraften", so der 23-Jährige.

 

Bis auf die Anfangsviertelstunde, in der Werder auch den Gegentreffer hinnehmen musste, fingen die Bremer die Ausfälle gut auf. Profi-Leihgabe Peter Niemeyer hatte großen Anteil an der über weite Strecken sicheren Abwehrleistung, Führungsspieler wie Marc Heider und Kevin Artmann übernahmen noch mehr Verantwortung und auch die A-Jugendlichen Andreas Granskov-Hansen und Dennis Diekmeier steuerten ihren Beitrag zum Erfolg bei. Ein verdienter Sieg, wie Alparslan Erdem fand: "Man hat die Umstellungen zu Beginn gemerkt. Da mussten wir uns erst neu sortieren. Aber wir haben immer an den Sieg geglaubt, obwohl wir so viele Ausfälle zu beklagen hatten und dann auch noch den Rückstand hinnehmen mussten." "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen", gestand auch Dominic Peitz ein. "Doch durch den Ausgleich haben wir in die Partie zurückgefunden, sicher gespielt und auch verdient gewonnen. Und dass dann auch noch ausgerechnet Andreas den Siegtreffer macht, beweist mal wieder das glückliche Händchen vom Trainer."

 

Zum ersten Mal stand Andreas Granskov-Hansen in der Startformation der Grün-Weißen und bedankte sich mit seinem ersten Regionalliga-Tor und zugleich dem Siegtreffer zum 2:1 für das Vertrauen bei Thomas Wolter. "Erst war ich ein wenig traurig, dass ich der U 19 nicht im Spitzenspiel helfen konnte, aber nun bin ich umso glücklicher, dass ich dafür der U 23 helfen konnte. Es war ein schöner Tag und ein klasse Sieg", strahlte der dänische Junioren-Nationalspieler, blieb aber bescheiden. "Dass ausgerechnet ich das Tor gemacht habe, ist zwar schön, doch viel wichtiger ist der Erfolg der Mannschaft."

 

Ein Erfolg, der Werders U 23 der Qualifikation zur 3. Liga ein großes Stück näher gebracht hat. Auf acht Punkte ist der Vorsprung auf den gefürchteten Rang elf angewachsen. "Ich will nicht zu euphorisch werden und werde weiterhin solange Zweifel an der Qualifikation haben, bis sie uns auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen ist. Aber ich bin optimistisch, dass wir es schaffen werden", so Trainer Thomas Wolter. Eine Einschätzung, die von seinen Spielern geteilt wird. "Wir wollen erst gar nicht die Stimmung aufkommen lassen, dass alles schon entschieden ist. Man kann schnell in einen Sog kommen, wenn man die Spiele nicht mit dem nötigen Engagement angeht und dann verliert", warnt Dominic Peitz, der mit seinen Teamkollegen am kommenden Spieltag erst einmal nur zuschauen kann, was die Konkurrenz macht. Werders U 23 ist spielfrei und steigt erst am Mittwoch, 14.05.2008, bei der zweiten Mannschaft von Energie Cottbus in das Regionalliga-Geschehen wieder ein.

 

Norman Ibenthal

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