Daher schnappte sich auch Trainer Thomas Wolter in den vergangenen Tagen seinen Schützling: "Ich habe ihn an der Ehre gepackt, weil ich mit seiner Leistung nicht zufrieden war. Wir wissen, welch enormes Potential in ihm steckt. Natürlich hat es mich dann für ihn gefreut, dass er das Tor macht. Aber auch für die anderen beiden habe ich mich gefreut", so der Bremer Coach.
Mit den beiden anderen sind Kevin Schindler und Marc Heider gemeint. Der Erstgenannte hätte sich sogar mehrmals an diesem Nachmittag in die Torschützenliste eintragen können, doch zwei Mal vergab Schindler aus mehr als aussichtsreicher Position. "Kevin hat unermüdlich gearbeitet. Das war der verdiente Lohn", lobte Thomas Wolter. Belohnt hat sich jedoch auch Marc Heider, der noch länger als Kevin Artmann auf seinen neunten Saisontreffer gewartet hat. "Es hat lange gedauert. Dass ich bereits das zweite Tor vorbereiten konnte, war sehr schön, aber dann auch noch zu treffen, ist natürlich noch schöner", zeigte sich der Deutschamerikaner glücklich.
Sein Tor zum 3:1 kurz vor dem Schlusspfiff sorgte endgültig für klare Verhältnisse im Stadion "Platz 11". Werder war die gesamte Spielzeit über das stärkere Team, musste sich jedoch die Kritik gefallen lassen, zu viele Chancen liegen zu lassen. "Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir unsere Chancen besser nutzen müssen", gestand Marc Heider ein.