U 23: Drei erlösende Tore zum hochverdienten Sieg

Torschütze Nummer 1: Kevin Artmann beendete mit diesem Schuss zum 1:0 eine lange Durststrecke.
U23
Samstag, 08.03.2008 / 19:12 Uhr

Selten hat sich Kevin Artmann über ein Tor mehr gefreut, als über das 1:0 am Samstagnachmittag gegen den BVB. Das konnte man ihm deutlich ansehen. Nicht nur, weil es ein besonders schöner Treffer war und dieser auch noch zum richtigen Zeitpunkt fiel, sondern vor allem weil er lange auf dieses Glücksgefühl gewartet hatte. Genau genommen benötigte der 21-Jährige 105 Tage für seinen fünften Saisontreffer: "Das Tor hat richtig gut getan", freute sich Artmann, der in den vergangenen Wochen laut eigener Aussage nicht die besten Spiele ablieferte: "Es lief nicht so erfolgreich. Vor allem in Ahlen ging es in die Hose", gestand Werders Nummer 13 ein.

 

Daher schnappte sich auch Trainer Thomas Wolter in den vergangenen Tagen seinen Schützling: "Ich habe ihn an der Ehre gepackt, weil ich mit seiner Leistung nicht zufrieden war. Wir wissen, welch enormes Potential in ihm steckt. Natürlich hat es mich dann für ihn gefreut, dass er das Tor macht. Aber auch für die anderen beiden habe ich mich gefreut", so der Bremer Coach.

 

Mit den beiden anderen sind Kevin Schindler und Marc Heider gemeint. Der Erstgenannte hätte sich sogar mehrmals an diesem Nachmittag in die Torschützenliste eintragen können, doch zwei Mal vergab Schindler aus mehr als aussichtsreicher Position. "Kevin hat unermüdlich gearbeitet. Das war der verdiente Lohn", lobte Thomas Wolter. Belohnt hat sich jedoch auch Marc Heider, der noch länger als Kevin Artmann auf seinen neunten Saisontreffer gewartet hat. "Es hat lange gedauert. Dass ich bereits das zweite Tor vorbereiten konnte, war sehr schön, aber dann auch noch zu treffen, ist natürlich noch schöner", zeigte sich der Deutschamerikaner glücklich.

 

Sein Tor zum 3:1 kurz vor dem Schlusspfiff sorgte endgültig für klare Verhältnisse im Stadion "Platz 11". Werder war die gesamte Spielzeit über das stärkere Team, musste sich jedoch die Kritik gefallen lassen, zu viele Chancen liegen zu lassen. "Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir unsere Chancen besser nutzen müssen", gestand Marc Heider ein.

 

Fast wäre die mangelnde Chancenauswertung sogar noch bestraft worden und hätte Dortmund die Chance ermöglicht "einen ganz, ganz glücklichen Punkt zu holen", wie es BVB-Trainer Theo Schneider auf der anschließenden Pressekonferenz treffend beschrieb. Bremen ließ sich jedoch durch den überraschenden Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen: "Ich hatte das Gefühl, dass wir jederzeit ein Tor machen können", war Kevin Artmann von seinem Team überzeugt und sollte letztendlich ja auch Recht behalten. Ein Selbstbewusstsein, das auch Trainer Thomas Wolter an den Tag legte. "Ich war davon überzeugt, dass wir gewinnen werden. Es zeichnet uns derzeit aus, dass wir immer nachlegen können. Dennoch war es aller Ehren wert, wie die Mannschaft nach dem 1:1 zurückgekommen ist."

 

Somit fuhr Werders U 23 am Ende doch noch einen souveränen Erfolg ein, wie auch BVB-Coach Theo Schneider zugeben musste: "Wir wussten, dass Werder die stärkste Offensive der Liga aufzubieten hat. Das haben sie heute bewiesen. Der Sieg geht absolut in Ordnung."

 

Norman Ibenthal

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