Bischoff: „Ich werde bald wieder spielen“

Amaury Bischoff hofft auf eine schnelle Genesung und ein baldiges Ende seiner bereits acht Monate dauernden Leidenszeit.
U23
Freitag, 15.02.2008 / 13:52 Uhr

Frust und etwas Verzweiflung – so würde Amaury Bischoff wohl seinen aktuellen Gemütszustand beschreiben. Seit mehr als acht Monaten ist Werders junger Franzose nun schon verletzt...

Frust und etwas Verzweiflung – so würde Amaury Bischoff wohl seinen aktuellen Gemütszustand beschreiben. Seit mehr als acht Monaten ist Werders junger Franzose nun schon verletzt. Die Hoffnung auf sein Comeback im Trikot der Grün-Weißen hat der 20-Jährige jedoch noch lange nicht aufgegeben.

 

Im Mai 2007 war die Fußball-Welt des hervorragenden Technikers noch in Ordnung. Amaury Bischoff stand regelmäßig im Kader der Profis, spielte gegen Celta Vigo im UEFA-Cup, schaffte mit Werders U 23 den Verbleib in der Regionalliga und holte mit dem Team von Trainer Thomas Wolter den Bremer Landespokal. „Ich war richtig gut drauf und habe auf die Chance gelauert, im Bundesliga-Team Fuß zu fassen“, so Bischoff.

 

"Ich wollte zur WM nach Kanada"

 

Für dieses Ziel nahm er auch leichte Schmerzen in der Leiste in Kauf, die nach dem Pokal-Erfolg gegen den FC Oberneuland jedoch zu stark wurden. „In Absprache mit Doktor Dimanski haben wir uns dann zu einer Leistenoperation auf der rechten Seite entschieden“, erklärt der gebürtige Franzose mit portugiesischem Pass, der vier Wochen pausierte und anschließend zur U-20-Nationalmannschaft Portugals reiste. „Vielleicht etwas zu früh, aber ich wollte unbedingt zur U-20-Weltmeisterschaft nach Kanada.“ Die ersten Tests und Trainingseinheiten im Vorbereitungstrainingslager verliefen auch problemlos, doch nach zwei Tagen kamen die Schmerzen wieder. „Das war sehr traurig. Ich hatte mich auf die WM gefreut, und unser Trainer Rui Cacador wollte mich auch unbedingt dabei haben.“

 

Doch anstatt wie sein Bremer Teamkollege Martin Harnik in Kanada für Furore zu sorgen, ging es für Amaury Bischoff zurück in die Reha nach Bremen. Zur Vorbereitung auf die neue Saison war der offensive Mittelfeldspieler wieder fit, fuhr mit den Profis ins Trainingslager nach Österreich und absolvierte Anfang September gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dormund erstmals wieder ein Regionalliga-Spiel. Die Freude über die schmerzfreie Zeit hielt jedoch nicht lange an. Wenig später zwickte die linke Leiste. Wieder musste operiert werden, und wieder absolvierte Bischoff mehrere Wochen lang ein Reha-Programm. Kaum waren die Probleme an der Leiste überwunden, da traten Schmerzen im Adduktorenbereich auf. „Ich konnte laufen und passen, aber Schüsse und das Spielen langer Bälle waren nicht möglich“, erklärt Bischoff.

 

Kurz vor den Weihnachtstagen im vergangenen Jahr machte sich Bischoff auf nach Frankreich. Aber nicht, um ein gemütliches Weihnachtsfest zu feiern, sondern um so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen zu können. „Ich war beim Arzt der französischen Nationalmannschaft in Behandlung. Dort habe ich eine Spritze bekommen und musste erneut vier Wochen pausieren“, erzählt Bischoff. Mitte Januar sollte die Leidenszeit dann endlich vorbei sein: „Ich fühlte mich gut, hatte mit Thomas Schaaf gesprochen und wollte wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Doch plötzlich waren die Schmerzen wieder da.“

 

Die Schmerzen kommen vom Rücken

 

Seit einigen Tagen befindet sich Amaury Bischoff, der während seiner langen Verletzungszeit nie den Kontakt zur Mannschaft verlor, wieder in intensiver Behandlung. „Es wird vermutet, dass die Schmerzen vom Rücken kommen und von den Operations-Narben.“ Bischoff hofft auf ein baldiges Ende seiner Verletzungszeit: „Eventuell kann ich in zwei bis drei Wochen wieder anfangen zu trainieren. Wenn nötig, warte ich aber auch länger. Hauptsache, die Schmerzen verschwinden endlich und ich kann wieder spielen“, ist der 20-Jährige über die lange Zeit ohne Fußball ein wenig frustriert. „Nach den Erfahrungen der letzten Monate ist meine Hoffnung, in dieser Saison noch aufzulaufen, sehr gering.“

 

Werder wird seinem jungen Talent Zeit geben, um wieder völlig gesund zu werden: „Vor kurzem hatte ich mit Thomas Schaaf ein gutes Gespräch. Er sagte, dass ich mir die nötige Zeit nehmen soll und er mich erst ins Training einsteigen lässt, wenn ich wieder zu 100 Prozent fit bin.“ Gedanken an ein frühzeitiges Karriereende hat Amaury Bischoff in den letzten acht Monaten nie gehabt. „Die Verletzung dauert zwar lange, aber ich bin davon überzeugt, dass ich bald wieder spielen werde.“

 

Norman Ibenthal

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