Samstag rollt der Ball wieder. Freuen Sie sich auf den Start?
Natürlich bin ich froh, dass es wieder los geht. Der Kampf um Tore und Punkte ist es doch, worauf wir alle in den letzten Wochen hingearbeitet haben
Wie verlief die Vorbereitung?
Es waren erlebnisreiche sechs Wochen. Einige Jungs waren bei den Profis dabei, so dass wir an einigen Tagen nur sechs Spieler beim Training hatten. Im Trainingslager in Andalusien waren dagegen wieder zwanzig Jungs dabei. In den Testspielen gab es wie jedes Mal Höhen und Tiefen und auch mit dem Pokalspiel gegen Stuttgart haben wir ja für ein wenig Aufsehen gesorgt.
Wie oft schweifen die Gedanken noch einmal zum Pokalspiel gegen Stuttgart zurück?
Das ist abgehakt. Am Ende steht eine 2:3-Niederlage gegen einen Deutschen Meister, der sicherlich noch nicht zu seiner Form gefunden hat. Das hat der Bundesliga-Auftakt gezeigt. Für uns war es wichtig, dass die Jungs das Spiel richtig einordnen. Sie haben gesehen, wozu sie in der Lage sind, wenn sie an ihre Grenzen gehen. Das müssen wir jetzt auf die Punktspiele übertragen.
Dominic Peitz zog sich dabei einen Innenbandanriss im Knie zu und muss einige Wochen pausieren? Wie schwer wiegt dieser Ausfall?
Dominic gehört zu einem der Stammspieler, auf den man nicht gerne verzichten möchte. Aber ich bin mir sicher, dass wir in der Lage sind, den Ausfall zu kompensieren. Außerdem mussten wir in der Vergangenheit auf Dominic aufgrund diverser Sperren schon häufiger verzichten. Das ist also nicht neu für uns (lacht).
Viele Mannschaften haben in der Winterpause personell weiter aufgerüstet - die U 23 nicht. Warum?
Unser Ziel ist zwar auch die Qualifikation für die 3. Liga, doch in erster Linie sind wir eine Ausbildungsmannschaft. Daher verfolgen wir eine andere Philosophie als die meisten Regionalligisten. Wenn wir Spieler verpflichten, müssen sie auch die Perspektive für die Bundesliga haben. Und da wir unserem Kader vertrauen und auch eine sehr gute U 19 haben, aus der wir Spieler hochziehen können, kamen für uns keine Verpflichtungen in Frage. Ob es am Ende für die Qualifikation zur 3. Liga reicht, werden wir am Ende der Saison sehen. Für die Nachwuchsförderung ist es zumindest der richtige Weg.
Ihr Team spielte eine sehr gute Hinrunde, was ist bis zum Sommer möglich?
Alles (lacht). Gerade bei jungen Mannschaften muss man sich auf alles einstellen. Einige könnten denken, nach der guten Hinrunde ist schon alles gelaufen und lehnt sich zurück, der andere ist unzufrieden, weil er bei den Profis nicht dabei ist und wieder andere erleben dagegen eine Leistungsexplosion. In unserem Team steckt viel Potenzial. Für die Jungs darf es nicht das Ziel sein, bei Werder in der Regionalliga zu spielen, sondern für höhere Aufgaben noch mehr aus sich rauszukitzeln.
Interview: Norman Ibenthal