Über das Endergebnis zeigte sich Werders Nummer 10 jedoch nicht ganz so zufrieden: "Wir hatten 80% Ballbesitz und es vor allem in der ersten Halbzeit versäumt das Tor zu machen. Wir haben hier heute Punkte liegen gelassen", erklärte Kruse, dessen Teamkollegen sich ähnlich enttäuscht über das 1:1 zeigten: "Vorm Spiel hätte man sicher mit einem Unentschieden zufrieden sein können, doch nach dem Spielverlauf muss man schon sagen, dass mehr drin war. Wenn wir unsere Chancen konsequenter genutzt hätten, wären wir hier als klarer Sieger vom Platz gegangen", sagte Dominic Peitz, der jedoch auch lobende Worte fand: "Dass wir erneut nach einem Rückstand zurückgekommen sind, zeigt, wie stark wir sind. Wir sind bereits seit einigen Spielen richtig gut drauf und unser Anspruch ist es immer zu gewinnen. Heute hatten wir die Chance zu gewinnen, haben sie aber leider nicht genutzt."
Die Tatsache, dass seine Spieler trotz Punktgewinns mit gesenkten Köpfen in der Kabine saßen, machte Werder-Coach Thomas Wolter optimistisch für die Zukunft. "Dass zeigt, dass sie sich jetzt voll auf die letzte Aufgabe des Jahres gegen Lübeck am kommenden Wochenende konzentrieren", erklärte der Bremer Trainer, der nicht ganz so unzufrieden war wie seine Jungs: "Sicher war der Sieg drin, doch insgesamt kann man von einem gerechten Unentschieden sprechen, auch wenn meine Spieler das anders sehen. Aber man darf auch nicht vergessen, dass wir bei einem der heimstärksten Teams der Liga gespielt haben und einen direkten Konkurrenten um die Qualifikationsplätze auf Distanz gelassen haben."
Norman Ibenthal