U 23: Höchste Niederlage auf "Platz 11" seit 10 Jahren

In dieser Szene gewinnt Florian Mohr das Kopfballduell, ansonsten bemängelte Werder-Coach Thomas Wolter jedoch das Zweikampfverhalten seines Teams.
U23
Sonntag, 07.10.2007 / 18:57 Uhr

Man muss schon einige Jahre in den Geschichtsbüchern zurückblättern, wenn man erfahren möchte, wann Werders U 23 das letzte Mal so deutlich im Stadion "Platz 11" verlor. Vor drei Jahren gab es mal ein 0:4 gegen Dynamo Dresden, das fand jedoch im Weser-Stadion statt. Eine derartige Niederlage in der Regionalliga-Spielstätte liegt noch weiter zurück. In der Saison 1997/1998 musste Werder sich dem heutigen Niedersachsenligisten Armina Hannover mit 0:4 geschlagen geben.

 

Die Höhe des Ergebnisses spielte am Sonntagnachmittag jedoch nur eine nebensächliche Rolle: "Ob nun vier oder zwei zu null, das macht keinen großen Unterschied", so Martin Harnik angesichts der dritten Niederlage in Folge. Für Werder war es jedoch nicht nur die dritte Begegnung ohne Punktgewinn, sondern zugleich auch das vierte Heimspiel in Serie, das man nicht gewinnen konnte. "Bei jungen Mannschaften können diese Phasen schon einmal eintreten. Das ist bekannt. Es kommen auch wieder bessere Zeiten", bleibt Trainer Thomas Wolter noch ruhig, zeigte sich jedoch deutlich unzufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft: "Da war keine Konsequenz und Entschlossenheit in unserem Spiel, wir haben viel zu blauäugig gespielt und ohne jegliches Zweikampfverhalten durch vier individuelle Fehler die Tore bekommen."

 

Wolter betonte jedoch auch, dass sein Team dennoch nicht schlecht gespielt habe: "Der Ball lief ganz gut. Aber das sieht nur gut aus, wir sind kaum zum Abschluss gekommen." Ähnlich sah es Angreifer Martin Harnik: "Wir haben den Ball eigentlich ganz gut laufen lassen. Aber das reicht nun mal nicht, es hat die Effektivität gefehlt", so der österreichische Nationalspieler.

 

Bezeichnend dafür war die 85. Spielminute als Werder selbst vom Elfmeterpunkt aus kein Tor gelingen wollte. Max Kruse scheiterte aus elf Metern an RWE-Keeper Masuch. Es war bereits der dritte verschossene Elfmeter in Folge. Zuvor war Frank Löning bereits gegen Ahlen vom Punkt aus gescheitert und Kevin Artmann verschoss gegen Braunschweig. "Das ist schon Wahnsinn. Aber das kann man nicht erklären. Genauso wenig wie man sich vor einger Zeit erklären konnte, dass Kasper Jensen fünf Elfmeter in Folge gehalten hat. Aber das ist nicht nur Pech", so Wolter, der sich trotz der zu diesem Zeitpunkt bereits feststehenden Niederlage ein Tor gewünscht hätte: "Am Ergebnis hätte das zwar nicht mehr viel geändert, aber für das kommende Spiel hätte ein kleines Erfolgserlebnis vielleicht wichtig sein können."

 

In drei Tagen müssen die Grün-Weißen bereits wieder ran. Am Mittwochabend empfängt Werder um 19.30 Uhr Kickers Emden im Stadion "Platz 11". "Da kann es schon wieder aufwärts gehen. Wir müssen jetzt einfach gegen diese negative Serie anarbeiten. Die Qualität haben wir", zeigt sich Thomas Wolter optimistisch und wird von Martin Harnik bestärkt: "Es muss jetzt wieder bergauf gehen. Wir brauchen ein Erfolgserlebnis und müssen an uns glauben. Schließlich wissen wir, was wir können."

 

Norman Ibenthal

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