Es hätte ein so genannter "Big-Point" werden können. Das wussten auch Werders U 23-Junioren, die nach der 1:2-Niederlage gegen Erfurt mit gesenkte Köpfen vom Platz trotteten...
Es hätte ein so genannter "Big-Point" werden können. Das wussten auch Werders U 23-Junioren, die nach der 1:2-Niederlage gegen Erfurt mit gesenkte Köpfen vom Platz trotteten...
Es hätte ein so genannter "Big-Point" werden können. Das wussten auch Werders U 23-Junioren, die nach der 1:2-Niederlage gegen Erfurt mit gesenkten Köpfen vom Platz trotteten und auf die vergebene Chance, auf das Vorstoßen in die Spitzengruppe der Regionalliga Nord, verärgert zurückblickten. "Zumindest ein Unentschieden hätte drin sein können. So ist das aber natürlich bitter, gerade weil wir nach dem 0:1 noch einmal zurückgekommen sind und dann auch auch noch in Überzahl gespielt haben", so ein enttäuschter Florian Mohr. "Aber wir haben einfach zu kompliziert gespielt. Wenn man sich keine Torchancen erspielt, kann man auch keine Tore schießen. Erfurt hatte nur zwei Möglichkeiten und macht daraus zwei Tore. Ansonsten haben wir die Offensive um Kumbela und Bunjaku völlig ausgeschaltet."
Doch genau diese zwei Male waren die Erfurter hellwach vor dem Tor der dominierenden Werderaner, so dass Gäste-Coach Pavel Dotchev auch passend schlussfolgerte: "Werder war spielerisch überlegen, wir dagegen konsequenter. Magdeburg hat hier verloren, Köln hat hier verloren, ich habe vor dieser Bremer Mannschaft großen Respekt. Daher bin ich sehr glücklich über den Sieg", so das Fazit des Erfurter Trainers.
Sein Gegenüber Thomas Wolter konnte nur beipflichten: "Konsequent ist genau das richtige Wort. Das waren wir heute nur einmal, beim Ausgleich zum 1:1 durch Kevin Artmann. Zwar haben wir viel investiert und versucht und hatten auch viele Bälle vor dem Tor, aber es hat dann einfach die letzte Konsequenz gefehlt. Auf der anderen Seite hat genau derjenige, der bei uns die Ausbildung
genossen hat, diese Konsequenz gezeigt", erklärte der Bremer Coach und wies dabei auf Ex-Werderaner Daniel Brückner hin, der zum Matchwinner avancierte. Der 26-Jährige spielte eine starke Partie, bereitete das erste Tor der Thüringer Tor vor und erzielte auch noch den entscheidenen Treffer zum 2:1. "Das ist natürlich ein sehr schönes Gefühl, gerade beim Ex-Verein, bei dem ich viel erlebt und gelernt habe", so Brückner, der sich jedoch ebenfalls bewusst war, dass die Partie auch durchaus hätte anders ausgehen können: "Aber Werder ist heute wie man so schön sagt 'an Schönheit gestorben'. Wir haben die wenigen Chancen, die wir hatten, rein gemacht."
Drei Tage lang haben die Bremer nun Zeit zu ihrer Torgefählichkeit zurückzufinden, denn am kommenden Samstag, 29.09.2007, steht bei Union Berlin bereits die nächste Aufgabe für die Grün-Weißen an. Werder-Trainer Thomas Wolter blickt der Partie an der Alten Försterei optimistisch entgegen: "Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Schließlich haben wir trotz der Niederlage heute eine absolute Spitzenmannschaft der Liga beherrscht. Da war schon viel Gutes bei. Jetzt müssen wir nur konsequenter vor dem Tor werden."
Norman Ibenthal
