Für Thomas Wolter war der FC neben Bayern und Schalke einer der Wunschgegner im Pokal. Kein Wunder, schließlich zählt der 1. FC Köln zu den Top-Mannschaften der 2. Bundesliga. Nachdem Coach Christoph Daum, bei seiner Vertragsunterzeichnung im November 2006 als Trainer-Messias gefeiert, das von Vereinsseite ausgegebene Saisonziel Wiederaufstieg in der vergangenen Spielzeit überaus deutlich verpasste (Platz 9), drehte sich das Personalkarussell des Gründungsmitglieds der höchsten deutschen Spielklasse in der Sommerpause kräftig. Zwölf Neuzugänge, darunter unter anderen Roda Antar vom SC Freiburg und Kevin McKenna (FC Energie Cottbus), verstärken das Mannschaftsgefüge um Stürmerstar Patrick Helmes. Der 23-Jährige füllt die Lücke, die Lukas Podolski nach seinem Abgang zu Bayern München hinterließ, erfolgreich aus. Helmes erzielte in der Saison 06/07 trotz langwieriger Verletzungspausen 14 Treffer und spielte sich endgültig in die Herzen der FC-Fans.
Die großen sportlichen Erfolge des 1. FC Köln liegen allerdings weit zurück. Der dreimalige deutsche Meister hielt die begehrte Schale zuletzt 1978 in den Händen und auch jüngste Erfolge im DFB-Pokal sucht man vergeblich. Die Historie der Rot-Weißen beeindruckt zwar mit vier Cup-Siegen, doch der letzte Pokalgewinn stammt aus dem Jahr 1983. Vorsicht ist dennoch geboten! Im Pokal-Wettbewerb der letzten Saison erwies sich der FC als Favoritenschreck. In der zweiten Runde bezwangen die Kölner den FC Schalke 04 nach Verlängerung mit 4:2 (2:2, 2:0). Der aufkeimenden Euphorie wurde aber bereits im nachfolgenden Spiel ein Ende gesetzt. Bei Eintracht Frankfurt verloren die Rot-Weißen ebenfalls nach Verlängerung mit 1:3 (1:1, 1:1), ein Ausrufezeichen setzte der FC aber allemal.
U 23 hofft auf grün-weiße Fan-Unterstützung
Für die Bremer ist das Erstrundenduell gegen Köln der Beginn des letzten DFB-Pokal Abenteuers der U 23. Denn im Zuge der Ligareform kann sich Werders Nachwuchs kein weiteres Mal für den deutschen Pokalwettbewerb qualifizieren. Zuletzt nahm das Team von Coach Wolter in der Saison 2004/2005 am DFB-Pokal teil. Damals musste man sich vor rund 1.500 Zuschauern im Stadion "Platz 11" dem MSV Duisburg ganz knapp mit 1:2 geschlagen geben.