Thomas Wolter hatte es nach dem Schlusspfiff eilig, sehr eilig. Den Bremer Coach zog es schnurstracks in Richtung Kabine und forderte auf dem Weg dorthin seine Spieler deutlich auf, ihm so schnell wie möglich zu folgen...
Thomas Wolter hatte es nach dem Schlusspfiff eilig, sehr eilig. Den Bremer Coach zog es schnurstracks in Richtung Kabine und forderte auf dem Weg dorthin seine Spieler deutlich auf, ihm so schnell wie möglich zu folgen...
Thomas Wolter hatte es nach dem Schlusspfiff eilig, sehr eilig. Den Bremer Coach zog es schnurstracks in Richtung Kabine und forderte auf dem Weg dorthin seine Spieler deutlich auf, ihm so schnell wie möglich zu folgen. Doch wer nun dachte, dass der 43-Jährige angesichts der dritten Niederlage in Folge einige kritische Worte an sein Team richten wollte, sah sich getäuscht: "Ich habe sie zusammenkommen lassen und ihnen noch einmal gut zugesprochen. Das konnten die Jungs gebrauchen. Gegen Magdeburg und Pauli habe ich ihnen vorgeworfen, dass sie nicht entschlossen genug waren und die Einsatzfreude vermissen ließen. Das kann ich ihnen heute aber nicht vorwerfen. Sie haben alles gegeben", erklärte Thomas Wolter, der seiner Mannschaft für den Sonntag trainingsfrei gab.
Viel zu kritisieren gab es am Werder-Spiel auch nicht, denn die Grün-Weißen waren über die gesamte Spielzeit die aktivere Mannschaft und bestimmten über weite Strecken Ball und Gegner. "Wir waren über die gesamten neunzig Minuten das bessere Team und hatten den Gegner fest im Griff", fand auch Frank Löning, der zugleich ansprach, woran es gegen den Wuppertaler SV gelegen hat: "Wir haben es verpasst, das zweite Tor zu machen. Da waren wir im Angriff zu fahrlässig und wurden dafür bestraft. Dann kriegt man halt einen rein, heute waren es sogar gleich zwei." Die mangelnde Chancenverwartung war auch für Thomas Wolter der einzige Kritikpunkt: "Den einzigen Vorwurf, den man der Mannschaft heute machen kann, ist der der, dass sie die Tore nicht gemacht hat."
Während Werder nach dem Führungstreffer durch Kevin Schindler eine gute Gelegenheit nach der anderen ausließ, drehte Wuppertal in der zweiten Halbzeit durch die Tore von Heinzmann und Damm die Partie. "Wuppertal hat sich nicht aufgegeben und hat heute die nötige Cleverness gezeigt. Zweimal waren sie vor dem Tor und zweimal haben sie es gemacht", musste Frank Löning eingestehen.
Für Trainer Thomas Wolter spielte es letztendlich keine Rolle, ob es ein schmeichelhafter Sieg für die Gäste war: "Wir brauchen hier heute nicht über Glück oder Unglück diskutieren. Ich bin glücklich, dass wir schon 43 Punkte haben und ich bin mir sicher, dass wir die nächsten Zähler bald einfahren werden, wenn wir so weiterspielen." Gelegenheit dazu bietet sich am kommenden Wochenende, wenn Werder bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund antritt. Eine Begegnung, die im Abstiegskampf sehr wichtig sein kann. Zwar liegt Werder von den Abstiegsrängen noch acht Punkte entfernt, doch der Dortmunder Nachwuchs, der auf dem ersten Abstiegsrang liegt (vier Punkte Rückstand auf Kiel), hat durch den 3:1-Erfolg beim VfB Lübeck noch einmal Hoffnung geschöpft. Bei einer Niederlage gegen Werder, wäre der Abstieg jedoch kaum noch zu vermeiden.
von Norman Ibenthal
