Bereits nach zehn Minuten begann sich das Spiel gegen die Bremer zu wenden, denn Kevin Schindler, der auf der rechten Mittelfeldseite begann, musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Da wurde unsere Taktik schon ein wenig über den Haufen geworfen, da uns dadurch Kevins Schnelligkeit auf der rechten Seite fehlte“, so Wolter. Noch bevor Schindler durch Dominik Schmidt ersetzt werden konnte, nutzte der 1. FC Magdeburg die zahlenmäßige Überlegenheit aus und ging durch Aleksandar Kotuljac in Führung.
Ausgerechnet Kotuljac war es auch, der nach rund zwanzig Minuten das zweite Tor des Abends schoss. Denn was kaum einer weiß, der Magdeburger hat eine Bremer Vergangenheit. „Nach seinem Kreuzbandriss hat er sich, bevor er zu Magdeburg wechselte, bei uns fit gehalten“, erklärte Thomas Wolter und fügte scherzend an: „Dafür hat er sich heute dementsprechend bedankt.“
Erst nach dem Doppelschlag des 25-Jährigen kam Werder besser in die Partie und bestimmte vor allem in der zweiten Hälfte weite Teile der Begegnung: „Da waren wir klar im Vorteil und hatten 80% der Spielanteile, aber wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt. Somit war es ein rundum verkorkster Abend“, so das Fazit von Thomas Wolter. Auch seine Spieler sahen in der Chancenauswertung ein deutliches Manko. „Magdeburg hatte im zweiten Durchgang doch nicht eine Chance, wir dagegen eine nach der anderen. Wenn wir nur erst einmal eine davon mal genutzt hätten, wäre hier vielleicht noch was gegangen“, so ein enttäuschter Dominik Schmidt, der eine starke Partie ablieferte.
Einen guten Eindruck hinterließ auch einer der Jüngsten im Team. U 19-Spieler Max Kruse stand zum zweiten Mal in der Startformation der U 23 und kam über die gesamte Spielzeit zum Einsatz. Für den 19-Jährigen war die Partie in Magdeburg, wie auch für Julian Grundt und Alexander Hessel, der Auftakt zu einem Fußball-Wochenende. Denn kaum zurück in Bremen, darf sich das Trio am Samstag mit der U 19 auf den Weg nach Chemnitz machen, wo das Team von Trainer Mirko Votava am Sonntag gegen den CFC antritt. „Das ist zwar ein wenig stressig aber das macht mir nichts aus. Schließlich will ich mit der A-Jugend die Meisterschaft gewinnen und da will ich so viele Spiele wie möglich für die U 19 machen“, so Kruse.
von Norman Ibenthal