In der Tat hätten beide Teams den Platz auch als Sieger verlassen können, Chancen dazu waren auf beiden Seiten da. Daher war es wohl schon gut so, dass es am Ende keinen wahren Sieger gab, auch wenn Dominic Peitz den Rasen schon ein wenig enttäuscht verließ. "Wir haben bereits in der ersten Halbzeit gut gespielt und sind in der zweiten dann auch verdient in Führung gegangen. Wir hätten hier heute gewinnen können, aber wir belohnen uns noch zu selten für unser gutes Spiel", sagte der 22-Jährige, der den Siegtreffer selbst auf dem Fuß hatte, aber in der 72. Spielminute an Dynamo-Keeper Herber scheiterte. "Den muss ich machen", gestand Peitz ein, der gegen Dresden seine zehnte gelbe Karte sah und somit gegen Magdeburg am kommenden Freitag nur zuschauen darf.
Viel wichtiger als das Ergebnis war Thomas Wolter der Auftritt seiner Mannschaft. "Man hat heute wieder einmal gesehen, warum wir dieses Jahr so gut da stehen. Ich bin mir sicher, dass wir die kommenden drei Spiele gegen Magdeburg, St. Pauli und Wuppertal ebenso engagiert angehen werden", lobte der Bremer Coach. Vor allem beim Führungstreffer spielte Werder die individuelle Klasse aus. Nach einer tollen Kombination auf engstem Raum zwischen Kevin Artmann. Amaury Bischoff und Frank Löning, traf Artmann zum 1:0. So richtig freuen konnte sich der 20-Jährige jedoch nicht über sein 11. Saisontor, denn beim Schuss zog er sich einen Muskelfaserriss zu und musste ausgewechselt werden. Zwei bis drei Wochen wird er voraussichtlich ausfallen.