1:1 gegen Dresden: Ein Punkt, mit dem man leben kann

Traf erst zum 1:0 und musste anschließend verletzt raus: Kevin Artmann.
U23
Samstag, 14.04.2007 / 20:04 Uhr

Die beiden Trainer und ehemaligen Teamkollegen Norbert Meier und Thomas Wolter waren sich nach dem Spiel einig, dass die Punkteteilung voll und ganz in Ordnung ging. Von einem "ausgeglichenen Spiel" und einer sehr "intensiven" Begegnung war auf der anschließenden Pressekonferenz die Rede. "Man hat gemerkt, dass beide Mannschaften gewinnen wollten", fügte Werder-Coach Thomas Wolter noch hinzu.

 

In der Tat hätten beide Teams den Platz auch als Sieger verlassen können, Chancen dazu waren auf beiden Seiten da. Daher war es wohl schon gut so, dass es am Ende keinen wahren Sieger gab, auch wenn Dominic Peitz den Rasen schon ein wenig enttäuscht verließ. "Wir haben bereits in der ersten Halbzeit gut gespielt und sind in der zweiten dann auch verdient in Führung gegangen. Wir hätten hier heute gewinnen können, aber wir belohnen uns noch zu selten für unser gutes Spiel", sagte der 22-Jährige, der den Siegtreffer selbst auf dem Fuß hatte, aber in der 72. Spielminute an Dynamo-Keeper Herber scheiterte. "Den muss ich machen", gestand Peitz ein, der gegen Dresden seine zehnte gelbe Karte sah und somit gegen Magdeburg am kommenden Freitag nur zuschauen darf.

 

Viel wichtiger als das Ergebnis war Thomas Wolter der Auftritt seiner Mannschaft. "Man hat heute wieder einmal gesehen, warum wir dieses Jahr so gut da stehen. Ich bin mir sicher, dass wir die kommenden drei Spiele gegen Magdeburg, St. Pauli und Wuppertal ebenso engagiert angehen werden", lobte der Bremer Coach. Vor allem beim Führungstreffer spielte Werder die individuelle Klasse aus. Nach einer tollen Kombination auf engstem Raum zwischen Kevin Artmann. Amaury Bischoff und Frank Löning, traf Artmann zum 1:0. So richtig freuen konnte sich der 20-Jährige jedoch nicht über sein 11. Saisontor, denn beim Schuss zog er sich einen Muskelfaserriss zu und musste ausgewechselt werden. Zwei bis drei Wochen wird er voraussichtlich ausfallen.

 

Kurz nach dem Ausgleichstreffer der Dresdner musste mit Amaury Bischoff dann sogar noch ein zweiter Kreativspieler mit Leistenproblemen den Platz vorzeitig verlassen. "Die beiden Ausfälle haben sich schon bemerkbar gemacht, da im Mittelfeld zwei wichtige Anspielstationen fehlten. Da wurden wir das eine oder andere Mal dann auch zu langen Bällen gezwungen", sagte Florian Mohr. Doch Werder gelang es dennoch die Lücken schnell zu schließen, wie Trainer Thomas Wolter deutlich machte: "Wir haben mit Frank Löning und Thiago Rockenbach da Silva noch zwei Akteure, die das Kreativspiel ankurbeln können. Das hat man auch nach den Auswechslungen gesehen, da haben wir uns ja auch noch einige Möglichkeiten erarbeitet."

 

Trotz der Verletzung machte sich Amaury Bischoff am Abend zusammen mit Jérôme Polenz noch zu den Profis auf. Ob er in Dortmund morgen dabei sein kann oder sich das Spiel von der Tribüne aus anschauen muss, wird jedoch erst eine Untersuchung vor Ort ergeben.

 

Durch das 1:1 rutschte Werder um einen Platz ab und liegt nun auf Rang 10. Doch die Abstiegsränge sind weiterhin weit entfernt. Elf Punkte trennen die Bremer weiterhin vom ersten Abstiegsplatz, so dass man, wie Florian Mohr sagte, "mit dem Punkt durchaus leben kann."

 

von Norman Ibenthal

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