Osnabrück führt die Liga an
Die zur Zeit wohl besten Aufstiegs-Chancen hat der VfL Osnabrück, der nicht nur mit 34 Punkten und damit zwei Zählern vor der Konkurrenz die Liga anführt, sondern auch erst 18 Spiele und damit eine Partie weniger ausgetragen hat als die Kontrahenten. "Es wird am Ende der Verein aufsteigen, der in jedem Spiel bereit ist, an seine Grenzen zu gehen und sich nicht mit Nebensächlichkeiten beschäftigt. Außerdem ist die Rückendeckung im Umfeld sowie auch ein Quäntchen Glück entscheidend. In meinen Augen können noch alle Mannschaften bis Rang zwölf ein Wort um die Aufstiegsplätze mitreden, weil es für keine Mannschaft in dieser Liga eine Garantie für den Aufstieg gibt. Keine Mannschaft hat die Qualität, alle anderen Teams so zu dominieren, dass sie einen Durchmarsch schaffen könnte", traut Claus-Dieter Wollitz, Trainer des VfL Osnabrück, noch vielen Teams den Sprung in die 2. Bundesliga zu.
Das Kuriose an der bisherigen Saison ist die Ausgeglichenheit der Liga. Ein Blick auf die Tabelle belegt dies. Spitzenreiter Osnabrück und den Aufsteiger 1. FC Union Berlin, der mit 28 Punkten Platz elf belegt, trennen gerade einmal sechs Zähler. Selbst der als Aufstiegs-Mitfavorit in die Saison gestartete FC St. Pauli, der bisher hinter seinen eigenen Ansprüchen zurückgeblieben war, ist mit 26 Zählern und acht Punkten Abstand zu Rang eins bzw. gerade einmal sechs Zählern zu einem Aufstiegsplatz als Tabellenzwölfter noch nicht aus dem Rennen. Das schätzt auch Theo Schneider, Trainer vom Borussia Dortmund II, so ein: "Ich sehe den VfL Osnabrück und Dynamo Dresden am Ende der Saison auf den Aufstiegsplätzen. Aber der erweiterte Favoritenkreis ist groß. So haben auch Fortuna Düsseldorf, der Wuppertaler SV oder auch der FC St. Pauli trotz des aktuellen Rückstandes noch alle Chancen."
Fuchs: In der Restrunde Leistung bestätigen
Uwe Fuchs, Trainer des Wuppertaler SV Borussia, der mit 32 Punkten auf dem zweiten Aufstiegsplatz überwintert hat, steckt die Ziele seiner Mannschaft ab, ohne das Wort Aufstieg in den Mund zu nehmen: "Wir haben mit unserer jungen Truppe bislang das erreicht, was wir uns vorgenommen hatten, und wollen das auch in der Restrunde bestätigen."
Ebenfalls große Spannung verspricht der Kampf um den Klassenverbleib. Holstein Kiel (20), Bayer 04 Leverkusen II, Borussia Dortmund II (je 18), der SV Wilhelmshaven (16) und Borussia Mönchengladbach II (12) belegen derzeit die fünf Abstiegsplätze. Für die "Störche" aus Kiel beträgt der Rückstand zum "rettenden Ufer" zwei Punkte. Selbst bei zehn Zählern Rückstand ist Horst Wohlers, Trainer der zweiten Mannschaft von Borussia Mönchengladbach, noch zweckoptimistisch: "Für uns gilt es, eine Serie zu starten und den Anschluss zu schaffen. Es wird zwar sehr schwer. Aber aufgegeben haben wir uns noch nicht. Wir werden kämpfen bis zum Schluss."
Quelle: DFB