Einfach anders

Kevin Schindler über seine Zeit in den USA
Kevin Schindler spielte eine Saison beim FC Cincinnati (Foto: Schindler).
U23
Donnerstag, 03.05.2018 / 17:23 Uhr

Von Marcel Kuhnt

Im Moment ist wieder Trainingsarbeit angesagt. Nicht nur für Werders U 23, sondern auch für Kevin Schindler. Nachdem sich der 29-Jährige bereits im letzten Sommer bei den Grün-Weißen fit gehalten hat, ist der Angreifer nun zurück. Im Gepäck: viele neue Erfahrungen von seinem USA-Abenteuer.

Im vergangenen Juli entschied sich Schindler, der zu diesem Zeitpunkt vereinslos war, für eine ganz neue Herausforderung. Weg aus Deutschland, raus in die Welt. Sein Ziel war die USA, genauer gesagt der FC Cincinnati. „Ich bin mit keinen Vorstellungen dort hingeflogen und wusste auch nicht, was mich dort erwartet. Aber im Nachhinein war es die beste Entscheidung, die ich treffen konnte“, blickt der ehemalige Werder-Spieler zurück.

Auf die Fans war auch in Cincinnati Verlass (Foto: Schindler).

Sechsmal lief der gebürtige Delmenhorster für den FCC in der United Soccer League, die US-amerikanische zweite Liga, auf. Auch gegen das MLS-Team der New York Red Bulls stand Schindler auf dem Rasen. Allerdings im Halbfinale des nationalen Pokal-Wettbewerbs. „In dem Spiel war das Stadion mit 35.000 Zuschauern bis obenhin voll. Aber auch in den übrigen Spielen hatten wir meistens über 20.000 Fans im Stadion. Das ist schon bemerkenswert, wenn ich bedenke, dass es den Verein erst seit drei Jahren gibt“, erklärt Schindler.

Trotz der jungen Vereinsgeschichte läuft „alles sehr professionell ab“, unterstreicht er. Vergleiche mit den Strukturen in Deutschland möchte er allerdings nicht ziehen. Denn während in deutschen Gefilden die 2. Bundesliga eine reine Profi-Liga ist, gehen die Kicker beim FC Cincinnati teilweise ihrer normalen Arbeit nach. „Wir hatten Spieler im Kader, die wenig bis gar nichts verdient und nur die Wohnung gestellt bekommen haben. Daher hatten sie Nebenjobs, denen sie nach dem Training am Vormittag nachgegangen sind. Der eine war Pizza-Lieferant, zwei oder drei andere haben als Uber-Fahrer Geld dazu verdient“, erklärt Schindler. „Das hat mich schon überrascht.“

Wir hatten Spieler im Kader, die wenig bis gar nichts verdient haben.
Kevin Schindler

Er selbst hat sich hingegen voll auf den Fußball konzentrieren können. Die Zufriedenheit mit dem Aufenthalt in den USA ist spürbar. Neben den positiven, sportlichen Eindrücken mit Trips nach Toronto, Miami oder New York sind ihm auch einige Anekdoten im Gedächtnis hängen geblieben. So traf er selbst 6.836 Kilometer vom Osterdeich entfernt, einen gebürtigen Bremer: „Ja, das war schon witzig. Er hatte dort ein Schnitzel-Restaurant und war Werder-Fan.“

Für ein Schmunzeln bei seinen Teamkollegen sorgte Kevin Schindler jedoch selbst. „Beim Abendessen meines ersten Spiels erschien ich wie gewohnt im Trainingsanzug. Ich war aber der Einzige in dieser Kleidung. Der Rest kam mit Badeschlappen, kurzer Hose und Mütze. Halt jeder so, wie es ihm gefiel. Da haben einige schon gelacht“, erzählt Schindler, der so etwas halt dann doch nur in den USA erlebt.

 
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