Sechsmal lief der gebürtige Delmenhorster für den FCC in der United Soccer League, die US-amerikanische zweite Liga, auf. Auch gegen das MLS-Team der New York Red Bulls stand Schindler auf dem Rasen. Allerdings im Halbfinale des nationalen Pokal-Wettbewerbs. „In dem Spiel war das Stadion mit 35.000 Zuschauern bis obenhin voll. Aber auch in den übrigen Spielen hatten wir meistens über 20.000 Fans im Stadion. Das ist schon bemerkenswert, wenn ich bedenke, dass es den Verein erst seit drei Jahren gibt“, erklärt Schindler.
Trotz der jungen Vereinsgeschichte läuft „alles sehr professionell ab“, unterstreicht er. Vergleiche mit den Strukturen in Deutschland möchte er allerdings nicht ziehen. Denn während in deutschen Gefilden die 2. Bundesliga eine reine Profi-Liga ist, gehen die Kicker beim FC Cincinnati teilweise ihrer normalen Arbeit nach. „Wir hatten Spieler im Kader, die wenig bis gar nichts verdient und nur die Wohnung gestellt bekommen haben. Daher hatten sie Nebenjobs, denen sie nach dem Training am Vormittag nachgegangen sind. Der eine war Pizza-Lieferant, zwei oder drei andere haben als Uber-Fahrer Geld dazu verdient“, erklärt Schindler. „Das hat mich schon überrascht.“