Die Enttäuschung bei Werders U 23 war nach dem Schlusspfiff groß. Über weite Strecken hatten die Grün-Weißen am Samstagnachmittag den Goslarer SC beherrscht, doch am Ende musste sich das Team von Coach Viktor Skripnik mit 0:2 geschlagen geben...
Die Enttäuschung bei Werders U 23 war nach dem Schlusspfiff groß. Über weite Strecken hatten die Grün-Weißen am Samstagnachmittag den Goslarer SC beherrscht, doch am Ende musste sich das Team von Coach Viktor Skripnik mit 0:2 geschlagen geben...
Die Enttäuschung bei Werders U 23 war nach dem Schlusspfiff groß. Über weite Strecken hatten die Grün-Weißen am Samstagnachmittag den Goslarer SC beherrscht, doch am Ende musste sich das Team von Coach Viktor Skripnik mit 0:2 geschlagen geben.
„Nur mit Ballbesitz kann man im Fußball nicht erfolgreich sein. Da gehört auch Kampf und Leidenschaft dazu. Im entscheidenden Moment waren wir heute nicht konzentriert genug und haben Fehler gemacht", so das Fazit von Tom Trybull. Sein Teamkollege Julian von Haacke sah es ähnlich: „Wir hatten heute viel Ballbesitz. Aber das bringt nix. Goslar hat zwei Konter gesetzt und so haben wir verloren." Auch Coach Viktor Skripnik sah ein Bremer Team mit „mindestens 80 Prozent Ballbesitz. Aber wir haben nichts draus gemacht und müssen nun die Niederlage hinnehmen. Gerade vorne hätten wir präsenter sein müssen. Aber auch Kompliment an Goslar, sie haben das clever gemacht."
Den rund 500 Zuschauern bot sich ein an Höhepunkten armes Regionalligaspiel im Stadion „Platz 11". Die Bremer, die lediglich in der Anfangsphase mit ein paar Ungenauigkeiten zu kämpfen hatten, bestimmten das Spielgeschehen gegen die tief stehenden Gäste deutlich. Doch wirklich zwingende Möglichkeiten ergaben sich keine. Lediglich Melvyn Lorenzen sorgte nach fast einer Viertelstunde für etwas Gefahr, als sein Abschluss von Torwart Patrik Klimo noch zur Ecke abgewehrt wurde (12.) und kurz darauf bereinigte Kevin Pannewitz nach einem Schuss von Julian von Haacke die Szene im 16er (16.).
Die Gäste aus Goslar kamen lediglich einmal nach einem Konter gefährlich vor das Tor. Den Schuss von Oliver Hofmann von der Strafraumgrenze blockte Profi-Leihgabe Lukas Schmitz aber im letzten Moment ab (24.), so dass es torlos in die Halbzeitpause ging.
Auch im zweiten Spielabschnitt änderte sich lange Zeit nicht viel am Spielverlauf. Der Goslarer SC lauerte weiter auf Kontermöglichkeiten und überließ Werder das Spiel. Trotz der klaren Feldüberlegenheit konnte sich Bremen in der Offensive kaum in Szene setzen. Lediglich Luca Zander versuchte es aus 14 Metern mal, sein Schuss ging aber am Tor vorbei (56.). Nach einer Stunde meldete sich auch Goslar erstmals im Spiel zurück. Der Schuss von Turkan Hajdari drehte sich jedoch vom Tor weg (61.).
Ein glückliches Händchen beim Wechseln bewies GSC-Trainer in der 65. Spielminute als er Youngster Marius Kleinsorge in die Partie brachte. Denn mit seinem ersten Ballkontakt gelang ihm die Gästeführung: Nach einem Fehlpass im Bremer Mittelfeld nahm Kleinsorge den Ball kurz mit und zog aus 22 Metern ab. Sein Flachschuss schlug unten links ein (66.). In der Folgezeit bemühte sich Werders U 23 um den Ausgleich und drückte weiter, Zwingendes sprang dabei weiterhin nicht heraus. Anders die Gäste, die in der Schlussphase alles klar machten: Daniel Vaughan stand nach einem Konter allein vor Keeper Raphael Wolf und schob zum 2:0-Endstand ein (85.)
Norman Ibenthal
Werder Bremen: Wolf - Zander, Rehfeldt, Pavlovic, Schmitz - Trybull, von Haacke, Aycicek (84. Hilßner), A. Stevanovic - Selke (60. Hernandez), Lorenzen
Goslarer SC 08: Klimo - Schulz, Pannewitz, Kahlert, Ströhl - Evljvsin, Fischer, Hofmann, Hajdari (65. Kleinsorge), Vaughan (86. Hartwig) - Anic (52. Golombek)
Tore: 0:1 Kleinsorge (66.), 0:2 Vaughan (85.)
Gelbe Karten: Evljvskin, Golombek, Hofmann (alle Goslar)
Schiedsrichter: Jan Clemens Neitzel
Stadion „Platz 11": 501 Zuschauer
