Eine ausweglose Situation? Kein Problem, zumindest wenn man Tom Cruise alias Ethan Hunt heißt und gerade im vierten Teil von Mission Impossible die Welt rettet. Um die Rettung der Welt geht es für Werders U 23 zwar nicht, dennoch passte der gemeinschaftliche Kinoabend im CinemaxX Bremen bei der Premiere des Actionspektakels am Mittwochabend wie die Faust aufs Auge: „Auch wir stehen in der 3. Liga nun zum vierten Mal vor unserer ganz persönlichen ‚Mission Impossible' und wollen uns aus unserer nicht ganz so einfachen Lage retten", erklärt Werders Nachwuchs-Cheftrainer Thomas Wolter.
Das Hinspiel in der BRITA-Arena spiegelte bestens wider, woran es in der Hinrunde in dieser Saison bei Werder so oft haperte. Gut gespielt, Tor gemacht, Chancen liegengelassen und durch individuelle Fehler dennoch verloren. „Das war sicherlich sinnbildhaft für die gesamte bisherige Saison", so auch Thomas Wolter.
Die Gäste aus Wiesbaden waren vor der Saison ein ganz heiß gehandelter Kandidat für den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch der SVWW hinkt hinter den hohen Erwartungen hinterher. Nach ordentlichem Start rutschte das Team von Gino Lettieri, in dem erfahrene Spieler wie Steffen Wohlfahrt, Orlando Smeekes, Marco Sailer und der Ex-Werderaner Addy Waku Menga stehen, nach zuletzt vier sieglosen Spielen auf den 14. Tabellenplatz ab. Ein Platz im tristen Mittelfeld: Mit dem Abstieg hat man nichts am Hut (9 Punkte Vorsprung), mit dem Aufstieg derzeit aber ebenso wenig (7 Punkte Rückstand). „Bei ihnen ist die Situation ähnlich wie bei Sandhausen in der letzten Saison. Auch sie waren damals als Aufstiegskandidat Nummer 1 in die Saison gestartet und blieben hinter den Erwartungen zurück. Personell hat Wehen Wiesbaden sicherlich mit das beste Team, das es in der 3. Liga gibt", weiß Wolter um die Stärke des Gegners.
Wie sein eigenes Team am Samstag aussehen wird, ist noch unklar: „Da sind noch viele Fragezeichen. Wir werden sicherlich erst morgen Nachmittag nach dem Abschlusstraining der Profis wissen, wer uns zur Verfügung steht", so Wolter zu der personellen Situation.
In der Vergangenheit trafen beide Teams in der 3. Liga bislang fünf Mal aufeinander. Drei Mal sicherte sich dabei der SVWW die Punkte, einmal trennte man sich mit einem Unentschieden und einmal siegte Werder.
Norman Ibenthal