Werders U 23 empfängt den VfR Aalen

Onur ayik könnte gegen den VfR Aalen nach seiner langen Verletzung erstmals wieder in der 3. Liga zum einsatz kommen.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Als Aufsteiger hatte der VfR in der vergangenen Saison lange gegen den Abstieg gespielt, die Klasse aber letztendlich gehalten. Ganz so kleine Brötchen möchte man in dieser Saison in Baden-Württemberg nicht backen: „Wir möchten auf keinen Fall noch einmal so lange zittern wie vergangene Saison", sagte Johannes Moser, Aufsichtsratsvorsitzender des VfR Aalen und Direktor Südwest von Sponsor Imtech, dem Sportmagazin Kicker vor der Saison.

Zwei Wochen ruhte der Ball für Werders U 23 in der 3. Liga. Am kommenden Samstag, 19.11.2011, geht es nun weiter. Um 14 Uhr empfangen die Grün-Weißen den VfR Aalen im Stadion „Platz 11". „In den letzten Wochen haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die Mannschaft legt eine große Spielfreude an den Tag und scheint sich gefunden zu haben. Diesen Weg wollen wir nun weitergehen und uns mit Punkten belohnen", so Werder-Coach Thomas Wolter vor der Partie gegen den Tabellenzehnten.

Der Aufstieg in die 2. Bundesliga sei zwar erst ein mittelfristiges Ziel, doch oben mitspielen möchten die Aalener schon. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Etat zwar ein wenig gekürzt, dennoch ist in die Qualität der Mannschaft investiert worden: Benjamin Gorka ( VfL Osnabrück), Tim Kister (Dynamo Dresden) und Thorsten Schulz (SpVgg Unterhaching) sollen die Abwehr stabilisieren und in der Offensive sollen in Zukunft Marco Haller (Jahn Regensburg), Leandro (SpVgg Unterhaching) und Marco Calamita (Eintracht Braunschweig) zusammen mit Leistungsträger Robert Lechleiter die Akzente setzen. „Der VfR Aalen ist wie wir eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Das wird eine interessante Partie", erklärt Wolter.

Bislang spielte der VfR jedoch eher eine durchwachsene Saison. Erfolge, Unentschieden und Niederlagen wechselten sich regelmäßig ab, wodurch Aalen derzeit im Mittelfeld der Tabelle wiederzufinden ist. Vor allem großes Verletzungspech im kleinen Kader - auch Leistungsträger wie Benjamin Barg, Martin Dausch und Robert Lechleiter standen lange Zeit nicht zur Verfügung - von Trainer Ralph Hasenhüttl sind als Gründe für das bisherige Abschneiden anzuführen.

Nicht ohne Grund weist Werder-Coach Thomas Wolter auf das Torverhältnis des VfR: „Sie haben sogar ein Tor weniger geschossen als wir. Dafür aber neun Punkte mehr auf dem Konto. Da sieht man mal, was es ausmacht, wenn man hinten sicher steht!" Und das tun die Aalener: Nur 16 Gegentore musste der VfR hinnehmen und stellt somit eine der besten Abwehrreihen der Liga.

Sehr ausgeglichen fällt Werders Bilanz gegen Aalen aus. Vier Mal stand man sich gegenüber, beide Teams siegten jeweils einmal und zweimal trennte man sich mit einem Unentschieden. Mit einem Erfolg können die Bremer diese Statistik nun zu ihren Gunsten aufbessern. Einer, der dabei gerne mithelfen möchte, ist Andreas Schön. Erst im Sommer wechselte der 22-Jährige Mittelfeldspieler von Aalen nach Bremen und trifft somit zum ersten Mal auf seinen ehemaligen Verein. „Ich freue mich natürlich auf das sportliche Wiedersehen. Ich habe dort zwei Jahre gespielt und noch heute viele Freunde in Aalen", erklärt Werders Nummer 8 und fügt schmunzelnd hinzu: „In der Vergangenheit habe ich oft gegen meine ehemaligen Verein getroffen. Das darf auch gerne dieses Mal so sein."

Eine gute Nachricht hat Werder noch für alle Mitglieder der Grün-Weißen, die sich das Duell nicht entgehen lassen wollen. Für die Begegnung stehen noch rund 28 Mitglieder-Freikarten zur Verfügung.

Norman Ibenthal

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