Erster Sieg gegen Erfurt?

U 23-Coch Thomas Wolter fordert von seinem Team, zielorientierter aufzutreten.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

„In Wiesbaden sah das über weite Strecken gut aus und auch gegen Regensburg stimmte es zu Beginn. Aber da hätten wir nach der Führung viel konsequenter und bestimmender auf das 2:0 hinarbeiten müssen", so der Bremer Coach Thomas Wolter weiter, der trotz des häufigen Lobes für sein Team weiß: „Die Wahrheit sieht anders aus!" Und die bedeutet derzeit Rang 20.

Zwei Spiele, zwei Niederlagen, Tabellenletzter der 3. Liga. Ein guter Start sieht wahrlich anderes aus. Werders U 23-Talente sind gezwungen das Feld von hinten aufzurollen. „Wir müssen viel zielorientierter spielen und arbeiten", fordert U 23-Coach Thomas Wolter und auch Nachwuchsdirektor Dr. Uwe Harttgen wünscht sich einen noch geschlosseneren Auftritt des Teams, "um in einigen Situationen noch cleverer zu agieren und um nach vorne noch mehr Akzente zu setzen. Wir dürfen nicht aufhören, an unser Spiel zu glauben."

Einfacher werden die vor Werders U 23 liegenden Aufgaben sicherlich nicht. Am Sonntag, 07.08.2011, müssen die Grün-Weißen um 14 Uhr im Steigerwaldstadion gegen den FC Rot-Weiß Erfurt antreten. „Sie werden von vielen Experten für die oberen Plätze gehandelt", weiß Thomas Wolter um die Höhe der Hürde. „Auch sie haben ein fast neues Team, doch mit Rauw, Zedi und auch Caillas sehr erfahrene Spieler."

Der Saisonstart verlief für Erfurt eigentlich nach Maß. 3:0 im Ostduell gegen Jena am ersten Spieltag und die damit verbundene Tabellenführung. Doch gab es am zweiten Spieltag auch gleich den ersten Dämpfer. Mit 0:3 musste sich das Team von Stefan Emmerling in Babelsberg geschlagen geben und belegt derzeit Rang 9. „Sie werden auf Wiedergutmachung brennen. Wir wissen, was uns erwartet", stellt sich Thomas Wolter auf engagiert auftretende Hausherren ein.

Einen ersten Eindruck von der Stimmung im Steigerwaldstadion und von der Spielstärke des Gegners konnten sich einige U 23-Akteure bereits beim Testspiel der Profis (2:1) Mitte Juli holen. Einer davon war auch Marcus Mlynikowski, der sich noch sehr gut an das Spiel erinnert: „Das war ein unangenehm zu spielender Gegner. Sehr stark, vor allem in der Abwehr", so der 19-Jährige, der trotz der zwei Niederlagen selbstbewusst nach Thüringen reist: „Natürlich wird es schwer, aber das ist jedes Spiel in dieser Liga. Wir werden versuchen, dagegen zu halten und unser offensives Spiel durchzusetzen."

Vielleicht klappt es dann ja auch mal mit dem ersten Sieg beim FC Rot-Weiß Erfurt. Denn aus dem Steigerwaldstadion haben die Bremer noch nie drei Punkte entführt. In sechs Duellen gab es vier Siege für die Hausherren und zwei Unentschieden.

Personell reisen die Bremer mit fast demselben Kader wie am Mittwoch gegen Regensburg nach Thüringen. Lediglich Aljoscha Hyde wird aufgrund von Leistenproblemen nicht dabei sein. Bei den Gastgebern wird definitiv Thomas Ströhl nach seiner Roten Karte gegen Babelsberg nicht auflaufen.

Norman Ibenthal

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