Ganz losgelassen hat Thomas Wolter die 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag beim 1. FC Heidenheim noch nicht. Zu kraftlos, zu lethargisch wirkten Werders U 23-Kicker dort bei ihrer Auswärtsniederlage in der 3.Liga. ...
Ganz losgelassen hat Thomas Wolter die 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag beim 1. FC Heidenheim noch nicht. Zu kraftlos, zu lethargisch wirkten Werders U 23-Kicker dort bei ihrer Auswärtsniederlage in der 3.Liga. ...
Ganz losgelassen hat Thomas Wolter die 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag beim 1. FC Heidenheim noch nicht. Zu kraftlos, zu lethargisch wirkten Werders U 23-Kicker dort bei ihrer Auswärtsniederlage in der 3. Liga. Abstiegskampf sieht jedenfalls anders aus. „Das war eher wie ein Freundschaftskick. Das hab ich dem Team in der Nachbesprechung auch noch einmal in aller Deutlichkeit mit auf den Weg gegeben", sagte der immer noch verärgerte Nachwuchs-Cheftrainer der Grün-Weißen. Jener Weg führt die U 23 am Dienstagabend, 18.30 Uhr, nun wieder ins heimische Stadion „Platz 11". Gegen Dynamo Dresden sollen es die Werderaner am 34. Spieltag nun deutlich besser machen als noch in Heidenheim.
„Wenn man 45 Punkte hat und im gesicherten Mittelfeld steht, kann so ein Auftritt wie in Heidenheim mal passieren. Aber nicht in unserer Situation", erklärte Wolter. Und diese Situation heißt weiterhin: Abstiegskampf. Mit 32 Punkten stehen die Werderaner auf dem vorletzten Platz in der Tabelle. Drei Punkte Abstand sind es derzeit bis auf den rettenden 17. Platz, auf dem Wacker Burghausen rangiert. „Wir haben eine Mission zu erfüllen. Dafür müssen wir das letzte Hemd geben. Wir sind es dem verein aber auch schuldig, da wieder heraus zu kommen. Wenn es nachher nicht reichen sollte, müssen wir sagen können, dass wir alles versucht und alles in die Waagschale geworfen haben", unterstreicht Wolter.
Nichts unversucht lassen, will gewiss auch Werders Gegner am Dienstag - Allerdings in einer ganz anderen Tabellenregion. Die Ostdeutschen haben trotz drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen immer noch die Chance, auf den Aufstiegszug in Richtung 2. Bundesliga aufzuspringen. Drei Punkte würden dem Team um Torjäger Alexander Esswein (13 Saisontreffer) dabei mehr als gut tun. „Dresden wird mit aller Macht probieren, das spiel zu gewinnen. Sie haben noch die Möglichkeit, Dritter zu werden", weiß auch Wolter.
Werders Trainer kann beim Drei-Punkte-Vorhaben am Dienstag auf Mittelfeldspieler Florian Trinks und Defensivmann Dominik Schmidt bauen. Zudem kehrt Kevin Maek nach überstandenen Oberschenkelproblemen wieder ins Team zurück. Ausfallen wird hingegen Felix Kroos, der wegen einer Adduktorenzerrung passen muss. Pascal Testroet wurde nach seiner Blinddarm-OP unterdessen wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Ein Einsatz kommt für den Stürmer aber noch zu früh. Zudem ist der Einsatz von Leon-Aderemi Balogun nach einem Schlag auf das Schienbein noch fraglich.
Ganz und gar fraglos ist die Tatsache, dass sich alle Werderaner viel lieber an die Wochen vor der Heidenheim-Niederlage, die ein Ausrutscher bleiben soll, zurückerinnern. Diese liefen nämlich deutlich besser für die Nachwuchskicker. Auf ein Remis gegen den Dritten Kickers Offenbach folgte ein Auswärtssieg bei Tabellenführer Eintracht Braunschweig, sowie ein weiteres Unentschieden gegen Carl-Zeiss Jena. An diese Leistungen soll am Dienstag wieder angeknüpft werden. „Wenn wir so auftreten wie am vergangenen Samstag, wird Dresden gewinnen. Wenn wir so auftreten wie in den Spielen davor, wird es allerdings schwer für Dynamo", prophezeit Thomas Wolter und hofft, dass möglichst letztere Variante am Dienstag eintreten wird.
Timo Sczuplinski
