Traum vom Einsatz auf der großen Bühne
Seinem Ziel ist Testroet in der Hansestadt Bremen trotz der Umstellungen ein gutes Stück näher gekommen. „Es war schon immer mein Traum, Fußballprofi zu werden", sagt der 1,84 Meter große Offensivspieler klipp und klar.
Auf seinen ersten Einsatz auf der großen Bühne muss das Sturmtalent allerdings noch warten. Zweimal war er schon kurz davor: Im Champions-League-Spiel bei den Tottenham Hotspurs (0:3) und in der Bundesligapartie gegen den FC St. Pauli (3:0) saß der 20-Jährige auf der Bank.
„In Tottenham habe ich mich warm gemacht, sollte mich schon zur Einwechslung bereit machen. Dann hat sich aber Daniel Jensen verletzt, und es war eher ein Defensivspieler gefragt", so Testroet.
Im Training Argumente liefern
Seitdem versucht er, sich in jedem Training bei den Profis für einen Einsatz anzubieten. Die Spielpraxis holt er sich bei der U 23. „Ich muss bei den Trainingseinheiten und in den Spielen die notwendigen Argumente für eine Profinominierung liefern", weiß er.
Sollte es bei Werder trotzdem nicht für den Sprung in die Profimannschaft reichen, käme für Testroet auch ein Umweg in Richtung Bundesliga in Frage. „Für mich ist es entscheidend, dass ich Fußball spiele. Ich möchte mich nicht nur auf die Bank setzen. Deshalb könnte ich mir durchaus vorstellen, für einige Zeit in die 2. Bundesliga zu wechseln", sagt der Angreifer, dessen Vertrag in Bremen noch bis 2012 Gültigkeit besitzt.
Herbert Hrubesch: "Testroet ist sehr zielstrebig"
Für Herbert Hrubesch, den ehemaligen DFB-Stützpunkttrainer von Testroet, wäre es kein Wunder, wenn er seinen ehemaligen Schützling irgendwann einmal in der Bundesliga sehen würde. „Pascal war schon in jungen Jahren ein Typ, der zielstrebig an seinem Profitraum gebastelt hat. Dabei tat er nichts, was sein Ziel gefährden konnte. Für ihn war es normal, sich gegen alle Widerstände durchsetzen", urteilt der Bruder von Ex-Nationalspieler Horst Hrubesch.
Pascal Testroet kam für deutsche Junioren-Nationalmannschaften bisher sechsmal zum Einsatz. Zweimal war er für die U 18-, viermal für die U 20-Auswahl am Ball. Ein Länderspiel könnte er noch für die U 20 absolvieren, dann erreicht er die Altersgrenze. „Es bleiben ja noch die U 21- und die A-Nationalmannschaft", grinst Testroet. Noch so ein Ziel, das er konsequent verfolgen wird.
Quelle: DFB