Der Bremer Trainer nimmt den SSV derzeit gerne als Vorbild in puncto Teamgeist: „Sie leben das vor, was wir versuchen, unserer Mannschaft zu vermitteln. Nämlich, dass man nur als Team bestehen kann und dann durch den Erfolg der Mannschaft auch jeder einzelne glänzen kann. Das hat man bei Petr Stoilov, Tobias Schweinsteiger und auch Rouven Sattelmaier, der zu Bayern wechselte, gesehen. Sie haben durch den Mannschaftserfolg auf sich aufmerksam gemacht. Davon können wir uns eine Scheibe abschneiden." Sein eigenes Team habe zwar mittlerweile ein ganz gutes Mannschaftsgefüge gebildet, „doch alle haben das wohl noch nicht kapiert. Fußball ist keine One-Man-Show!"
Was ein starker Teamgeist ausrichten kann, zeigt der Saisonverlauf des SSV gut auf. Regensburg spielt bislang eine gute Saison, mischte lange vorne mit und rangiert mit Platz 9 im gesicherten Mittelfeld. Niederlagen, Siege und Unentschieden haben sich immer regelmäßig abgewechselt, das hat sich auch im neuen Jahr nicht verändert. Ein torloses Unentschieden gegen Unterhaching, ein 1:0-Erfolg gegen Wacker Burghausen und zwei 0:2-Niederlagen gegen TuS Koblenz und zuletzt Kickers Offenbach stehen seit dem Jahreswechsel zu Buche.
Das Hinspiel ging knapp an die Hausherren. Zum Auftakt in die neue Saison siegte Regensburg an der Weser mit 1:0. „Das Spiel war damals richtungsweisend. Für Regensburg ging es nach oben, für uns nach unten", blickt Thomas Wolter zurück, dessen Team sich gerne für die Niederlage revanchieren will.
Vertrauen kann Thomas Wolter am Mittwochabend wieder auf die Dienste von Mannschaftskapitän Sandro Stallbaum, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Auch Dominik Schmidt wird die U 23 unterstützen. Ansonsten kann der Bremer Coach auf denselben Kader wie gegen Rostock bauen.
Norman Ibenthal