0:3 gegen Dresden – „Mir fehlen die Worte“

Kevin Maek musste mit Werders U 23 einen bitteren Rückschlag in der 3. Liga hinnehmen.
U23
Donnerstag, 01.01.1970 / 01:00 Uhr

Dabei begannen die Grün-Weißen gar nicht mal so schlecht: Konzentriert agierte Werder gegen den Aufstiegskandidaten. Doch nach einer Viertelstunde folgte vielleicht der frühe Knackpunkt der Partie. José Alex Ikeng wurde im 16er der Gäste von den Beinen geholt, der Pfiff des Schiedsrichters erfolgte auch, doch zur Verwunderung aller Beteiligten und der 1.600 Zuschauer im Stadion „Platz 11" gab es nicht Elfmeter, sondern Freistoß von der Strafraumgrenze, den Bremen jedoch nicht nutzen konnte: „Das war schon eine wichtige Szene und eine wichtige Entscheidung in der Partie. Trotzdem ist es uns anschließend nicht gelungen, uns in ähnliche Situationen zu spielen", blickte Mannschaftskapitän Sandro Stallbaum zurück.

Nach der Niederlage in Heidenheim hatten sich Werders U 23-Talente viel vorgenommen. Umso größer fiel die Enttäuschung nach der ernüchternden 0:3-Niederlage gegen Dynamo Dresden am Dienstagabend aus. „Es fehlte die Leidenschaft. Ich kann es mir nicht erklären", sagte Felix Schiller niedergeschlagen. Erklärungsversuche fielen auch Stefan Ronneburg schwer: „Mir fehlen die Worte. Das war mut- und kraftlos von uns, so gewinnt man nicht. Es fehlte an allem."

In der Folgezeit spielte Bremen zwar weiterhin gefällig, zwingende Aktionen blieben jedoch aus. Anders die Gäste: Ein Kopfball von Sebastian Schuppan ging knapp über das Tor (18.) und beim Schuss von David Solga aus halbrechter Position reagierte Werder-Keeper Christian Vander glänzend (26.). Mit etwas Unterstützung der Werderaner gelang Dresden jedoch kurz darauf die Führung: Nachdem Christian Vander den Ball beim Rettungsversuch nicht richtig traf, ließ sich Dani Schahin die Chance nicht nehmen und brachte Dynamo in Front (26.).

Bis zur Pause hatten beide Seiten nur noch wenig zu bieten: Ein Schuss von Florian Trinks war sichere Beute von SGD-Torwart Benjamin Kirsten (31.) und Alexander Esswein scheiterte aus 16 Metern an Christian Vander (39.).

Der nächste Rückschlag für die Grün-Weißen folgte jedoch nur kurz nach dem Wiederanpfiff: Alexander Esswein war durch und erhöhte auf 2:0 (51.). Nur wenige Minuten später hatte Sebastian Schuppan sogar den dritten Treffer auf dem Fuß, musste sich aus zehn Metern jedoch erneut Vander geschlagen geben (57.).

Bremen spielte durchaus gut mit, überließ die nennenswerten Aktionen jedoch den Gästen. Lediglich Predrag Stevanovic sorgte mit einem Aufsetzer, den Keeper Kirsten parierte, für ein wenig Gefahr (61.). Der dritte Dresdner Treffer folgte fast im Gegenzug. Nach einem Freistoß köpfte Florian Grossert zum vorentscheideden 3:0 ein (63.). Bis zum Schlusspfiff hatte Werder nur wenig entgegenzusetzen. Florian Trinks versuchte es kurz vor dem Ende zwar mal aus spitzer rechter Position, scheiterte jedoch an Kirsten (86.), mehr war jedoch nicht für die Grün-Weißen drin.

„Ich habe selten ein Team auf Platz 11 erlebt, dass so wenig Aufwand betreiben musste, um zu gewinnen. Das sagt alles über unseren Auftritt aus. Man kann ein Team erwarten, das gegen den Abstieg kämpft, aber wir haben nur gegen den Abstieg gespielt. Wir haben den Ball nett laufen lassen, das war viel zu wenig", verschaffte sich Werder-Coach Thomas Wolter Luft, gab sich aber weiterhin kämpferisch: „Es wird schwer für uns dar unten raus zu kommen. Aber wir haben noch vier Spiele vor der Brust. Wir werden alles versuchen", so der Bremer Trainer, dessen Team vier Punkte Rückstand zum rettenden Ufer aufholen muss.

Norman Ibenthal

Werder Bremen: Vander - Schmidt (74. Schiller), Balogun, Stallbaum, Hessel - Maek (46. Ronneburg), Schindler, Ikeng (62. Nagel), Trinks, Stevanovic - Thy

Dynamo Dresden: Kirsten - Grossert, Florian Jungwirth, Thomas Hübener, Schuppan - Solga, Jungnickel, Röttger (76. Gerrit Müller), Koch (83. Pfeffer), Esswein (89. Bührer) - Schahin

Tore: 0:1 Schahin (26.), 0:2 Esswein (51.), 0:3 Grossert (63.)

Gelbe Karten: Ikeng, Schmidt (beide Werder)

Schiedsrichter: Eduard Beitinger (Regensburg)
Stadion „Platz 11": 1.600 Zuschauer

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