Der Verein: Das Jahr 2002 ist in der Historie des SVA wahrlich kein schönes. Denn der Klub, damals noch unter dem Namen Delmenhorster SC geführt, musste Insolvenz anmelden und wurde folglich aus dem Vereinsregister gelöscht. Mit der Neugründung der Eintracht Delmenhorst, konnte zumindest die Jugendabteilung fortgeführt werden. Zehn Jahre später, am 04.04.2012, wurde der SV Atlas im Vereinslokal „Jan Harpstedt“ neu gegründet. Einige Spieler hatten zuvor die Idee ins Leben gerufen, den SVA neu zu gründen. Seitdem wird auf „sehr gutem Amateurniveau“ in Delmenhorst wieder Fußball gespielt, findet Florian Kohfeldt, der den Verein stets beobachtet hat, auf der Pressekonferenz am Donnertag (die PK im Video). „Es wurde wirklich tolle Arbeit geleistet, um den Verein wieder so aufzubauen“, sagt der grün-weiße Cheftrainer. Mit dem DFB-Pokalspiel im wohninvest WESERSTADION gegen den SV Werder steht für den SV Atlas Delmenhorst nun selbsternannte „Jahrhundertspiel“ bevor.
Zurück am Osterdeich: In dieser Familie steckt so viel Werder-Vergangenheit. SVA-Torhüter Florian Urbainski wechselte im Sommer 2015 aus dem Werder-Nachwuchs nach Delmenhorst. Zuvor hatte der 29-Jährige sämtliche Jugendmannschaften der Grün-Weißen durchlaufen, zahlreiche Spiele für die U21 absolviert und traf dabei auf den aktuellen Cheftrainer des SVW, Florian Kohfeldt. So auch Vater Benno Urbainski. 20 Jahre lang war er unter anderem als Betreuer und Zeugwart für den Werder-Nachwuchs aktiv. Mutter Anke ist im Hastedter Werder-Internat als Hauswirtschaftlerin tätig, Bruder Thorsten war jahrelang Teil des Platzwart-Teams. Wenn am Samstagabend um 20.45 Uhr der Anpfiff ertönt, treffen die Urbainskis nicht nur auf den SV Werder, sondern vor allem auf ein Stück Vergangenheit.