Wiedersehen und Weiterkommen

Vorbericht zum Delmenhorst-Spiel
Ohne Rücksicht auf alte Bekanntschaften: Florian Kohfeldt will eine Runde weiterkommen (Foto: nordphoto).
Vorbericht
Freitag, 09.08.2019 / 09:23 Uhr

Von Lukas Kober

Endlich geht es wieder los! Am Samstagabend, 10.08.2019, um 20.45 Uhr (ab 20.30 Uhr im betway Live-Ticker auf WERDER.DE), wartet das erste Pflichtspiel seit genau 88 Tagen auf den SV Werder. Es könnte kaum einen besseren Startschuss in die neue Saison geben, als das Nachbarschaftsduell gegen den SV Atlas Delmenhorst - ein Spiel für die ganze Region. Zwar sind die Grün-Weißen im heimischen wohninvest WESERSTADION offiziell die Auswärtsmannschaft, doch Cheftrainer Florian Kohfeldt freut sich "wieder ins Stadion fahren zu dürfen". Eine Freude, die alle Werder-Fans nachempfinden können. Dennoch darf der Gegner aus der Oberliga, besonders in der 1. Runde des DFB-Pokals, nicht auf die leichte Schulter genommen werden: Der Wettkampfmodus ist angeschaltet!

Der Cheftrainer zum Spiel: Florian Kohfeldt hat in seiner Jugend bekanntlich in Delmenhorst gelebt. Daher besteht, nach wie vor, eine tiefe Verbundenheit zur Kleinstadt westlich von Bremen. Zwar hat er nie für Atlas gespielt, sondern für den TV Jahn Delmenhorst, doch in seiner Zeit als grün-weißer Jugendcoach trainierte der 36-Jährige einige Spieler des aktuellen SVA-Kaders. Auf einen netten, freundschaftlichen Austausch vor der Partie sollte sich keiner allzu große Hoffnungen machen. „Ab sofort gehen wir komplett in den Wettkampfmodus. Da kann ich vorher auch nicht abklatschen“, sagt Kohfeldt. Denn der Oberligist hat seine Waffen auf die Moisander und Co. Acht geben werden. „Sie haben eine gewisse Struktur im Spiel und gute Gegenbewegungen auf dem Flügel. Außerdem haben sie bei Standards gute Schützen“, erklärt der gebürtige Siegener Kohfeldt. Einen Grund, das eigene Spiel danach auszurichten, sieht Kohfeldt allerdings nicht. Seine Idee: Das eigene Spiel komplett durchdrücken!

Ein Duell und so viel Vergangenheit

Florian Urbainski mit Clemens Fritz und Torsten Frings beim Training (Foto: nordphoto).

Der Verein: Das Jahr 2002 ist in der Historie des SVA wahrlich kein schönes. Denn der Klub, damals noch unter dem Namen Delmenhorster SC geführt, musste Insolvenz anmelden und wurde folglich aus dem Vereinsregister gelöscht. Mit der Neugründung der Eintracht Delmenhorst, konnte zumindest die Jugendabteilung fortgeführt werden. Zehn Jahre später, am 04.04.2012, wurde der SV Atlas im Vereinslokal „Jan Harpstedt“ neu gegründet. Einige Spieler hatten zuvor die Idee ins Leben gerufen, den SVA neu zu gründen. Seitdem wird auf „sehr gutem Amateurniveau“ in Delmenhorst wieder Fußball gespielt, findet Florian Kohfeldt, der den Verein stets beobachtet hat, auf der Pressekonferenz am Donnertag (die PK im Video). „Es wurde wirklich tolle Arbeit geleistet, um den Verein wieder so aufzubauen“, sagt der grün-weiße Cheftrainer. Mit dem DFB-Pokalspiel im wohninvest WESERSTADION gegen den SV Werder steht für den SV Atlas Delmenhorst nun selbsternannte „Jahrhundertspiel“ bevor. 

Zurück am Osterdeich: In dieser Familie steckt so viel Werder-Vergangenheit. SVA-Torhüter Florian Urbainski wechselte im Sommer 2015 aus dem Werder-Nachwuchs nach Delmenhorst. Zuvor hatte der 29-Jährige sämtliche Jugendmannschaften der Grün-Weißen durchlaufen, zahlreiche Spiele für die U21 absolviert und traf dabei auf den aktuellen Cheftrainer des SVW, Florian Kohfeldt. So auch Vater Benno Urbainski. 20 Jahre lang war er unter anderem als Betreuer und Zeugwart für den Werder-Nachwuchs aktiv. Mutter Anke ist im Hastedter Werder-Internat als Hauswirtschaftlerin tätig, Bruder Thorsten war jahrelang Teil des Platzwart-Teams. Wenn am Samstagabend um 20.45 Uhr der Anpfiff ertönt, treffen die Urbainskis nicht nur auf den SV Werder, sondern vor allem auf ein Stück Vergangenheit.

Ohne Bartels und Augustinsson

Das Personal: Vor dem Erstrundenmatch muss Florian Kohfeldt neben Sebastian Langkamp, Milos Veljkovic und Philipp Bargfrede auf zwei weitere Werderaner verzichten. Für Ludwig Augustinsson, der unter der Woche schon wieder im Mannschaftstraining dabei war, wird es nicht reichen. „Wir müssen bei ihm noch eine Grundlage für die Saison legen“, sagt der Cheftrainer über den schwedischen Außenverteidiger. Einer baldigen Rückkehr des 25-Jährigen stehe dennoch nichts im Wege. Dahingegen wirft Fin Bartels eine Knieverletzung erneut zurück. „Es ist natürlich ärgerlich, aber wir müssen bei ihm einen kleinen Eingriff vornehmen, weshalb er noch einmal voraussichtlich maximal vier Wochen pausieren muss. Die Belastung war für den Gesamtorganismus hoch“, erklärt Kohfeldt. Der Außenstürmer könnte nach der Länderspielpause wieder zur Mannschaft stoßen (zur Extrameldung).

Der Schiedsrichter: Patrick Ittrich leitet die Partie. Der 40-jährige Hamburger wird an den Seitenlinien von Sascha Thielert und Florian Exner unterstützt. Vierter Offizieller ist Viatcheslav Paltchikov. Einen Videoassistenten gibt es in der ersten Pokalrunde nicht.

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Fan-Welt und Geschäftsstelle geschlossen

Die WERDER Fan-Welt am wohninvest WESERSTADION ist ab 16.12.2020 bis auf Weiteres geschlossen. Der Online-Shop des SV Werder ist weiterhin erreichbar. Bestellungen, die bis Weihnachten zu Hause ankommen sollen, müssen bis Donnerstag, 17.12.2020, um 24 Uhr eingegangen sein.

15.12.2020 / 16:04 / Sonstiges

Wichtige Hinweise: Da der VIP-Bereich im Süden des wohninvest WESERSTADIONs nicht geöffnet wird, reduziert sich die maximale Zuschauerzahl auf 41.500. Das Pokalspiel ist, bis dato, noch nicht ausverkauft. Resttickets können online über mit der print@home-Option gekauft und bequem zu Hause ausgedruckt werden. Wie immer im Stadion kann im Heimbereich ausschließlich mit der WERDER-CARD und Karten mit girogo-Funktion bezahlt werden. Um Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir, Bankkarten wenn möglich am Geldautomaten vorab aufzuladen. Im Gästebereich/dem Bereich der Atlas-Fans, der die komplette Westkurve (Ober-Unterrang) umfasst, kann auch mit Bargeld gezahlt werden. Außerdem ist eine Barzahlung am Pokalabend bei den Bierläufern möglich.

Alles zum Spiel: Wie immer ganz nah dran! Ab 20.30 Uhr berichtet WERDER.DE mit dem betway Live-Ticker von dem Pokalspiel. Sky zeigt die Partie des SVW live als Einzelspiel. Zudem können alle Abonennten von WERDER.TV die Partie unmittelbar nach Spielende re-live sowie ebenfalls kurz nach Abpfiff die Highlights der Begegnung sehen. Jetzt Abonnent werden!

Zusammengestellt von WERDER.DE und opta

 
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