Das Handspiel. Kaum eine Regel wird so oft unter Fußball-Fans diskutiert. In der neuen Spielzeit ist es so, dass Tore, die mit der Hand erzielt werden, grundsätzlich nicht gelten. Egal, ob absichtlich oder nicht. Gleiches gilt, wenn der Ballbesitz wechselt, nachdem der Ball die Hand bzw. den Arm berührt. Ein Handspiel liegt auch dann vor, wenn die Körperfläche unnatürlich vergrößert wird oder die Hand über Schulterhöhe ist. Dies gilt auch, wenn der Spieler von einem anderen Spieler aus nächster Nähe angeschossen wird.
Sven Jablonski: „Für das Handspiel ist mehr Klarheit erforderlich, besonders in den Fällen, in denen „nicht absichtliches“ Handspiel ein Vergehen ist. Wenn ein Spieler den Arm beim Fallen zwischen Körper und Boden hält, um sich abzustützen, dann ist der Abstützarm als nicht strafbar zu bewerten. Eine weitere Ergänzung im Regeltext ist zum Beispiel, dass kein Tor zählt, sobald der Ball bei der angreifenden Mannschaft unmittelbar vor der Torerzielung an der Hand war. Dabei spielt es keine Rolle, ob es absichtlich war oder nicht.“
- Bei einer Mauer, die aus mindestens drei Spielern besteht, müssen sich angreifende Spieler einen Meter von der Mauer entfernen. Wird das nicht gemacht, gibt es indirekten Freistoß für die verteidigende Mannschaft.
- Zudem können nun „Quick Free Kicks“ ausgeführt werden. Das heißt, dass zum Beispiel bei einem Foul der Freistoß schnell gespielt werden kann. Die fällige Verwarnung wird erst im Nachgang gezeigt.
Sven Jablonski: „Unter den alten Regeln war es nicht möglich den schnellen Freistoß ausführen zu lassen und danach erst die gelbe oder rote Karte zu zeigen. Nun ist es so, dass das Team den Freistoß schnell fortsetzen kann um den vereitelten Angriff sofort fortzusetzen. Es wäre unfair, diesen Angriff zu unterbinden, nur weil der Schiedsrichter eine Gelbe oder Rote Karte zeigen muss. Hat der Schiedsrichter jedoch bereits mit dem Verfahren für die Disziplinarmaßnahme gegen das fehlbare Team begonnen, darf der Freistoß nicht schnell ausgeführt werden.“